Das Wichtigste in Kürze:
- Umsatz von 7.3 Milliarden US-Dollar lag 0.9 Milliarden US-Dollar über den Erwartungen.
- EPS von 2.90 US-Dollar übertraf den Konsens um 0.83 US-Dollar.
- Freier Cashflow stieg um 161 Prozent auf 3.1 Milliarden US-Dollar.
| Q1 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | $7.3B | $6.4B |
| EPS | $2.90 | $2.07 |
| Lihir | $0.6B | $0.6B |
| Cadia | $0.5B | $0.5B |
| Tanami | $0.4B | $0.4B |
Newmont liegt deutlich über den Erwartungen:
Newmont hat im Q1 2026 deutlich besser abgeschnitten als vom Markt erwartet. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 46 Prozent auf 7.3 Milliarden US-Dollar und lag damit klar über dem Analystenkonsens von 6.4 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf Newmont die Erwartungen um 0.9 Milliarden US-Dollar.
Noch deutlicher fiel die Gewinnüberraschung aus: Das EPS erreichte 2.90 US-Dollar nach Erwartungen von 2.07 US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 132 Prozent, der Konsens wurde um 0.83 US-Dollar übertroffen. Treiber war vor allem der deutlich höhere realisierte Goldpreis von 4900 US-Dollar je Unze nach 4216 US-Dollar im Vorquartal.
Der Nettogewinn stieg auf 3.3 Milliarden US-Dollar. Newmont profitierte damit nicht nur von der Preisentwicklung, sondern auch von einer robusten operativen Ausführung und einer breiteren Beitragsbasis über mehrere Minen hinweg.
Yanacocha und Nevada Gold Mines im Fokus
Bei den wichtigsten Assets zeigte Newmont im Q1 ein gemischtes, insgesamt aber stabiles Bild. Nevada Gold Mines blieb mit 1.2 Milliarden US-Dollar Umsatz das größte Einzelasset des Konzerns und traf damit exakt die Markterwartung. Im Jahresvergleich legte der Standort um neun Prozent zu und unterstrich seine Bedeutung als verlässlicher Anker im Portfolio von Newmont.
Besonders positiv fiel Yanacocha auf. Das Asset erzielte 0.7 Milliarden US-Dollar Umsatz, ebenfalls im Rahmen der Erwartungen, und wuchs gegenüber dem Vorjahr um 37 Prozent. Damit half Yanacocha, schwächere Beiträge anderer Standorte wie Boddington, Lihir oder Peñasquito teilweise auszugleichen.
Wichtig für die Margen war zudem die Stärke der Beiprodukte. Höhere Silber-, Kupfer-, Blei- und Zinkmengen sowie bessere Preise, vor allem in Peñasquito und Cadia, drückten die Gold-By-Product-CAS auf 541 US-Dollar je Unze und die Gold-By-Product-AISC auf 1029 US-Dollar je Unze.
Einordnung & Analyse
Für Anleger ist vor allem die Qualität des Ergebnisses relevant. Der operative Cashflow stieg im Q1 2026 um 86 Prozent auf 3.8 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow stieg um 161 Prozent auf 3.1 Milliarden US-Dollar. Das signalisiert, dass der Gewinnanstieg nicht nur bilanziell, sondern auch liquiditätsseitig stark untermauert ist.
Hinzu kommen sehr hohe Margen. Die Bruttomarge lag bei 73.5 Prozent, die operative Marge bei 61.1 Prozent. In Kombination mit einem Nettogewinn von 3.3 Milliarden US-Dollar zeigt das, wie stark Newmont aktuell von höheren Goldpreisen profitiert. Gleichzeitig wirkten Kostendisziplin, niedrigere direkte Kosten an mehreren Standorten und geringere Sustaining-Ausgaben im Quartal unterstützend.
Mit 8.8 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und 3.2 Milliarden US-Dollar Nettoliquidität verfügt Newmont zudem über erheblichen finanziellen Spielraum. Hinzu kommt das laufende Kapitalrückführungsprogramm mit bereits 2.4 Milliarden US-Dollar an Rückkäufen seit dem letzten Earnings-Call.
Ausblick & Prognose
Für das zweite Quartal signalisiert Newmont ein etwas anspruchsvolleres Kostenbild. Das Management erwartet, dass die zurechenbare Produktion im Q2 rund 23 Prozent des Gesamtjahresausstoßes 2026 ausmachen wird und damit leicht unter dem Niveau des ersten Quartals liegt. Gleichzeitig sollen die Stückkosten gegenüber dem Vorquartal spürbar steigen.
Als Belastungsfaktoren nennt Newmont höhere Sustaining- und Entwicklungsinvestitionen, niedrigere Silberproduktion, Änderungen bei Lizenzabgaben in Ghana sowie eine temporäre Störung in Cadia. Auch die Kapitalausgaben dürften im Q2 zunehmen. Das spricht dafür, dass die außergewöhnlich starke Cashflow-Dynamik aus dem ersten Quartal kurzfristig nicht eins zu eins fortgeschrieben werden kann.
Trotzdem hat Newmont die Jahresprognose für 2026 bestätigt. Zusammen mit dem zusätzlichen Aktienrückkaufprogramm über 6.0 Milliarden US-Dollar bleibt das Signal an den Markt positiv: Newmont sieht sich operativ und bilanziell stark genug, um höhere kurzfristige Kosten abzufedern.
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