Das Wichtigste in Kürze:
- MARA Holdings verfehlte den Umsatzkonsens um 7.3 Millionen US-Dollar.
- EPS lag mit -3.31 US-Dollar unter erwarteten -1.41 US-Dollar.
- Active Hashrate stieg um 33 Prozent auf 72.2 EH/s.
| Q1 2026 Quartalsergebnisse | Ist-Wert | Schätzung |
|---|---|---|
| Umsatz | $174.6M | $181.9M |
| EPS | -$3.31 | -$1.41 |
MARA Holdings Earnings: Erstes Quartal 2026 klar unter den Erwartungen
MARA Holdings hat im ersten Quartal 2026 die Erwartungen der Analysten klar verfehlt. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 174.6 Millionen US-Dollar und lag damit unter dem Konsens von 181.9 Millionen US-Dollar. Das entspricht einer negativen Abweichung von 7.3 Millionen US-Dollar. Hauptgrund war ein 18 Prozent niedrigerer durchschnittlicher Bitcoin-Preis im Quartal, der die Mining-Ökonomie direkt belastete.
Noch deutlicher fiel die Enttäuschung beim Ergebnis aus. Der Verlust je Aktie lag bei -3.31 US-Dollar, während Analysten nur -1.41 US-Dollar erwartet hatten. MARA Holdings verfehlte die EPS-Schätzung damit um 1.90 US-Dollar; gegenüber dem Vorjahr verschlechterte sich das EPS um 114 Prozent. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 1.3 Milliarden US-Dollar, vor allem wegen einer Fair-Value-Belastung auf digitale Vermögenswerte.
MARA Holdings: Mining-Umsatz, Bitcoin-Verkäufe und Hashrate im Fokus
Das wichtigste Segment, Digital Asset Mining Revenue, erzielte 174.6 Millionen US-Dollar und blieb damit unter den erwarteten 181.9 Millionen US-Dollar. Im Jahresvergleich entspricht das einem Rückgang von 18 Prozent. Der Bitcoin Production Value lag bei 171.4 Millionen US-Dollar; eine Analystenschätzung und ein Vorjahresvergleich wurden in der vorläufigen Mitteilung nicht veröffentlicht.
Auffällig war die Rolle der Bitcoin-Verkäufe als Liquiditätsquelle. MARA Holdings verkaufte 20 880 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Preis von 70 137 US-Dollar und erzielte daraus Erlöse von 1.5 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig produzierte das Unternehmen 2247 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Preis von 76 288 US-Dollar. Operativ zeigte sich dennoch Skalierung: Die aktive Hashrate stieg um 33 Prozent von 54.3 EH/s auf 72.2 EH/s, während Erwartungen hierzu nicht offengelegt wurden.
Analyse für MARA Holdings
Die Zahlen von MARA Holdings zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen operativem Ausbau und finanzieller Ergebnisqualität. Der Free Cash Flow wurde in der vorläufigen Veröffentlichung nicht offengelegt; auch ein Vorjahresvergleich zum Free Cash Flow wurde nicht veröffentlicht. Gleiches gilt für den Operating Cash Flow und dessen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt für Investoren offen, wie stark das Kerngeschäft im Quartal tatsächlich liquide Mittel generierte oder verbrauchte.
Auch Bruttomarge und operative Marge wurden nicht offengelegt, was die kurzfristige Profitabilitätsanalyse erschwert. Klar ist jedoch: Das bereinigte EBITDA lag bei minus einer Milliarde US-Dollar und verschlechterte sich um 107 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der negative Digital Asset Fair-Value Mark von minus einer Milliarde US-Dollar spiegelt den 22 Prozent-Rückgang von Bitcoin zwischen dem 31. Dezember 2025 und dem 31. März 2026 wider. Für Anleger bleibt MARA Holdings damit stark vom Bitcoin-Preis abhängig.
Elliot-Wellen-Analyse für MARA Holdings,
→ Minen
Ausblick und Prognose
MARA Holdings gab keine konkrete Finanzprognose für das nächste Quartal ab. Damit fehlen dem Markt kurzfristige Leitplanken für Umsatz, Ergebnis, Cashflow und Margen. Nach dem deutlichen Verfehlen der Erwartungen bei 174,6 Millionen US-Dollar Umsatz und -3,31 US-Dollar EPS dürfte der Fokus der Analysten nun stärker auf Liquidität, Bitcoin-Beständen und Kostenkontrolle liegen.
Strategisch setzt MARA Holdings auf eine stärkere Kontrolle der Energieinfrastruktur. Die geplante Übernahme von Long Ridge Energy & Power, einem flexiblen Rechenzentrums-Campus mit 505 MW, soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Das Management erwartet, dass die Transaktion unmittelbar cashflow-positiv wirkt. Für Anleger ist das ein wichtiger Punkt: Gelingt die Integration, könnte MARA Holdings unabhängiger von externen Energiekosten werden und bei einer Erholung des Bitcoin-Preises operativen Hebel freisetzen.
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