Mercedes-Benz verzeichnet drastischen Gewinneinbruch im zweiten Quartal
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Mercedes-Benz verzeichnet drastischen Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Author

Esma Sakalli

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

 

Umsatz: 33.153 Mio. Euro  (↓ 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr)

GAAP-Nettogewinn (Q2): 957 Mio. Euro (↓ rund 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr)

Konzerngewinn H1 2025: ca. 2.7 Mrd. Euro (↓ 55 Prozent gegenüber 6.1 Mrd. Euro im H1 2024)

Pkw-Absatz weltweit (Q2): 454.000 Fahrzeuge (↓ 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr)

Gewinneinbruch im zweiten Quartal 

Die Mercedes-Benz Quartalszahlen 2025 machen die gegenwärtigen Herausforderungen des Premium-Autobauers deutlich: Im zweiten Quartal 2025 ist der Gewinn des Konzerns drastisch eingebrochen. Unterm Strich verdiente Mercedes-Benz von April bis Juni nur noch 957 Millionen Euro, rund zwei Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit setzte sich der Abwärtstrend fort – im ersten Halbjahr 2025 summierte sich der Gewinnrückgang auf etwa 55 Prozent (Konzernergebnis ca. 2.7 Mrd. Euro gegenüber 6.1 Mrd. Euro im Vorjahr).

Hauptgründe für die Einbußen sind neue US-Importzölle sowie eine Nachfrageschwäche in China, die den Absatz drücken. Zusätzlich belasteten Sondereffekte wie Abschreibungen auf verkaufte Geschäftsbereiche (u.a. ein Werk in Argentinien) und Rückstellungen für ein Sparprogramm das Ergebnis.

US-Handelskonflikt belastet die Marge

Seit Anfang des Jahres wird Mercedes-Benz von einem wieder aufgeflammten Handelskonflikt mit den USA in Mitleidenschaft gezogen. Washington erhebt nun auf Autoimporte aus der EU deutlich höhere Zölle – zeitweise 27.5 Prozent – was den Gewinn der deutschen Hersteller empfindlich schmälert.

Mercedes-Benz entschied sich, diese Kosten nicht an die Kunden weiterzugeben, um seine Marktposition in den USA nicht zu gefährden. Die Kehrseite: Die Profitabilität in diesem wichtigen Markt sank erheblich. Im zweiten Quartal halbierte sich die Umsatzrendite (operative Marge) im Pkw-Geschäft auf etwa 5.1 Prozent. Ohne den Zoll-Effekt hätte sie nach Unternehmensangaben bei rund 6.6 Prozent gelegen.

Absatzrückgang und China-Flaute bremsen Wachstum

Neben den Zollkosten bereitet vor allem das schwache China-Geschäft Mercedes-Benz große Sorgen. China ist traditionell der größte Einzelmarkt des Konzerns, aber derzeit steckt die Nachfrage dort in einer Konjunkturflaute. Von April bis Juni 2025 verkaufte Mercedes weltweit knapp 454.000 Fahrzeuge, gut 9 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders China trug zu diesem Rückgang bei: Im dortigen Markt brachen die Verkäufe im zweiten Quartal um rund 19 Prozent ein.

Neue Prognosen und Sparmaßnahmen

Angesichts dieser Herausforderungen hat Mercedes-Benz einen neuen Jahresausblick veröffentlicht. Der Pkw-Absatz soll mit ungefähr 1.8 Millionen Fahrzeugen deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Die bereinigte Rendite wird auf vier bis sechs Prozent sinken, verglichen mit acht Prozent im Vorjahr. Der Zolleffekt wird die Marge um 1.5 Prozentpunkte senken, so die Schätzungen des Unternehmens.

Um den finanziellen Herausforderungen zu begegnen, hat Mercedes-Benz ein Sparprogramm aufgelegt, das bis 2027 jährliche Einsparungen von fünf Milliarden Euro anstrebt. Dies soll unter anderem durch einen Stellenabbau und die Senkung von Produktions- und Fixkosten um zehn Prozent erreicht werden. Bereits im letzten Jahr hatte das Unternehmen einen Gewinneinbruch verzeichnet, was die Notwendigkeit für solche Maßnahmen unterstreicht.

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Esma Sakalli

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