Netflix-Aktie legt starke Quartalszahlen vor und bleibt auf Wachstumskurs
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Netflix-Aktie legt starke Quartalszahlen vor und bleibt auf Wachstumskurs

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Muriel Ayari

Das Wichtigste in Kürze:

  • Netflix verfehlt mit 12.56 Milliarden US-Dollar Umsatz knapp die Erwartungen.
  • Netflix steigert das EPS um elf Prozent auf 0.80 US-Dollar.
  • Netflix erwartet 2026 rund 12.5 Milliarden US-Dollar freien Cashflow.

Q2 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz$12.56B$12.57B
EPS$0.80$0.79
Vereinigte Staaten und Kanada$5.43B$5.5B
Europa, Naher Osten und Afrika$4.03B$4.04B
Lateinamerika$1.58B$1.5B

Netflix-Zahlen zum zweiten Quartal 2026: Umsatz knapp unter Konsens

Netflix hat im zweiten Quartal 2026 die Gewinnerwartungen leicht übertroffen, beim Umsatz jedoch eine knappe Verfehlung verbucht. Die Erlöse stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13.4 Prozent auf 12.56 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten 12.57 Milliarden US-Dollar erwartet, womit Netflix den Konsens um 10.1 Millionen US-Dollar verfehlte.

Der Gewinn je Aktie erreichte 0.80 US-Dollar und lag damit 0.01 US-Dollar über der Prognose von 0.79 US-Dollar. Im Jahresvergleich erhöhte sich das EPS um elf Prozent. Unter dem Strich erwirtschaftete Netflix einen Nettogewinn von 3.40 Milliarden US-Dollar.

Das Umsatzwachstum beruhte auf steigenden Mitgliederzahlen, Preiserhöhungen und höheren Werbeerlösen. Die jüngsten Preisanpassungen entwickelten sich laut Management wie erwartet. In den Vereinigten Staaten und Kanada war allerdings erst ein Teil des Quartals von den höheren Preisen geprägt, sodass weitere Effekte in den kommenden Berichtsperioden sichtbar werden könnten.

Internationale Märkte stützen das Netflix-Wachstum

Die regionale Entwicklung zeigt ein robustes, aber nicht durchgehend überraschendes Quartal. In den Vereinigten Staaten und Kanada erzielte Netflix 5.43 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von zehn Prozent. Damit blieb die wichtigste Region um 70 Millionen US-Dollar unter der Analystenschätzung von 5.5 Milliarden US-Dollar.



Europa, der Nahe Osten und Afrika wuchsen um 14 Prozent auf 4.03 Milliarden US-Dollar. Der Konsens von 4.04 Milliarden US-Dollar wurde lediglich um zehn Millionen US-Dollar verfehlt. Die Region überschritt dennoch erstmals die Marke von vier Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz. Lateinamerika legte um 21 Prozent zu, Asien-Pazifik um 16 Prozent. Damit meldeten alle Regionen zweistellige Zuwachsraten.

Unterstützung kam von einem global diversifizierten Programm mit Titeln wie „I Will Find You“, „Swapped“ und „Apex“. Die Sehdauer stieg im ersten Halbjahr trotz Olympia und Fußball-Weltmeisterschaft um zwei Prozent. Live-Formate erzielten zudem überproportional viele Neuanmeldungen.

Einordnung und Analyse für Netflix

Die Ergebnisqualität fällt gemischt aus. Netflix erwirtschaftete einen freien Cashflow von 1.53 Milliarden US-Dollar, 32.7 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Der operative Cashflow sank zugleich um 28.0 Prozent auf 1.74 Milliarden US-Dollar. Damit entwickelte sich die Liquiditätsgenerierung deutlich schwächer als Umsatz und Gewinn, was Investoren trotz des EPS-Erfolgs im Blick behalten dürften.

Auf Ergebnisebene bleibt das Geschäftsmodell hochprofitabel. Die Bruttomarge lag bei 51.9 Prozent, die operative Marge erreichte 33.4 Prozent. Zusammen mit dem Nettogewinn von 3.40 Milliarden US-Dollar unterstreicht dies die Preissetzungsmacht und Skalierbarkeit der Plattform.

Für Netflix wird Werbung zunehmend zum zweiten Wachstumsmotor neben Abonnements und Preisen. KI-gestützte Werbewerkzeuge, die eigene Ads Suite, programmatischer Zugang und mehr Live-Events erweitern das Angebot. Der knappe Umsatzrückstand zum Konsens ist daher weniger kritisch als der Cashflow-Rückgang. Entscheidend bleibt, ob Netflix die hohe Marge bei steigenden Content- und Werbeinvestitionen verteidigen kann.


Elliot-Wellen-Analyse Chart


Ausblick und Prognose für Netflix

Für das dritte Quartal 2026 stellt Netflix einen Umsatz von 12.86 Milliarden US-Dollar in Aussicht, entsprechend einem Wachstum von 11.7 Prozent. Das operative Ergebnis soll 4.27 Milliarden US-Dollar erreichen, während die operative Marge mit 33.2 Prozent nahezu auf dem Niveau des zweiten Quartals bleiben dürfte. Beim Nettogewinn erwartet das Management 3.45 Milliarden US-Dollar und beim verwässerten Gewinn je Aktie 0.82 US-Dollar.

Für das Gesamtjahr engte Netflix die Umsatzprognose auf 51.0 bis 51.4 Milliarden US-Dollar ein. Das entspräche einem Wachstum von 13 bis 14 Prozent. Bestätigt wurden zudem eine operative Marge von 31.5 Prozent und ein freier Cashflow von rund 12.5 Milliarden US-Dollar.

Die Werbeerlöse sollen sich 2026 ungefähr verdoppeln und rund drei Milliarden US-Dollar erreichen. Ein langsamerer Anstieg der Content-Abschreibungen im zweiten Halbjahr soll außerdem ein Wachstum des operativen Ergebnisses von mehr als 20 Prozent im Gesamtjahr ermöglichen. Der Ausblick signalisiert damit anhaltende Profitabilität trotz moderaterer Umsatzdynamik.

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