Trump macht Ernst: Neues Gesetz soll Krypto-Dollar absichern
Donald Trump hat das erste US-Gesetz zur Regulierung sogenannter Stablecoins unterzeichnet – digitaler Währungen, die an den US-Dollar gekoppelt sind. Ziel sei es laut dem US-Präsidenten, die Vormachtstellung des Dollars im globalen Finanzsystem zu sichern. Künftig müssen Stablecoin-Anbieter ihre digitalen Dollar vollständig mit staatlichen Anleihen oder Bargeld abdecken. Trump feierte das Gesetz als „größte Finanzrevolution seit dem Internet“ und versprach Wachstumsimpulse für die US-Wirtschaft.
Stablecoins gelten als digitales Bargeld, weil sie jederzeit übertragbar sind, direkt zwischen Nutzern gehandelt werden können und keinen klassischen Bankweg brauchen. Ihr Wert ist, im Gegensatz zu Bitcoin oder Ethereum, fest an den Dollar gekoppelt, das bedeutet, ein Stablecoin ist ein Dollar. Jetzt hofft die Branche auf neue Wachstumschancen. Dass Trump heute als Krypto-Befürworter auftritt, ist für viele Analysten bemerkenswert: Noch vor wenigen Jahren hatte er der Branche kritisch gegenübergestanden.
Peter Thiel steigt bei Ether-Firma BitMine groß ein
Der US-Investor Peter Thiel hat sich mit seinem Founders Fund 9.1 Prozent an der Kryptofirma BitMine beteiligt. Das Unternehmen aus Las Vegas, das ursprünglich Bitcoin schürfte, verfolgt jetzt eine neue Strategie: Es hält Ether, die Kryptowährung hinter dem Ethereum-Netzwerk, als Krypto-Reserve. BitMine besitzt inzwischen Ether im Wert von über 500 Millionen US-Dollar, die Aktie stieg nach der Nachricht um 13 Prozent.
Hintergrund: Manche Firmen nutzen Kryptowährungen als Reserve, um sich unabhängiger von klassischen Finanzmärkten zu machen und um ihr Kapital vor Inflation zu schützen. Vor allem Bitcoin gilt wegen seines begrenzten Angebots als digitales Gold. Vorreiter dieser Strategie ist MicroStrategy, das seit 2020 Milliarden in Bitcoin hält, um überschüssige Firmenmittel langfristig anzulegen. Auch BitMine folgt nun diesem Ansatz, setzt dabei aber auf Ether.
Mastercard warnt: Stablecoins noch weit von Alltagstauglichkeit entfernt
Mastercard-Produktchef Jorn Lambert hat die Meinung geäußert, dass Stablecoins trotz aller technischer Vorteile noch lange keine echte Alternative für den täglichen Zahlungsverkehr seien. Weder Nutzerfreundlichkeit noch breite Akzeptanz bei Händlern reichen bislang aus. Mastercard will sich deshalb als Brücke zwischen Krypto und klassischem Zahlungsverkehr positionieren und Infrastruktur für Stablecoin-Zahlungen bieten.
Stablecoins – digitale Währungen, die an den US-Dollar gekoppelt sind – gelten als schnelle und günstige Zahlungsmittel. Doch Mastercard sieht Probleme bei Regulierung, Akzeptanz und Nutzererlebnis. Heute dienen Stablecoins vor allem dem Handel mit Kryptowährungen. Mastercard setzt darauf, Stablecoins künftig über bestehende Zahlungsnetzwerke nutzbar zu machen, etwa mit Partnern wie Paxos oder PayPal.
CoinDCX gehackt: 44 Millionen Dollar futsch – Kunden angeblich nicht betroffen
Die indische Kryptobörse CoinDCX ist Berichten zufolge Opfer eines Hackerangriffs geworden. Unbekannte haben rund 44,2 Millionen US-Dollar aus einem internen Konto der Börse gestohlen. Laut CEO Sumit Gupta war nur ein Konto betroffen, das für Liquiditätsgeschäfte auf Partnerbörsen genutzt wurde, Kundengelder seien sicher.
Kryptobörsen nutzen oft sogenannte Hot Wallets, digitale Geldbörsen, die ständig online sind und dadurch besonders anfällig für Angriffe von Hackern. Genau solch ein Wallet haben die Hacker bei CoinDCX ins Visier genommen. Nach dem Diebstahl haben sie einen Teil der Beute durch Tornado Cash geleitet, einen sogenannten Krypto-Mixer. Dieser Dienst funktioniert wie ein digitales Waschprogramm: Er nimmt Gelder vieler Nutzer, mischt sie durcheinander und zahlt anonymisierte Beträge an neue Adressen aus. Dadurch verschwimmen die Spuren der gestohlenen Coins und es wird für Ermittler fast unmöglich, den Weg des Geldes nachzuvollziehen. Tornado Cash dient dabei nicht als Einbruchswerkzeug, sondern als Mittel, um die Beute nach dem Hack unauffindbar zu machen. Eine gängige Praxis in der Krypto-Szene.
Krypto-Markt knackt 4-Billionen-Dollar-Marke
Der weltweite Kryptomarkt hat erstmals einen Gesamtwert von über 4 Billionen US-Dollar erreicht. Auslöser war der US-Beschluss zur Regulierung von Stablecoins, an den Dollar gebundene Kryptowährungen, der Anleger und Märkte beflügelt hat. Bitcoin erreichte 123.205 US-Dollar, Experten erwarten einen weiteren Anstieg auf 150.000 US-Dollar bis Herbst.
Hintergrund: Das neue Gesetz soll den 265-Milliarden-Dollar-Markt für Stablecoins sicherer und transparenter machen. Davon profitieren nicht nur Bitcoin und Ethereum, sondern auch Altcoins wie Solana. Anleger investieren zudem verstärkt in börsengehandelte Krypto-Fonds (ETFs), die den Zugang zum Markt erleichtern. So trägt die Kombination aus Regulierung und neuen Finanzprodukten zum aktuellen Boom bei.






