AllUnity launcht Deutschlands ersten Stablecoin
Das Frankfurter Krypto-Unternehmen AllUnity hat heute den ersten regulierten Stablecoin aus Deutschland vorgestellt: EURAU. Hinter dem Projekt steht ein Joint-Venture, an dem auch die Deutsche-Bank-Tochter DWS beteiligt ist. Der Stablecoin soll eins zu eins an den Euro gekoppelt bleiben und Transaktionen schneller sowie günstiger machen. Erste Gespräche mit DAX-Konzernen laufen bereits, während die Finanzregulierungsbehörde BaFin den Token offiziell zugelassen hat.
Stablecoins wie EURAU sind digitale Währungen, die ihren Wert stabil halten, weil sie an eine reale Währung – in diesem Fall den Euro – gebunden sind. Doch diese Stabilität kommt nicht von allein: Für jeden ausgegebenen EURAU hält AllUnity echte Sicherheiten, vor allem Bargeld und sichere Anleihen, als Reserve bereit. Damit wird garantiert, dass der Token jederzeit zum Nennwert eingelöst werden kann. Die Finanzaufsicht BaFin kontrolliert dabei streng, dass diese Rücklagen auch wirklich vorhanden sind und keine leeren Token im Umlauf sind. So soll EURAU zur Brücke zwischen klassischem Bankgeschäft und moderner Blockchain-Technologie werden.
Believe in SomETHing: Ethereum feiert zehnten Geburtstag
Ethereum hat sich in den letzten zehn Jahren von einem wilden Entwickler-Experiment zur tragenden Säule der globalen Finanzwelt entwickelt. Was als Idee in einem Berliner Loft begann, ist heute das Rückgrat für Stablecoins, tokenisierte Aktien und Milliarden-Transaktionen großer Player wie BlackRock, Deutsche Bank und Robinhood. Gründer Vitalik Buterin sieht die wahre Revolution dabei nicht in großen Schlagzeilen, sondern in der schleichenden Umwälzung, wie Geld bewegt wird.
Ethereum ist laut seinen Entwicklern mehr als eine Kryptowährung: Das zweitgrößte Blockchain-Ökosystem nach Bitcoin sieht sich als ein globales Betriebssystem für Finanztransaktionen, das Banken, Börsen und Unternehmen nutzen, um Zahlungen effizienter, sicherer und ohne Mittelsmänner abzuwickeln. Während andere Blockchains mit Tempo werben, schätzen Institutionen an Ethereum vor allem dessen Stabilität, Verlässlichkeit und den Fokus auf Dezentralisierung.
Donald Trump plant Token für Truth Social und WLFI
US-Präsident Donald Trump plant, über sein Medienunternehmen hinter Truth Social einen eigenen Krypto-Token zu launchen. Laut offiziellen Dokumenten bei der US-Börsenaufsicht SEC soll der Token als Zahlungsmittel für das Premium-Abo Truth+ dienen. Nutzer, die bislang virtuelle Boni für ihre Aktivitäten sammeln, können diese Punkte künftig in echte digitale Token umwandeln. Diese Utility-Token sind dann nicht nur für Abo-Zahlungen gedacht, sondern sollen langfristig für weitere Dienste im Truth Social-Universum verwendet werden.
Trump verfolgt laut Beobachtern mit dem Token eine Strategie, bei der sein Medienimperium zunehmend unabhängig von klassischen Banken und Zahlungsanbietern wird. Die technische Grundlage dafür liefert World Liberty Financial (WLFI), ein DeFi-Projekt, an dem Trump bereits mitverdient hat. WLFI entwickelt Blockchain-Lösungen, mit denen sich Finanzströme direkt über digitale Token abwickeln lassen. Trumps Truth-Token wären damit nicht bloß eine interne Plattform-Währung, sondern der erste Schritt in ein eigenes, dezentrales Zahlungssystem, abseits der etablierten Finanzwelt.
Uniswap und Solana fordern lockere DeFi-Regulierung
Uniswap Labs, Solana und weitere Branchengrößen haben den US-Senat aufgefordert, dezentrale Entwickler (DeFi) bei der geplanten Digitalmarkt-Regulierung zu schützen. In einer gemeinsamen Eingabe an das Bankkomitee drängen sie darauf, DeFi-Projekte nicht wie Banken oder zentralisierte Plattformen zu behandeln. Ziel sei es, technologie-neutrale Regeln zu schaffen, die Innovation fördern, ohne Entwickler durch überzogene Pflichten auszubremsen.
DeFi steht für Decentralized Finance, Finanzanwendungen, die ohne Mittelsmänner direkt auf der Blockchain laufen. Der Vorstoß der Krypto-Allianz richtet sich gegen neue Gesetzespläne, die ihrer Meinung nach zu starr auf klassische Finanzstrukturen ausgelegt sind. Besonders brisant: Der Fall des Tornado-Cash-Entwicklers Roman Storm zeigt, wie leicht Entwickler ins Visier geraten können. Storm wurde 2023 verhaftet, weil er einen anonymen Krypto-Mixer programmiert hat, den auch Kriminelle nutzten, ihm drohen in den USA bis zu 45 Jahre Haft wegen Geldwäsche und Verstößen gegen Sanktionen.
Tron-Gründer Justin Sun fliegt mit Jeff Bezos ins All
Krypto-Mogul und Gründer der Tron-Blockchain Justin Sun ist am Sonntag mit einer Blue-Origin-Rakete ins All gestartet. Gemeinsam mit fünf weiteren Passagieren hob der Tron-Gründer um 7:42 Uhr Ortszeit in West Texas ab und erlebte einen suborbitalen Kurztrip an den Rand des Weltraums. Sun, der einst 28 Millionen Dollar für das erste Ticket mit Jeff Bezos geboten hatte, musste seinen ursprünglich geplanten Flug 2021 verschieben.
Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Bezos, bietet seit 2021 solche Weltraumtouren an. Im Gegensatz zu klassischen Raumflügen handelt es sich hierbei um sogenannte suborbitale Flüge, dabei erreicht die Rakete kurzzeitig den Weltraum, bevor sie wieder zur Erde zurückkehrt. Die Erlöse aus Suns Ticket fließen in Bildungsprojekte der Blue Origin Stiftung Club for the Future. Neben Sun sind auch andere Prominente wie Katy Perry bereits mitgeflogen.
BTC-Mining verursacht Milliarden-Schaden in Irans Stromnetz
Illegales Bitcoin-Mining hat dem iranischen Stromnetz einen jährlichen Schaden von rund drei Milliarden US-Dollar zugefügt. Über eine Million Mining-Geräte zapfen subventionierten Strom ab und belasten das Netz so stark, dass Behörden zeitweise bis zu 20 Prozent des landesweiten Stromdefizits auf diese Schattenwirtschaft zurückführen. Besonders während Hitzewellen mit massivem Energieverbrauch spitzt sich die Lage zu.
Bitcoin-Mining verbraucht enorme Mengen Strom, weil Hochleistungsrechner rund um die Uhr laufen, um neue Coins zu erzeugen. Im Iran nutzen Miner oft illegal günstigen Haushaltsstrom oder betreiben ihre Anlagen sogar in Moscheen und Regierungsgebäuden. Während das Regime Mining als Devisenquelle fördert, geht es zugleich repressiv gegen unerlaubte Anlagen vor.
Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag.







