OpenAI und Microsoft wollen endlich Profit machen
#Global Markets

OpenAI und Microsoft wollen endlich Profit machen

Author

Esma Sakalli

Die wichtigsten Punkte 

Microsoft und OpenAI haben eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet, die OpenAIs Umwandlung in ein börsennotiertes Unternehmen ermöglichen soll. Microsoft hat bereits mehr als 13 Milliarden US-Dollar investiert und sichert sich durch den neuen Deal auch künftig den Zugang zu OpenAIs Technologien, selbst im Fall von Allgemeiner Künstlicher Intelligenz (AGI). Die Non-Profit-Mutterorganisation soll Anteile im Wert von über 100 Milliarden US-Dollar behalten, während OpenAI mit einem Börsengang frisches Kapital aufnehmen will. Gegen die Pläne laufen Untersuchungen der US-Behörden sowie eine Klage von Elon Musks xAI.

Partnerschaft neu verhandelt – OpenAI rüstet für den Markt

Microsoft und OpenAI haben am 11. September 2025 eine vorläufige Vereinbarung bekanntgegeben, die die Zukunft der Partnerschaft neu ordnen könnte. In einer Absichtserklärung legten beide Seiten fest, die Bedingungen für die „nächste Phase“ ihrer Zusammenarbeit zu definieren. Hintergrund ist OpenAIs Ziel, sich von einer Non-Profit-Struktur in ein klassisches, börsennotiertes Unternehmen zu wandeln. Diese Umstellung gilt als entscheidend, um langfristig Kapital für die Weiterentwicklung von KI-Systemen aufzunehmen.

Der Schritt ist jedoch heikel: Seit der Vereinbarung von 2019 benötigt OpenAI die Zustimmung von Microsoft, das seither mehr als 13 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen investiert hat und am Umsatz von ChatGPT sowie weiteren Produkten beteiligt ist. Die nun unterzeichnete Absichtserklärung öffnet den Weg für eine endgültige Vereinbarung, deren Inhalte noch verhandelt werden. Microsoft und OpenAI haben eine unverbindliche Absichtserklärung unterzeichnet, die OpenAIs Umwandlung in ein börsennotiertes Unternehmen ermöglichen soll.

Microsoft hat bereits mehr als 13 Milliarden US-Dollar investiert und sichert sich durch den neuen Deal auch künftig den Zugang zu OpenAIs Technologien, selbst im Fall von Allgemeiner Künstlicher Intelligenz (AGI). Die Non-Profit-Mutterorganisation soll Anteile im Wert von über 100 Milliarden US-Dollar behalten, während OpenAI mit einem Börsengang frisches Kapital aufnehmen will. Gegen die Pläne laufen Untersuchungen der US-Behörden sowie eine Klage von Elon Musks xAI.

Kapital, Kontrolle und Konflikte

Das geplante Modell sieht vor, dass die ursprüngliche Non-Profit-Organisation weiterhin maßgeblichen Einfluss behält. Sie soll Anteile im Wert von über 100 Milliarden US-Dollar an der neuen Gesellschaft halten und damit als eine der finanziell stärksten philanthropischen Organisationen weltweit agieren. Gleichzeitig will OpenAI den Zugang zu öffentlichen Märkten eröffnen, um sich mit Konkurrenten wie Google DeepMind oder Anthropic messen zu können. Die Vereinbarung sichert Microsoft auch künftig den Zugriff auf OpenAIs Technologien – selbst dann, wenn das Unternehmen sogenannte Allgemeine Künstliche Intelligenz (AGI) erreicht.

In der ursprünglichen Fassung des Vertrags wäre der Zugriff in diesem Fall ausgelaufen. Neu ist nun auch eine Definition von AGI, die es an eine konkrete wirtschaftliche Größe bindet: mindestens 100 Milliarden US-Dollar an generiertem Gewinn. Doch das Vorhaben stößt auf Widerstand. Neben laufenden Untersuchungen der Generalstaatsanwälte von Kalifornien und Delaware hat auch Elon Musk mit seiner Firma xAI Klage eingereicht, weil OpenAI aus seiner Sicht seine ursprüngliche Non-Profit-Mission verlassen habe.

Ein Balanceakt zwischen Markt und Regulierung

Für OpenAI bedeutet das Vorhaben eine Wette auf die Zukunft. Verläuft die Umstrukturierung planmäßig, könnte der Börsengang noch vor Ende 2025 erfolgen. Gelingt das nicht, drohen erhebliche Finanzierungsrisiken, da Milliardenbeträge an zugesagtem Kapital an die Bedingung einer erfolgreichen Umwandlung geknüpft sind. Parallel wächst die Konkurrenz: Neben Microsoft arbeitet auch OpenAI selbst mit anderen Cloud-Anbietern wie Oracle und Google zusammen, um die Abhängigkeit von Microsofts Infrastruktur zu verringern.

Für Microsoft wiederum ist das Abkommen eine strategische Absicherung: Auch wenn sich OpenAI in Zukunft stärker verselbständigt, bleibt der Zugang zu den neuesten Modellen gewährleistet. Die Komplexität der Partnerschaft nimmt damit weiter zu – eine Beziehung, die mit Milliardeninvestitionen begann, nun aber rechtliche, wirtschaftliche und regulatorische Herausforderungen vereint. Klar ist: Dieses Abkommen entscheidet nicht nur über die Zukunft von OpenAI, sondern könnte auch den Kurs der gesamten KI-Branche prägen.

Author

Esma Sakalli

Schlagzeilen

Es wurde noch keine Einwilligung erteilt.

Du musst zuerst zustimmen, um Inhalte von TradingView zu sehen.