Novo Nordisk überrascht – aber die Marge bricht ein
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Novo Nordisk überrascht – aber die Marge bricht ein

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Nikolai Heger

Das Wichtigste in Kürze:

  • Novo Nordisk übertrifft mit 12.21 Milliarden US-Dollar Umsatz den Konsens.
  • Das EPS von 0.96 US-Dollar übertrifft die Prognose um 0.19 US-Dollar.
  • Novo Nordisk erwartet 45 bis 55 Milliarden Dänische Kronen freien Cashflow.

Q2 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz$12.21B$10.89B
EPS$0.96$0.77
Diabetes- und Adipositasversorgung$11.45BN/A
Adipositasversorgung$3.60BN/A
Injizierbares Wegovy$3.03BN/A

Novo Nordisk übertrifft im zweiten Quartal 2026 die Erwartungen

Novo Nordisk hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 12.21 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 78 488 Milliarden Dänischen Kronen erzielt. Analysten hatten 10.89 Milliarden US-Dollar erwartet. Damit übertraf der Pharmakonzern den Konsens um 1.32 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Erlöse um zwei Prozent, bei konstanten Wechselkursen um drei Prozent. Das zugrunde liegende Wachstum erreichte sechs Prozent beziehungsweise sieben Prozent bei konstanten Wechselkursen.

Auch beim Gewinn je Aktie schnitt Novo Nordisk besser ab: Das EPS von 0.96 US-Dollar lag 0.19 US-Dollar über der Prognose von 0.77 US-Dollar. Ein belastbarer Vorjahresvergleich für dieses EPS liegt nicht vor. Das berichtete verwässerte Ergebnis je Aktie sank dagegen um 20 Prozent auf 4.75 Dänische Kronen, während das bereinigte EPS 6.18 Dänische Kronen erreichte. Der Nettogewinn fiel um 21 Prozent auf 3.27 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 20 989 Milliarden Dänische Kronen. Bereinigt stieg er um fünf Prozent auf 4.27 Milliarden US-Dollar oder 27 421 Milliarden Dänische Kronen.

Novo Nordisks Wachstumstreiber: Adipositas und Ausland

Die Diabetes- und Adipositasversorgung blieb mit 11.45 Milliarden US-Dollar und einem Umsatzplus von sechs Prozent das wichtigste Geschäft. Für das Segment lag keine Konsensprognose vor. Besonders stark entwickelte sich die Adipositasversorgung: Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 3.60 Milliarden US-Dollar und bei konstanten Wechselkursen um 16 Prozent. Das injizierbare Wegovy verzeichnete dagegen lediglich ein Wachstum von ein Prozent auf 3.03 Milliarden US-Dollar. Die neue Wegovy-Tablette steuerte 501 Millionen US-Dollar beziehungsweise 3218 Milliarden Dänische Kronen bei; Vorjahreswert und Analystenschätzung waren nicht verfügbar. Saxenda sank um 46 Prozent auf 70 Millionen US-Dollar, bei konstanten Wechselkursen um 47 Prozent.

Die Diabetesversorgung wuchs um zwei Prozent auf 7.84 Milliarden US-Dollar, ohne verfügbare Konsensschätzung. Bei konstanten Wechselkursen betrug das Plus drei Prozent. Ozempic erreichte 4.88 Milliarden US-Dollar, ein Plus von drei Prozent beziehungsweise fünf Prozent bei konstanten Wechselkursen. Insuline legten wechselkursbereinigt um sechs Prozent zu. Dagegen sanken Rybelsus und die Ozempic-Tablette um vier Prozent, Victoza um 74 Prozent. International stieg der Umsatz wechselkursbereinigt um zehn Prozent, angeführt von Europa und Kanada mit 17 Prozent sowie China mit 13 Prozent. Die bereinigten US-Aktivitäten wuchsen um vier Prozent.

Analyse zu Novo Nordisk

Die Ergebnisqualität von Novo Nordisk fällt zweigeteilt aus. Der Bruttogewinn sank um vier Prozent auf 61 388 Milliarden Dänische Kronen. Gleichzeitig fiel die Bruttomarge von 82.5 Prozent auf 78.2 Prozent. Der berichtete operative Gewinn sank um 19 Prozent auf 27 061 Milliarden Dänische Kronen. Bei konstanten Wechselkursen betrug das Minus 16 Prozent. Die operative Marge erreichte damit 34.5 Prozent.

Bereinigt um Sondereffekte zeigt sich ein deutlich stabileres Bild: Der operative Gewinn stieg um acht Prozent auf 33 389 Milliarden Dänische Kronen und wechselkursbereinigt um elf Prozent. Die bereinigte operative Marge lag bei 42.5 Prozent. Hauptbelastung waren nicht zahlungswirksame Wertminderungen von 6.3 Milliarden Dänischen Kronen, darunter 4.0 Milliarden Dänische Kronen für Monlunabant, sowie ein ungünstiger Vorjahresvergleich. Tatsächlicher Free Cashflow und operativer Cashflow wurden für das Quartal nicht ausgewiesen; entsprechend sind auch keine Vorjahresveränderungen verfügbar. Für Anleger mildern die bereinigte Profitabilität und das deutliche Übertreffen der EPS-Prognose den Margenrückgang, beseitigen aber nicht die Risiken durch Produktmix und US-Preisdruck.

Elliot-Wellen-Analyse für Novo Nordisk A/S


Elliot-Wellen-Analyse Chart


Novo Nordisk: Ausblick und Prognose

Novo Nordisk hob den Ausblick für 2026 an, erwartet aber weiterhin ein schwieriges Marktumfeld. Das Management prognostiziert für den bereinigten Umsatz bei konstanten Wechselkursen eine Veränderung zwischen 0 Prozent und minus sechs Prozent. Das berichtete Wachstum in Dänischen Kronen dürfte etwa einen Prozentpunkt niedriger ausfallen. Für den bereinigten operativen Gewinn gilt ebenfalls eine Spanne von 0 Prozent bis minus sechs Prozent bei konstanten Wechselkursen; berichtet wird ein um rund zwei Prozentpunkte schwächeres Wachstum erwartet.

Zugleich rechnet Novo Nordisk mit einem finanziellen Nettoverlust von etwa 1.1 Milliarden Dänischen Kronen und einer effektiven Steuerquote zwischen 21 Prozent und 23 Prozent. Die Investitionsausgaben sollen rund 55 Milliarden Dänische Kronen erreichen. Die Free-Cashflow-Prognose wurde auf 45 bis 55 Milliarden Dänische Kronen angehoben. Der Ausblick signalisiert damit solide Liquidität, zugleich aber anhaltenden Druck durch langsameres US-Wachstum, Wechselkurse und einen ungünstigeren Produktmix.

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Novo Nordisk A/S Fundamentaldaten - Jahresabschlüsse

   

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