Krypto-News: Größter Liquidity-Crash der Bitcoin-Geschichte, Insider machen Millionen
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Krypto-News: Größter Liquidity-Crash der Bitcoin-Geschichte, Insider machen Millionen

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Simeon Koch

Bitcoin-Crash sorgt für historischen Altcoin-Kollaps

In der Nacht auf Samstag hat der Kryptomarkt die größte Liquidationswelle seiner bisherigen Geschichte erlebt. Bitcoin fiel von knapp 120 000 Dollar zurück in Richtung 100 000, als US-Präsident Donald Trump neue Strafzölle auf chinesische Güter ankündigte. Ethereum fiel auf vielen Börsen unter 3500 Dollar zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Anfang August. Am heftigsten traf es allerdings kleine Kryptowährungen, die innerhalb weniger Minuten teils über 90 Prozent ihres Kurswerts verloren.


Wie sich übers Wochenende herausstellte, wurden die scharfen Abverkäufe von Problemen auf zentralisierten Börsen befeuert. Allen voran Binance hatte Probleme, dem Ansturm während des Flashcrashes standzuhalten und war mehrere Minuten lang nicht erreichbar. Die weltgrößte Kryptobörse entschuldigte sich später und kündigte Kompensationszahlungen an. Die Liquidierungskaskade sorgte laut offiziellen Angaben für Liquidationen in Höhe von knapp 20 Milliarden Dollar – die höchsten Tagesverluste der Kryptogeschichte.

Trump und Bessent beruhigen nach Zoll-Schock

US-Präsident Donald Trump will sich Ende Oktober in Südkorea nun doch mit Chinas Staatschef Xi Jinping treffen. Trumps vorherige Ankündigung, das Treffen abzusagen und neue Zölle zu verhängen, war dem scharfen Krypto-Abverkauf in der Nacht auf Samstag vorangegangen. Laut US-Finanzminister Scott Bessent seien die Kommunikationskanäle wieder offen und „die Spannungen erheblich zurückgegangen“. China hatte zuvor neue Exportkontrollen für seltene Erden angekündigt, worauf Trump mit geplanten Zöllen von 100 Prozent reagierte, die ab November gelten sollen.

Bessent bemühte sich schon am Montag, die Verunsicherung noch vor dem US-Börsenstart wieder einzudämmen. Im US-Fernsehen sagte der Finanzminister, dass „die Zölle nicht in Kraft treten“ müssten und dass weitere Gespräche noch diese Woche stattfinden. Bessent nannte Chinas Vorgehen „provokativ“, betonte aber, die USA hätten „aggressiv gegengehalten“ und stünden in engem Kontakt mit Verbündeten in Europa, Indien und Asien. China wiederum warf den USA Heuchelei vor und erklärte, Washington trage die Hauptverantwortung für die steigenden Spannungen.

Mysteriöser Krypto-Insider verdient Millionen im BTC-Crash

Während des historischen Abverkaufs Samstagnacht hat ein bislang unbekannter Krypto-Trader mit kurz zuvor eröffneten Short-Positionen knapp 200 Millionen Dollar verdient. Das Konto auf der dezentralen Handelsplattform Hyperliquid, von dem aus die Leerverkäufe nur wenige Stunden vor dem Crash platziert wurden, war erst kurz zuvor eröffnet worden. Wegen des nahezu perfekten Timings, mit dem der mysteriöse Trader gut eine Milliarde Dollar auf fallende Kurse bei Bitcoin und Ethereum gewettet hatte, wurden rasch Spekulationen über mögliche Insider-Deals laut.


Zwischenzeitlich wurde sogar spekuliert, es könnte sich um eine Person aus Trumps unmittelbarem Bekanntenkreis handeln, die von den unerwartet publik gewordenen Zollplänen gewusst haben könnte. Stichhaltige Beweise für diese Annahme gab es allerdings nicht. Während der mysteriöse Krypto-Wal massive Gewinne machte, wurden Handelspositionen von rund 1.7 Millionen anderen Tradern zwangsliquidiert, allein auf Hyperliquid gingen dadurch rund zehn Milliarden Dollar verloren. Analysten vermuten, dass das wahre Ausmaß der Liquidationskaskade börsenübergreifend deutlich größer sein könnte als die kolportierten insgesamt 20 Milliarden Dollar.

„Kaufgelegenheit“: Ethereum-Treasury Bitmine akkumuliert weiter

Inmitten des Krypto-Crashes am Wochenende hat das führende Ethereum-Treasury-Unternehmen Bitmine weitere ETH-Bestände akkumuliert. Der mittlerweile größte institutionelle Ethereum-Halter gab am Montagmittag bekannt, dass 202 037 weitere ETH für die Firmenreserve gekauft wurden. Mit mehr als drei Millionen Ethereum hält Bitmine damit rund 2.5 Prozent der gesamten ETH-Umlaufmenge. Langfristig plant das Unternehmen, auf fünf Prozent zu kommen, Geschäftsführer Thomas Lee betonte in einer Aussendung: „Wir haben die Hälfte unseres Weges hinter uns!“

Thomas Lee trat am Wochenende zudem im US-Fernsehen auf und machte verunsicherten Krypto-Anlegern Hoffnung. „Solange es keine strukturellen Änderungen im Markt gibt, ist das hier eine Kaufgelegenheit“, gab Lee sich optimistisch. Dabei verwies er auf den Volatilitätsindex VIX, der mit hohen Werten auf Angst und Panik im Markt hinwies. Historisch gesehen seien diese Zeitpunkte am besten gewesen, um lukrative Einstiege zu finden resümierte Lee im US-Fernsehen. Bitmine hält nebst den weiter aufgestockten Ethereum-Beständen auch 192 Bitcoin.

„Bitcoin wird wie Ethereum“: Blockchain-Update spaltet BTC-Community

Ein großes Team von Entwicklern, das stetig an der Bitcoin-Blockchain arbeitet, hat vor wenigen Stunden ein neues Update für die BTC-Blockchain vorgestellt. Die Software-Anpassung unter dem Titel Bitcoin Core v30 sorgt dafür, dass größere Datenmengen und auch nichtfinanzielle Informationen auf die Blockchain geschrieben werden können. Das soll die Entwicklung dezentraler Anwendungen vereinfachen und damit neue Anwendungen für die Bitcoin-Blockchain schaffen. Der bekannte Entwickler Alex Bergeron kommentierte: „Dieses Update könnte Bitcoin in Richtung Ethereum entwickeln, jedoch mit Verbesserungen.“


Core v30 macht die BTC-Blockchain neben der Steigerung ihrer Kapazität zwar auch etwas schneller und sicherer – innerhalb der Community gibt es aber dennoch Kontroversen um das Update. So äußerten Kritiker Bedenken, dass die Öffnung für größere Datenmengen dazu führen könnte, dass illegale Inhalte auf die Blockchain gespielt werden und ihren Betreibern oder Nutzern rechtliche Probleme einbringen. Schon 2017 hatte es einen Skandal um rechtswidrige Inhalte auf der BTC-Software gegeben, als deutsche Forscher pornografische Abbildungen Minderjähriger in der Blockchain fanden.

Das war's schon mit dem Krypto-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Montag!

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Simeon Koch

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