Das Wichtigste in Kürze
- Gewinn sinkt moderat, Cashflow und Produktion legen zu
- Gasgeschäft wächst deutlich und stabilisiert das Ergebnis
- Hohe Dividende bleibt für Investoren attraktiv
PetroChina hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 am 29. März 2026 veröffentlicht, mit offizieller Bekanntgabe heute, am 30. März 2026 in Hongkong. Der Konzern zeigt sich dabei trotz eines schwächeren Ölpreisumfelds insgesamt stabil.
Der Nettogewinn lag bei rund 22.75 Mrd. US-Dollar und damit etwa 4.5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptgrund für den Rückgang sind niedrigere Ölpreise, die im Jahresvergleich deutlich nachgegeben haben und damit auf die Margen drückten. Der Umsatz belief sich auf rund 413.00 Mrd. US-Dollar und lag damit etwa 2.5 Prozent unter dem Vorjahr. Insgesamt zeigt sich, dass PetroChina das Ergebnisniveau trotz Gegenwind vergleichsweise stabil halten konnte.
Operatives Geschäft und Cashflow entwickeln sich positiv
Operativ konnte das Unternehmen hingegen zulegen. Die Öl- und Gasproduktion stieg um 2.5 Prozent auf 1.841.9 Mio. Barrel Öläquivalent. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung im Gasgeschäft, das mit einem Absatzplus von 7.0 Prozent deutlich wuchs und damit an Bedeutung gewinnt.
Ein zentraler Punkt für Investoren ist der Free Cashflow. Dieser stieg um 15.2 Prozent auf rund 17.40 Mrd. US-Dollar. Damit verbessert sich die finanzielle Flexibilität deutlich. Gleichzeitig plant PetroChina für 2026 Investitionen von rund 40.50 Mrd. US-Dollar. Diese Investitionen zielen darauf ab, die Produktion weiter auszubauen und die strategische Ausrichtung zu stärken.
Dividende bleibt zentraler Faktor für Anleger
Für Investoren steht weiterhin die Ausschüttung im Fokus. Der Vorstand schlägt eine Schlussdividende von umgerechnet rund 0.03 US-Dollar je Aktie vor. Insgesamt ergibt sich damit eine Jahresdividende von rund 0.07 US-Dollar je Aktie. Die Ausschüttungsquote liegt bei 54.7 Prozent und signalisiert eine weiterhin aktionärsfreundliche Politik.
Bereits Ende Januar haben wir Sie in unserem Artikel zum Vergleich zwischen ExxonMobil und Chevron darüber informiert, dass beide US-Konzerne auch in einem schwächeren Ölpreisumfeld stabile Gewinne erzielen und gleichzeitig hohe Kapitalrückführungen an ihre Aktionäre leisten. Während ExxonMobil insbesondere durch operative Stärke überzeugte, punktete Chevron vor allem mit einer konsequenten Dividendenpolitik und Effizienz.
Im aktuellen Umfeld bestätigt sich diese Entwicklung erneut. PetroChina bleibt zwar stabil, zeigt jedoch eine höhere Abhängigkeit vom Ölpreis und kann bei Kapitaldisziplin und Ausschüttungsqualität aktuell nicht vollständig mit den großen US-Konzernen mithalten. Für Investoren ergibt sich daraus ein differenziertes Bild zwischen stabilen Dividendenströmen in den USA und einer stärker rohstoffgetriebenen Entwicklung bei PetroChina.
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