Trump verdiente knapp 60 Millionen mit Krypto
Donald Trump hat laut neuen Finanzunterlagen der US-Regierung im Jahr 2024 rund 57.7 Millionen US-Dollar mit dem Verkauf von Kryptowährungs-Token durch die Firma World Liberty Financial eingenommen. Das Unternehmen wurde von ihm und seinen Söhnen gegründet. Die Angaben stammen aus einem offiziellen Bericht des Office of Government Ethics, der auch weitere Einkünfte von Trump aus Hotels, Golfanlagen und dem Mar-a-Lago Club aufführt, insgesamt im dreistelligen Millionenbereich.
Die Krypto-Einnahmen sind nur ein Teil eines weitverzweigten Vermögensnetzes: Trump besitzt über 20 Vermögenswerte mit Einzelwerten von über 50 Millionen Dollar. Auch andere Krypto-Projekte wie das NFT-Lizenzgeschäft CIC Digital LLC und eine Ethereum-Wallet mit über einer Million Dollar tauchen in der Offenlegung auf. Nicht enthalten ist dagegen die Meme-Coin-Firma Fight Fight Fight LLC, die erst 2025 gegründet wurde. Die Dokumente listen zudem Schulden aus Strafprozessen und Gerichtsverfahren – aber keine Anwaltskosten.
SEC beruft Krypto-Unterstützer als Direktor für Trading
Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat Jamie Selway zum neuen Direktor für Handel und Märkte ernannt. Der frühere Manager bei Blockchain.com und Vorsitzende des Analyseunternehmens Skew, das 2021 von Coinbase übernommen wurde, soll künftig zentrale Akteure der Finanzmärkte beaufsichtigen. Die Personalie ist Teil eines umfassenderen Strategiewechsels unter SEC-Chef Paul Atkins, der vier neue Führungskräfte vorstellte.
Selways Ernennung unterstreicht den kryptofreundlichen Kurs der SEC unter Atkins, der zuletzt laut über eine Lockerung von Regeln für Krypto-Broker und Hedgefonds nachgedacht hat. Dass nun jemand mit direkter Krypto-Erfahrung an einer Schlüsselstelle sitzt, könnte Signalwirkung für den US-Kryptomarkt haben. Weitere neue Berufungen in den Bereichen Investmentmanagement, Rechnungswesen und Öffentlichkeitsarbeit deuten auf einen umfassenden Umbau hin.
Altcoin-ETFs wohl kurz vor Zulassung
Die US-Börsenaufsicht SEC hat mehrere Vermögensverwalter gebeten, ihre Anträge für Solana-ETFs zu überarbeiten, ein deutliches Signal, dass die Genehmigung dieser neuen Krypto-Produkte kurz bevorsteht. Insgesamt streben mindestens sieben Anbieter die Zulassung an, darunter Grayscale, Bitwise und VanEck. Analysten wie die ETF-Experten Eric Balchunas und James Seyffart von Bloomberg schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung noch in diesem Jahr auf 90 Prozent.
Im Fokus der SEC-Änderungswünsche für Solana-ETF-Anträge stehen zwei technische Fragen: Dürfen Anleger ihre ETF-Anteile in Form von Solana statt in Dollar ein- und auszahlen (In-kind redemption)? Und darf Staking erlaubt sein – also das Hinterlegen von Token zur Sicherung des Netzwerks gegen eine Belohnung? Beides würde die ETFs für Langfrist-Anleger attraktiver machen. Gleichzeitig wirft es aber rechtliche Fragen auf, etwa ob gestakte Token wegen ihrer Quasi-Dividende als Wertpapiere gelten und ob Rückgaben in Krypto mit
bestehenden Börsengesetzen vereinbar sind.
Coinbase bringt Krypto-Kreditkarte mit American Express
Die führende US-Kryptobörse Coinbase hat auf ihrer State of Crypto-Konferenz angekündigt, gemeinsam mit American Express seine erste Kreditkarte auf den Markt zu bringen. Die Coinbase One Card soll bis zu vier Prozent Bitcoin-Cashback auf Einkäufe bieten, richtet sich exklusiv an Mitglieder von Coinbase One in den USA und wird von First Electronic Bank, einer US-Bank mit Spezialisierung auf digitale Finanzprodukte, herausgegeben. Die Karte läuft über das Netzwerk von American Express und es ist ab sofort möglich, sich auf die Warteliste für die Karte setzen zu lassen.
Mit der neuen Kreditkarte wollen beide Partner die Brücke zwischen traditionellem Bezahlen und der Krypto-Welt schlagen. Neben Krypto-Rewards soll die Karte auch die typischen Vorteile des Amex-Netzwerks bieten: etwa Sicherheitsfunktionen, exklusive Angebote und ein reibungsloses digitales Zahlungserlebnis. Coinbase und Amex betonen dabei den Fokus auf praktische, gesetzeskonforme Finanz-Innovationen, die langfristig echten Mehrwert für Nutzer schaffen sollen.
Amazon, Walmart und Shopify arbeiten an Stablecoins
Amazon und Walmart prüfen laut Wall Street Journal, eigene Stablecoins in den USA einzuführen. Damit könnten die Einzelhandelsriesen künftig Zahlungen direkt über eigene Blockchain-Systeme abwickeln. Auch Reiseanbieter wie Expedia ziehen ähnliche Modelle in Betracht. Parallel dazu hat Shopify offiziell den Stablecoin USDC in sein Bezahlsystem integriert – in Kooperation mit Coinbase und dem Zahlungsdienstleister Stripe.
Stablecoins wie USDC sind digitale Währungen, die an den US-Dollar gekoppelt sind. Sie kombinieren die Stabilität klassischer Währungen mit der Geschwindigkeit und Kosteneffizienz der Blockchain. Gerade für Händler und Plattformen mit internationalem Kundenstamm sind sie attraktiv, da sie Transaktionen schneller und günstiger machen – ohne Wechselkursrisiken oder hohe Kreditkartengebühren. Der Einstieg großer Player wie Amazon, Walmart und Shopify könnte das digitale Bezahlen grundlegend verändern.
Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag.







