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das erste FOMC-Meeting unter dem neuen US-Notenbankchef Kevin Warsh ist gestern Abend ohne Zinsänderung zu Ende gegangen – und hat die Märkte dennoch kräftig bewegt. Die Federal Reserve beließ den Leitzins bei 3.5 bis 3.75 Prozent, deutete aber gleichzeitig eine mögliche Zinserhöhung noch in diesem Jahr an. Warsh gilt als Favorit von US-Präsident Donald Trump für künftige geldpolitische Lockerungen und ist zugleich der wohl reichste Fed-Chef aller Zeiten. Parallel unterzeichneten die USA und der Iran eine erste Friedensvereinbarung zur Beendigung des Krieges. Bitcoin und der US-Aktienmarkt gerieten unter Druck.
Warsh baut die Fed um: FOMC-Dämpfer kollidiert mit Iran-Frieden
Die Entscheidung der Notenbank fiel einstimmig aus. Dennoch überraschte die Fed mit einem insgesamt deutlich strafferen Ton. Die neue Projektion der Währungshüter zeigt ein gespaltenes Bild: Neun Mitglieder erwarten stabile oder leicht sinkende Zinsen, neun andere rechnen mit mindestens einer Zinserhöhung. Der Median der Prognosen deutet derzeit auf einen zusätzlichen Zinsschritt um 0.25 Prozentpunkte bis Jahresende hin.
Eine Besonderheit des Treffens war der Umgang mit dem sogenannten Dot Plot. Dabei veröffentlicht die Fed normalerweise die Zinserwartungen aller Mitglieder für die kommenden Jahre. Kevin Warsh verzichtete jedoch bewusst auf eine eigene Prognose. Schon lange kritisiert er diese Form der Vorabkommunikation, weil sie die Notenbank unnötig festlege und spätere Kursänderungen erschwere. Seine Kollegen durften ihre Einschätzungen dagegen wie gewohnt veröffentlichen.
Warsh kündigte außerdem einen umfassenden Umbau der Notenbank an. Gleich fünf neue Arbeitsgruppen sollen künftig unter anderem die Kommunikation der Fed, ihre Inflationsstrategie, den Einfluss künstlicher Intelligenz sowie die verwendeten Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten überprüfen. Gleichzeitig fiel die offizielle Erklärung nach der Sitzung mit nur 130 Wörtern so kurz aus wie seit Jahren nicht mehr. Beobachter sehen darin den Beginn eines neuen Kommunikationsstils.
Trotz Iran-Frieden: Bitcoin stürzt ab, Aktien unter Druck
Begleitet wurde das Treffen von einer wichtigen geopolitischen Entwicklung. Die Präsidenten der USA und des Iran unterzeichneten eine erste Vereinbarung zur Beendigung des Krieges. Das Abkommen sieht die Wiederöffnung der Straße von Hormus und ein milliardenschweres Wiederaufbauprogramm für den Iran vor, während über das Atomprogramm noch bis zu 60 Tage weiterverhandelt werden soll. Für diesen Zeitraum sollen Schiffe die Meerenge ohne zusätzliche Gebühren passieren können, danach sind neue Abgaben jedoch nicht ausgeschlossen.
An den Finanzmärkten überwog nach dem Fed-Meeting zunächst die Skepsis. Der S&P 500 verlor rund ein Prozent und schloss bei 7420 Punkten, der Nasdaq-100 fiel auf 29 670 Punkte. Der DAX hielt sich dagegen weiter in Schlagdistanz zur Marke von 25 000 Punkten. Bitcoin rutschte auf 63 650 US-Dollar zurück, Ethereum auf rund 1730 Dollar. Auch der Ölpreis gab nach: Die US-Rohölsorte WTI notierte rund um die Unterzeichnung der Einigung zwischen Washington und Teheran bei etwa 75 Dollar je Barrel.
HKCM-Tops und -Flops
Wertsteigerung am vergangenen Handelstag in Prozent
| Robinhood | +8.78 |
| Samsung | +4.62 |
| Broadcom | +4.30 |
| C3.ai | -5.86 |
Accenture | -5.75 |
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