Die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte richtet sich in der kommenden Woche auf eine Reihe von hochkarätigen Wirtschaftsdaten, die entscheidende Hinweise auf den zukünftigen Kurs der globalen Geldpolitik geben werden. Im Fokus steht dabei der von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsindikator, der PCE-Preisindex. Aber auch wichtige Wachstums- und Inflationszahlen aus Europa, Asien und Nordamerika werden für Bewegung an den Märkten sorgen.
Montag & Dienstag: Reden und US-Konsumdaten
Die Woche beginnt verhältnismäßig ruhig mit einer Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Montagnachmittag. Am Dienstag folgen dann erste wichtige Daten aus den USA. Veröffentlicht werden die Einzelhandelsumsätze sowie der Erzeugerpreisindex (PPI) ohne Energie und Nahrungsmittel.
Während die Einzelhandelsumsätze ein wichtiger Indikator für die Stärke des privaten Konsums sind, misst der PPI die Preisentwicklung auf Herstellerebene und gilt als Frühindikator für die Verbraucherinflation.
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Mittwoch: Der Tag der PCE-Inflation
Der Mittwoch ist das Highlight der Woche. Am Nachmittag werden die Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) in den USA veröffentlicht. Der Kern-PCE-Preisindex ist das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Er misst die Preisänderungen von Waren und Dienstleistungen, die von US-Haushalten konsumiert werden, klammert dabei aber die volatilen Preise für Lebensmittel und Energie aus.
Ein Wert im Rahmen der Erwartungen könnte die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen nähren. Zudem werden die neuesten Zahlen zum annualisierten Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA veröffentlicht, die Aufschluss über die Stärke des Wirtschaftswachstums geben.
Freitag: Inflation und Wachstum aus Japan und Deutschland
Der Freitag startet mit dem Tokioter Verbraucherpreisindex aus Japan, der als Frühindikator für die landesweite Inflationsentwicklung gilt. Am Morgen folgen die deutschen Einzelhandelsumsätze und am Nachmittag die endgültigen Zahlen zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI).
Der HVPI ist die entscheidende Messgröße für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Aus Kanada werden zudem die neuesten Daten zum annualisierten Bruttoinlandsprodukt erwartet, die zeigen, wie sich die Wirtschaft des Landes entwickelt hat.
Sonntag: Stimmung in Chinas Wirtschaft
Den Wochenausklang bilden am Sonntag die offiziellen Einkaufsmanagerindizes (EMI) des Nationalen Statistikbüros (NBS) aus China. Veröffentlicht werden die Werte für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe.
Diese Indizes sind wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität im Reich der Mitte und werden aufgrund der globalen Bedeutung der chinesischen Wirtschaft weltweit genau beobachtet. Werte über 50 deuten auf Expansion, Werte darunter auf eine Kontraktion des jeweiligen Sektors hin.




