Das Wichtigste in Kürze:
- Schwache Lieferzahlen schicken XPeng auf ein Mehrjahrestief
- Robotik-Sparte sammelt am selben Tag 900 Millionen Dollar ein
- Wir sind bei XPeng eingestiegen
Ein Roboter für 6,3 Milliarden Dollar, der noch nichts verkauft hat
Die Aktie des chinesischen Elektroauto- und Robotik-Herstellers XPeng notiert aktuell bei gut zwölf US-Dollar. Im Herbst 2025 waren es noch fast 28, ein Verlust von mehr als der Hälfte binnen weniger Monate. Mitten in diesem Absturz sorgt ausgerechnet ein humanoider Roboter für Aufsehen, der gerade mit Milliarden bewertet wird
Was diesen Absturz erklärt, zeigte sich an einem einzigen Tag, dem 24. August 2026. Die Quartalszahlen fielen zwiespältig aus: Der Umsatz legte um acht Prozent zu, doch der Verlust wuchs gegenüber dem Vorjahr deutlich, und die Prognose fürs dritte Quartal blieb rund 15 Prozent unter dem, was die Wall Street erwartet hatte. Die Aktie wurde infolge der Veröffentlichung um sieben Prozent abverkauft.
Fast im selben Atemzug kam eine ganz andere Meldung: XPengs Robotik-Sparte hatte gerade über 900 Millionen Dollar eingesammelt, bei einer Bewertung von mehr als 6.3 Milliarden Dollar, die größte private Finanzierungsrunde, die Chinas Robotik-Branche bislang gesehen hat. Inmitten dieser Turbulenzen haben unsere Abonnenten bereits am 25. August 2026 ein Einstiegssignal bei XPeng erhalten.

Das Modell eVTOL Flying Car des chinesischen Elektroauto-Herstellers XPeng
Wie ein Verlustjahr zur größten Finanzierungsrunde führte
Die eigentliche Geschichte hinter dem Kurssturz beginnt aber schon früher im Jahr. Noch 2025 hatte XPeng ein Rekordjahr hingelegt, über 429 000 ausgelieferte Fahrzeuge, mehr als ursprünglich geplant. 2026 zeichnete sich ein anderes Bild: Vier Monate in Folge sanken die Lieferzahlen im Vorjahresvergleich, allein im ersten Quartal um 33 Prozent, der erste derartige Einbruch seit 2023. Im Juli verließen gerade einmal rund 38 000 Fahrzeuge die Werke, deutlich weniger als im Schnitt der Monate zuvor.
Die Ursache liegt weniger bei XPeng selbst als im gesamten chinesischen EV-Markt: BYD drückt mit schierem Volumen und aggressiven Preisen, Tesla mit Markenstärke und Reichweite. Mittendrin steckt XPeng in einem Modellwechsel, der kurzfristig Verkäufe kostet und sich erst langfristig auszahlen soll.
Das Volumenprofil markiert bei rund 10 US-Dollar ein Preisniveau,
auf dem historisch besonders viel Kapital gehandelt wurde.
Was sehen Investoren, was der Markt nicht sieht?
Was Investoren trotz der schwachen Zahlen mit 6.3 Milliarden Dollar bewerten, trägt den Namen Iron, ein humanoider Roboter, den XPeng bis Ende 2026 in Serie bringen will. Zunächst nur für den Einsatz in eigenen Filialen und Werken, ein breiterer kommerzieller Verkauf ist erst für 2027 vorgesehen. Verkauft wurde bislang kein einziges Exemplar. Und dennoch waren Tencent und Alibaba bereit, sich als strategische Partner zu beteiligen, kein kleines Vertrauenssignal aus einer Branche, die selten spendabel ist, ohne handfeste Substanz zu erkennen.
Genau in diesem Widerspruch liegt für uns der Reiz: Während der Markt das Autogeschäft fast ausschließlich durch die Linse der kurzfristigen Absatzflaute betrachtet, beziffern dieselben Kapitalgeber, die XPeng am besten kennen, den Wert der Robotik-Sparte auf mehrere Milliarden Dollar. Der Analystenkonsens bleibt entsprechend mehrheitlich positiv, sowohl Goldman Sachs als auch J.P. Morgan bekräftigten zuletzt ihre Kaufempfehlung.
Unser Einstieg
Am 25. August 2026 haben wir eine langfristig orientierte Position bei XPeng eröffnet. Kurzfristig dürfte die Aktie volatil bleiben, die aktuellen Turbulenzen sind noch nicht ausgestanden. Mittel- bis langfristig sehen wir dagegen Potenzial für einen Angriff auf wichtige historische Marken, sollte sich das Vertrauen der Kapitalgeber in die Robotik-Sparte auch im Kerngeschäft niederschlagen. Einen ersten konkreten Prüfstein liefert bereits das laufende Jahr: XPeng plant, Iron bis Ende 2026 in Serie zu bringen, mit ersten Einsätzen in eigenen Filialen und Werken, bevor 2027 der breitere kommerzielle Verkauf folgen soll. Ob sich daraus tatsächlich ein neues Standbein entwickelt, wird sich an genau diesem Zeitplan ablesen lassen.
Die konkreten Einstiegsbereiche und weitere Details dazu finden Abonnenten in unserem Paket: Asia+Titans.
Hinweis: Selbstverständlich sind weder dieser Artikel noch unsere Einstiegssignale als Anlageberatung zu verstehen.




