Merck und Pfizer legen Quartalszahlen vor und dämpfen Erwartungen für 2026
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Merck und Pfizer legen Quartalszahlen vor und dämpfen Erwartungen für 2026

Author

Muriel Ayari

Das Wichtigste in Kürze

  • Merck überzeugt im Quartal, doch der Gewinnblick für 2026 enttäuscht Anleger.
  • Pfizer übertrifft Erwartungen, leidet aber unter dem Rückgang der Pandemieerlöse.
  • Beide Aktien reagieren vorbörslich mit Kursverlusten.

Quartalszahlen treffen auf kritische Erwartungen

Die neuesten Geschäftszahlen zweier großer Pharmakonzerne rücken erneut die Frage nach der künftigen Ertragskraft in den Fokus. Können solide Ergebnisse die Sorgen über das Jahr 2026 überdecken, oder überwiegt der Blick nach vorne?

Merck präsentierte für das vierte Quartal 2025 Ergebnisse, die leicht über den Markterwartungen lagen. Der Umsatz entwickelte sich stabil, wobei das Krebsmedikament Keytruda weiterhin den größten Beitrag leistete. Mit einem Jahresumsatz von rund 31.7 Milliarden US-Dollar bleibt es das zentrale Wachstumselement im Konzern. Belastend wirkte jedoch der Ausblick auf das laufende Jahr. Für 2026 stellt das Management einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 5.00 bis 5.15 US-Dollar in Aussicht und liegt damit deutlich unter den bisherigen Markterwartungen. Als wesentlicher Faktor gilt eine einmalige Belastung im Zusammenhang mit der Übernahme von Cidara. Die Aktie reagierte im vorbörslichen Handel entsprechend schwächer.

Pfizer ringt mit dem Übergang nach der Pandemie

Auch Pfizer konnte die Erwartungen für das abgelaufene Quartal übertreffen. Dennoch zeigt sich auf Jahressicht ein Umsatzrückgang von etwa drei Prozent. Ausschlaggebend sind vor allem rückläufige Erlöse aus COVID-bezogenen Produkten sowie der Verlust von Patentschutz bei mehreren etablierten Medikamenten. Für 2026 bestätigte das Unternehmen seine Prognose mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 2.80 und 3.00 US-Dollar. Der Umsatz soll in einer Spanne von 59.5 bis 62.5 Milliarden US-Dollar liegen. Trotz dieser Planung reagierte der Markt verhalten, was sich in vorbörslichen Abschlägen widerspiegelte.

Einordnung für Investoren

Für Investoren zeigt sich ein vertrautes Bild. Die aktuellen Zahlen liefern kurzfristige Stabilität, doch der Blick auf 2026 bleibt entscheidend für die Bewertung. Merck muss nach der Übernahme steigende Kosten abfedern, während Pfizer den strukturellen Wandel nach der Pandemie bewältigt.

Für Trader rückt damit weniger das vergangene Quartal in den Mittelpunkt, sondern die Frage, wie glaubwürdig die mittelfristigen Ertragsperspektiven sind und wie sensibel die Aktien auf weitere Anpassungen der Prognosen reagieren.

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FAQ

Was macht die Firma Merck?

Merck entwickelt und vertreibt Arzneimittel, Impfstoffe und Therapien, mit einem Schwerpunkt auf Onkologie, Impfprävention und Infektionskrankheiten.

Welches Medikament machte Pfizer berühmt?

International bekannt wurde Pfizer vor allem durch den COVID-Impfstoff, der gemeinsam mit einem Partner entwickelt wurde und weltweit eingesetzt wurde.

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Muriel Ayari

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