Q3-Minus trotz Superman-Boost: Warner Bros. Discovery kämpft gegen Übernahme
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Q3-Minus trotz Superman-Boost: Warner Bros. Discovery kämpft gegen Übernahme

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Esma Sakalli

Wird Warner Bros aufgekauft? 

Warner Bros. Discovery steht aktuell zum Verkauf, wurde aber noch nicht übernommen. Mehrere Unternehmen, darunter Netflix, Amazon und Comcast, prüfen Angebote, nachdem ein 58-Milliarden-Dollar-Gebot von Paramount abgelehnt wurde. Eine Entscheidung über Verkauf oder Aufspaltung wird bis Ende 2025 erwartet.

Zwischen Blockbuster-Erfolgen und Umsatzrückgang

Warner Bros. Discovery (WBD) hat im dritten Quartal 2025 gemischte Ergebnisse vorgelegt. Der Konzern erzielte Umsatzerlöse von neun Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereinigt um den Einfluss der Olympischen Spiele 2024 blieb der Umsatz jedoch stabil.

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Unter dem Strich steht ein Verlust von 148 Millionen US-Dollar, der vor allem durch 1.3 Milliarden US-Dollar an Restrukturierungs- und Übernahmekosten entstand. Das bereinigte EBITDA stieg leicht um zwei Prozent auf 2.5 Milliarden US-Dollar. CEO David Zaslav sprach in einer Telefonkonferenz von einer „aktiven Phase des Wandels“, ohne Details zu den laufenden Verkaufsverhandlungen zu nennen.

Während die Werbung erneut einbrach, glänzte das Filmstudio mit einem starken Quartal: Superman, Weapons und The Conjuring: Last Rites brachten zusammen mehr als 1.3 Milliarden US-Dollar ein – ein beachtlicher Erfolg in einem insgesamt schwachen Kinomarkt.

Streaming wächst, Werbung schwächelt

Die Zahlen zeigen eine deutliche Verschiebung der Konzernschwerpunkte. Die Streaming- und Studiosparte legte beim Gewinn um 58 Prozent auf eine Milliarde US-Dollar zu, während die linearen Fernsehsender ein Minus von 20 Prozent verbuchten. Die Zahl der HBO-Max-Abonnenten stieg um 2.3 Millionen auf 128 Millionen weltweit.

Eine junge Dame hält ein Tablett in der Hand.Warner Bros. Discovery verzeichnet starkes Wachstum im Streaming- und Studiobereich, während klassische TV- und Werbeerlöse weiter sinken.

Das Wachstum in diesem Bereich konnte die Verluste im traditionellen Fernsehgeschäft aber nicht vollständig kompensieren. Der Umsatz im Werbegeschäft sank um 16 Prozent, da die Reichweiten klassischer TV-Kanäle wie CNN, TNT und TLC weiter schrumpften. Auch die Vertriebserlöse gingen um vier Prozent zurück, was auf sinkende Pay-TV-Abonnentenzahlen zurückzuführen ist.

Trotz dieser Belastungen bleibt die Bilanz robust: Das Unternehmen reduzierte seine Schulden um 1.2 Milliarden US-Dollar und verfügte zum Quartalsende über 4.3 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln.

Konzern im Wandel – zwischen Verkauf und Neustrukturierung

Hinter den Kulissen befindet sich Warner Bros. Discovery in einer entscheidenden Phase. Nach dem Ablehnen mehrerer Übernahmeangebote – darunter ein 58-Milliarden-Dollar-Angebot von Paramount – prüft das Unternehmen nun strategische Alternativen. Im Gespräch sind sowohl ein Teilverkauf als auch eine Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige Einheiten: Warner Bros. Studios & Streaming sowie Discovery Global.

Während kurzfristig Unsicherheit über die Eigentümerstruktur besteht, sehen wir in der starken Film- und Streaming-Sparte langfristiges Aufwärtspotenzial. Abonnenten unseres HKCM-Pakets US-Titans erhalten zusammen mit unserer Aktienanalyse zu Warner Bros. Discovery konkrete Zielzonen für Einstiege.

CEO Zaslav betonte, Warner wolle „die besten Traditionen des Studios in eine neue Ära des Entertainments führen“. Mit einem klaren Fokus auf profitables Wachstum, strukturelle Effizienz und internationalen Ausbau von HBO Max bleibt WBD ein zentraler Akteur in einem Medienmarkt, der sich rasant wandelt.

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Esma Sakalli

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