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über die vergangenen Tage hat sich der Konflikt zwischen Iran und den USA ein weiteres Mal zugespitzt. Iranische Drohnen hatten am Montag einen Apache-Hubschrauber der US-Armee nahe der Küste Omans abgeschossen, worauf US-Streitkräfte in den vergangenen Stunden mit Präzisionsschlägen auf iranische Kommunikationsnetze, Luftabwehr und Radarstellungen reagierten. Präsident Donald Trump drohte mit weiteren harten Attacken, während Teheran die Schließung der Straße von Hormuz ankündigte. Vor wenigen Stunden deuteten dann wieder erste Signale auf eine mögliche Einigung hin – mit Folgen für die globalen Finanzmärkte.
Iran soll "den Preis bezahlen": Was plant Trump?
Nach dem Abschuss des US-Hubschraubers am Montag, bei dem die beiden Crew-Mitglieder gerettet werden konnten, meldeten iranische Quellen am Wochenende Bombardements auf Infrastruktur und Wasserspeicher in der Provinz Hormozgan, die rund 20 000 Menschen von der Versorgung abschnitten. Irans Präsident Masoud Pezeshkian reagierte mit scharfer Kritik: „Dialog bedeutet nicht Kapitulation. Die Islamische Republik Iran führt Gespräche mit Würde, Souveränität und unter Wahrung der nationalen Rechte.“
Trump wiederum schrieb auf Truth Social, die Verhandlungen hätten „zu lange“ gedauert, Iran müsse nun „den Preis bezahlen“. Der Iran gab die neuerliche Schließung der Straße von Hormuz bekannt, die US-Ölsorte WTI stieg nach einer leichten Abkühlung in den letzten Tagen prompt zurück in Richtung 95 US-Dollar. Die Ölpreis-Rallye war aber nicht von langer Dauer. Trotz der militärischen Härte zeichnet sich seit wenigen Stunden eine mögliche Deeskalation ab. Vermittler aus Katar und Pakistan berichteten von intensiven Gesprächen, Trump deutete an, man sei „einem Deal nahe“.
Irans Präsident Pezeshkian betonte in einer früheren Stellungnahme, man entwickle „keine Nuklearwaffen“ und wolle „keine Instabilität in der Region“. Dennoch bleiben die Spannungen hoch – auch an der Börse, wo sich die Unsicherheit unmittelbar widerspiegelte. Der S&P 500 schloss gestern mit einem Minus von rund 1.7 Prozent bei 7267 Punkten, der Nasdaq-100 rutschte fast zwei Prozent auf 28 508 Zähler ab und fiel damit deutlich unter die kürzlich eroberte 30 000er-Marke.
Angst vor der Fed:
KI-Performer bluten, Bitcoin stürzt ab
Besonders betroffen waren Technologie- und KI-Werte: Cloudflare verlor etwa sieben Prozent, Qualcomm und Broadcom jeweils rund fünf bis sieben Prozent, Marvell Technology 5.35 Prozent und Micron Technology 4.7 Prozent. Der WTI-Ölpreis kletterte zunächst Richtung 95 Dollar, fiel dann aber auf etwa 91 Dollar zurück. Weiteren Druck auf Risiko-Anlagen übte am gestrigen Mittwoch noch die US-Inflationsmeldung aus, die zwar im Konsens lag, aber den höchsten Wert seit Mai 2023 erreichte.
Bitcoin stolperte erneut auf knapp über 60 000 Dollar, Ethereum setzte auf rund 1600 Dollar zurück. Die am Mittwoch veröffentlichte US-Inflationsmeldung mit einem Anstieg auf 4.2 Prozent im Jahresvergleich – getrieben vor allem durch den Energie-Schock infolge des Konflikts – verstärkt die Sorgen vor einer neuerlichen geldpolitischen Straffung der Fed. Investoren fürchten, dass anhaltende geopolitische Risiken und höhere Energiepreise die Zinsfantasien dämpfen könnten. Ob die angedeutete Einigung im Nahen Osten die Märkte nachhaltig beruhigen kann, bleibt abzuwarten.
HKCM-Tops und -Flops
Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent
| LVMH | +3.47 |
T-Mobile US | +3.39 |
Cisco | +5.50 |
Cloudflare | -6.97 |
Qualcomm | -6.92 |
| Caterpillar | -6.40 |
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