KI-Geheimtipp: Nebius-Aktie explodiert nach Milliarden-Deal mit Microsoft
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KI-Geheimtipp: Nebius-Aktie explodiert nach Milliarden-Deal mit Microsoft

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Esma Sakalli

Die wichtigsten Punkte 

Nebius, ein niederländisches KI-Infrastrukturunternehmen, hat am 8. September 2025 einen Milliardenvertrag mit Microsoft abgeschlossen: Über fünf Jahre stellt es GPU-Kapazitäten aus einem neuen Rechenzentrum in New Jersey bereit, im Wert von 17.4 Milliarden US-Dollar, mit möglicher Erweiterung auf 19.4 Milliarden. Der Deal soll das Wachstum der KI-Cloud-Plattform von Nebius beschleunigen, ließ die Aktie um mehr als vierzig Prozent steigen und gilt als strategischer Schritt für Gründer Arkadi Wolosch, der das Unternehmen 2024 nach der Abspaltung von Yandex in Amsterdam gegründet hatte.

Ein Milliardendeal mit Signalwirkung

Am 8. September 2025 hat das niederländische KI-Infrastrukturunternehmen Nebius einen Vertrag bekannt gegeben, der die Kräfteverhältnisse im globalen Cloud-Markt verschieben könnte. Microsoft verpflichtet sich, über mehrere Jahre hinweg exklusive Kapazitäten aus einem neuen Rechenzentrum in Vineland im US-Bundesstaat New Jersey zu nutzen. Das Abkommen ist auf fünf Jahre angelegt und hat einen Umfang von 17.4 Milliarden US-Dollar. Sollte Microsoft weitere Leistungen abrufen, könnte sich das Gesamtvolumen sogar auf 19.4 Milliarden erhöhen.

Damit handelt es sich um einen der bislang größten Verträge im Bereich spezialisierter KI-Infrastruktur. Schon ab Ende dieses Jahres will Nebius die ersten dedizierten GPU-Ressourcen bereitstellen – Hardware, die für das Training und den Betrieb von KI-Modellen unverzichtbar geworden ist. Der Deal verdeutlicht nicht nur die wachsende Bedeutung von Rechenleistung als Rohstoff des digitalen Zeitalters, sondern auch den Wettlauf der Tech-Giganten um stabile Partnerschaften.

Wachstum durch Partnerschaft

Für Nebius bedeutet die Vereinbarung mehr als planbare Einnahmen. Gründer und CEO Arkadi Wolosch sprach von einem „Beschleuniger“ für das Kerngeschäft, das bislang vor allem aus einer eigenen KI-Cloud-Plattform besteht. Diese bietet Entwicklern die nötigen Werkzeuge, um Modelle aufzubauen, zu trainieren und produktiv zu betreiben – inklusive Speicher, verwalteten Diensten und einer Softwarearchitektur, die auf hauseigener Hardware basiert. Durch den Vertrag mit Microsoft kann Nebius nicht nur in größerem Maßstab investieren, sondern auch seine Marktstellung als Anbieter von GPU-Infrastruktur festigen.

Die Aktie von Microsoft ist in den letzten Handelsstunden etwas gestiegen, sollte allerdings primär im Rahmen der türkisfarbenen Welle Y zunächst wieder fallen.

Analysten sehen in dem Abkommen eine Zäsur, weil es Nebius erstmals in eine Liga hebt, die bisher von US-Konkurrenten wie CoreWeave dominiert wurde. An der Börse zeigte sich die Reaktion unmittelbar: Die Aktien des Unternehmens sprangen am Tag nach der Verkündung zeitweise um mehr als 40 Prozent nach oben. Damit honorierten Investoren die Aussicht auf kontinuierliches Wachstum, das sich weit über die Vertragslaufzeit hinaus erstrecken könnte.

Von Yandex nach Europa

Die Bedeutung dieses Erfolgs wird noch deutlicher, wenn man die Herkunft des Unternehmens betrachtet. Nebius ist 2024 aus Teilen des russischen Tech-Konzerns Yandex hervorgegangen, nachdem dessen Gründer Arkadi Wolosch sich von Russland losgesagt hatte. Er kritisierte die Invasion der Ukraine offen, geriet selbst ins Visier von Sanktionen und trennte sich schließlich von seinen Yandex-Anteilen. Mit der Gründung von Nebius in Amsterdam suchte er bewusst den Standort Europa, den er in Interviews als verlässlicheres Umfeld für langfristige Innovationen bezeichnete. Unter dem Dach der neuen Gruppe entstanden neben der KI-Cloud auch das autonome Fahren-Start-up Avride und das Bildungsunternehmen TripleTen.

Der Milliardenvertrag mit Microsoft ist daher nicht nur ein kommerzieller Erfolg, sondern auch ein Symbol für die Neuorientierung eines Unternehmers, der seine Zukunft in einem stabilen, demokratischen Umfeld verankert hat. Nebius positioniert sich damit als europäischer Akteur in einem Feld, das bislang von US-amerikanischen Anbietern beherrscht wurde – und sendet das Signal, dass die KI-Infrastrukturbranche zunehmend global und geopolitisch aufgeladen ist.

FAQ

Ist die Nebius-Aktie handelbar?

Ja. Die Nebius Group ist an der Nasdaq gelistet (Ticker: NBIS). Nach der Ankündigung des Milliardenvertrags mit Microsoft stieg die Aktie Anfang September 2025 zeitweise um mehr als 40 Prozent.

Was ist Nebius?

Nebius ist ein niederländisches Unternehmen, das sich auf KI-Infrastruktur spezialisiert hat. Es bietet Cloud-Dienste, GPU-Rechenleistung, Speicher und Software-Tools für Entwickler von KI-Anwendungen.

Wer steckt hinter Nebius?

Gegründet wurde Nebius von Arkadi Wolosch, dem Mitgründer und früheren CEO des russischen Tech-Konzerns Yandex. Nach seinem Bruch mit Russland gründete er 2024 die Nebius Group mit Sitz in Amsterdam.

Was macht Nebius?

Das Unternehmen stellt Entwicklern Rechenleistung und Infrastruktur bereit, die für das Training und den Betrieb von KI-Modellen benötigt wird. Neben der KI-Cloud betreibt Nebius auch andere Projekte wie das autonome Fahren-Start-up Avride und das Bildungsunternehmen TripleTen.

Ist die Nebius-Gruppe russisch?

Nein. Nebius hat seinen Sitz in Amsterdam, Niederlande. Es ging zwar aus Teilen des russischen Unternehmens Yandex hervor, wurde aber bewusst als europäische Firma gegründet. Arkadi Wolosch wandte sich von Russland ab, nachdem er die Invasion der Ukraine kritisiert hatte, und positionierte Nebius als unabhängiges europäisches Unternehmen.

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Esma Sakalli

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