Das Wichtigste in Kürze:
- Qualcomm-Umsatz lag bei 10.6 Milliarden US-Dollar.
- EPS übertraf den Konsens um 0.09 US-Dollar.
- Automotive wuchs 38 Prozent auf 1.33 Milliarden US-Dollar.
| Q2 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | $10.6B | $10.59B |
| EPS | $2.65 | $2.56 |
| QCT-Segment | $9.1B | $9.1B |
| QTL-Segment | $1.4B | $1.4B |
| Mobiltelefone | $6.0B | $6.0B |
Qualcomm Earnings: zweites Quartal 2026 knapp über Erwartungen
Qualcomm hat im zweiten Quartal 2026 die Markterwartungen leicht übertroffen, blieb operativ aber unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz erreichte 10.6 Milliarden US-Dollar und lag damit knapp über der Analystenschätzung von 10.59 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Beat von neun Millionen US-Dollar, zugleich aber einem Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch beim Gewinn je Aktie schnitt Qualcomm besser ab als erwartet. Das EPS lag bei 2.65 US-Dollar nach erwarteten 2.56 US-Dollar, also 0.09 US-Dollar über dem Konsens. Im Jahresvergleich sank das EPS jedoch um sieben Prozent. Damit zeigt der Bericht ein gemischtes Bild: Qualcomm bleibt profitabler als vom Markt befürchtet, kämpft aber weiter mit Gegenwind im Kerngeschäft Mobiltelefone.
Qualcomm-Segmente: Automotive stark, Handsets schwach
Im Segmentbild stach vor allem Automotive heraus. Der Bereich erzielte 1.3 Milliarden US-Dollar Umsatz und lag damit im Rahmen der Erwartung von 1.3 Milliarden US-Dollar. Im Jahresvergleich wuchs Automotive um 38 Prozent auf einen Rekordwert von 1.33 Milliarden US-Dollar, getragen von Design-Win-Rampen und der stärkeren Diversifikation jenseits klassischer Smartphones.
Das QCT-Segment kam auf 9.1 Milliarden US-Dollar und traf die Erwartung von 9.1 Milliarden US-Dollar, lag aber vier Prozent unter Vorjahr. Mobiltelefone blieben der größte Belastungsfaktor: Der Umsatz fiel um 13 Prozent auf 6.0 Milliarden US-Dollar und entsprach damit der Erwartung von 6.0 Milliarden US-Dollar. IoT wuchs dagegen um neun Prozent auf 1.7 Milliarden US-Dollar, während QTL mit 1.4 Milliarden US-Dollar die Erwartung von 1.4 Milliarden US-Dollar erfüllte und fünf Prozent zulegte.
Analyse für Qualcomm
Für Investoren ist die Cashflow-Entwicklung bei Qualcomm ein zentraler Stabilitätsfaktor. Der freie Cashflow lag bei 6.3 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Cashflow stieg hingegen um vier Prozent auf 7.4 Milliarden US-Dollar, was auf eine weiterhin robuste Mittelgenerierung trotz schwächerer Endmärkte hinweist.
Die Bruttomarge von 54 Prozent und die operative Marge von 22 Prozent unterstreichen, dass Qualcomm seine Profitabilität im Abschwung relativ gut verteidigt. Der Nettogewinn lag bei 7.4 Milliarden US-Dollar. Positiv ist zudem die QTL-Lizenzsparte: Dort stieg das Ergebnis vor Steuern um sieben Prozent, unterstützt durch sehr hohe Segmentmargen von 72 Prozent. Der Investment Case hängt nun stärker an Automotive, IoT und neuen KI-Chancen, während Handsets kurzfristig das Bewertungsrisiko bleiben.
Elliot-Wellen-Analyse für QUALCOMM Incorporated
Ausblick und Prognose
Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 stellt Qualcomm einen Umsatz von 9.2 Milliarden bis 10.0 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Damit signalisiert das Management keine schnelle Rückkehr zu breitem Wachstum, sondern eine Fortsetzung der Übergangsphase. Für QCT erwartet Qualcomm Erlöse von 7.9 Milliarden bis 8.5 Milliarden US-Dollar, während QTL bei 1.15 Milliarden bis 1.35 Milliarden US-Dollar gesehen wird.
Beim Gewinn prognostiziert Qualcomm ein GAAP-verwässertes EPS von 1.26 bis 1.46 US-Dollar. Auf Non-GAAP-Basis liegt die Spanne bei 2.10 bis 2.30 US-Dollar. Strategisch verweist das Management auf AI Agents, kundenspezifisches Data-Center-Silizium und Physical AI als Wachstumstreiber. Eine Zusammenarbeit mit einem führenden Hyperscaler soll erste Data-Center-Lieferungen später im Kalenderjahr 2026 ermöglichen.
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