Krypto-Newsflash: ETF-Rekord, Trump-Media kauft Bitcoin, Elon Musk plant Bitcoin-Chat
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Krypto-Newsflash: ETF-Rekord, Trump-Media kauft Bitcoin, Elon Musk plant Bitcoin-Chat

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Carlo Schmid

BlackRocks Bitcoin-ETF mit Rekordzuflüssen

BlackRock hat im Mai einen neuen Rekord bei den Zuflüssen seines iShares Bitcoin Trust verzeichnet: Über 6.3 Milliarden US-Dollar flossen in den Fonds, wodurch die verwalteten Vermögen auf mehr als 71 Milliarden Dollar stiegen. Das entspricht dem höchsten Monatszufluss seit dem Start des ETFs im Januar 2024. Analysten sehen hinter dem Boom primär institutionelle Anleger, die in unsicheren Zeiten wie jetzt nach einer sicheren Alternative zu herkömmlichen Investitionen suchen.

Bitcoin selbst kletterte diesen Monat auf ein Rekordhoch von fat 112 000 US-Dollar. Möglich machten das neben der Inflation auch Fortschritte bei neuen Regeln für Stablecoins – digitale Vermögenswerte, die im Wert an Währungen wie den US-Dollar gebunden sind. Gleichzeitig verschärfte US-Präsident Trump den Handelskonflikt mit neuen Zollankündigungen, was die Märkte zusätzlich verunsicherte. All das stärkt offenbar den Ruf von Bitcoin als neuen sicheren Hafen und kann die Nachfrage nach Krypto-Investments in Zukunft weiter anheizen.

Trump-Media plant Milliarden für Bitcoin

Die von US-Präsident Donald Trump gegründete Firma Trump Media & Technology Group hat sich frisches Kapital von 2.4 Milliarden US-Dollar beschafft und will damit Bitcoin kaufen. Die Firma verkaufte dazu Aktien zu einem Preis von 25.72 US-Dollar pro Stück und gab zusätzlich wandelbare Anleihen aus, das sind spezielle Kredite, die später in Aktien umgewandelt werden können. Das eingenommene Geld will Trump Media nutzen, um große Mengen an Bitcoin zu kaufen und damit einen großen Bestand der wichtigsten Kryptowährung aufzubauen.

Diese neue Strategie soll es den Aktionären ermöglichen, direkt am Bitcoin-Boom teilzuhaben, ohne selbst Kryptowährungen kaufen zu müssen. Das Unternehmen reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Firmen ein, die Bitcoin als digitales Gold sehen, eine Alternative zu traditionellen Geldanlagen, gerade in Zeiten von Inflation und politischen Spannungen. Hinter Trump Media steht weiterhin Donald Trump, auch wenn die Firma inzwischen von einem Trust unter der Leitung seines Sohnes Donald Trump Jr. verwaltet wird. Ob und wann genau die Bitcoins gekauft werden, ist noch offen.

Tschechischer Minister stolpert über BTC-Skandal

Der tschechische Justizminister Pavel Blazek ist zurückgetreten, nachdem bekannt wurde, dass sein Ministerium eine Spende von 480 Bitcoin entgegengenommen und für ca. 45 Millionen US-Dollar verkauft hatte. Über die Annahme der Spende kam heftige Kritik auf, da sie von dem verurteilten Kriminellen Tomáš Jiřikovský kam, der 2017 wegen Drogenschmuggels, Unterschlagung und Waffenbesitzes verurteilt wurde.

Obwohl Blazek betonte, er habe nichts Illegales getan, wolle er den Ruf der Regierung nicht beschädigen und habe daher freiwillig seinen Posten niedergelegt.  Der Vorfall hat in Tschechien für großes Aufsehen gesorgt und könnte sogar Auswirkungen auf die Regierung von Premierminister Petr Fiala haben, die vor den Wahlen im Oktober in Umfragen hinter der Opposition liegt.

SEC: pro Binance, gegen Altcoin-Staking-ETFs

Die US-Börsenaufsicht SEC hat sich überraschend mit der Kryptobörse Binance geeinigt und ihren langjährigen Rechtsstreit beigelegt. In einem gemeinsamen Antrag haben beide Parteien beantragt, die Klage endgültig einzustellen, ohne Kosten für eine der Seiten. Damit endet ein Verfahren, in dem Binance vorgeworfen wurde, Kundengelder falsch verwaltet und Investoren getäuscht zu haben. Binance musste bereits zuvor hohe Geldstrafen zahlen, und Gründer Changpeng Zhao trat als CEO zurück.

Nach dieser guten Nachricht für die Krypto-Welt hat die SEC Bedenken gegen neue Krypto-ETFs geäußert, die Anlegern sogenannte Staking Rewards versprechen. Staking bedeutet, dass Nutzer ihre Kryptowährungen (Coins) zur Verfügung stellen, um beim Betrieb von Blockchain-Netzwerken mitzuhelfen und dafür Belohnungen zu bekommen. Die SEC warnt, dass vorliegende Anträge auf solche ETFs für Ethereum und Solana möglicherweise nicht den rechtlichen Standards entsprechen und falsch registriert wurden.

Elon Musk plant 'Bitcoin-Chat' für X

Tesla-Gründer Elon Musk hat angekündigt, dass X (ehemals Twitter) bald ein neues Chat-Feature namens XChat für die breite Masse starten will. Diese Funktion soll verschlüsselte Nachrichten, Audio- und Videoanrufe sowie das Teilen von Dateien ermöglichen und das ohne eine Telefonnummer. Musk versprach dafür kürzlich per X-Posting eine „Bitcoin-Style Encryption“, also ein ähnliches Level an Sicherheit wie bei Bitcoin-Transaktionen. Technische Details gibt es bisher nicht und Experten merken an, dass Bitcoin eigentlich keine klassische Verschlüsselung nutzt, sondern auf kryptografischen Signaturen basiert.

Noch befindet sich XChat in einer Testphase für zahlende Nutzer, der breite Start steht also noch aus. Musks Vorhaben ist Teil seines größeren Plans, X zu einer sogenannten Super-App zu machen, ähnlich wie WeChat in China. Dort können Nutzer die App als soziales Netzwerk nutzen, chatten, telefonieren und bezahlen. Alles in einer App.

Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste kommt, wie gewohnt, am kommenden Montag.

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