Die wichtigsten Punkte
Die Bank of Japan signalisiert eine mögliche Zinserhöhung im Dezember. Japans Zwei-Jahres-Rendite steigt auf einen Prozent, das höchste Niveau seit 2008. Bitcoin fällt in drei Stunden um fünf Prozent und liquidiert fast 700 Millionen Dollar an Positionen.
BOJ-Signale lösen Krypto-Beben aus
BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda deutete eine Zinserhöhung an. Japans Zwei-Jahres-Rendite stieg auf eins Prozent, das höchste Niveau seit 2008. Der Yen gewann bis zu 0.4 Prozent. Bitcoin reagierte heftig. Der Kurs sackte in drei Stunden von 91 500 Dollar auf 85 600 Dollar. Der November war verheerend: Mit minus 17.67 Prozent verzeichnete Bitcoin den schlechtesten November seit 2018.
Yen-Carry-Trades: Das Domino-Effekt-Szenario
Japanische Anleger borgen sich Yen zu niedrigen Zinsen und investieren in Bitcoin. Wenn die BOJ aber die Zinsen erhöht, wird Yen teurer. Das wiederum sorgt dafür, dass Anleger Bitcoin verkaufen um ihre Schulden zu bezahlen. Ein plötzlicher Anstieg des Verkaufsvolumens löste einen Dominoeffekt aus, verstärkt durch hohe Hebelpositionen. Über 219 000 Positionen wurden liquidiert. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf etwa 700 Millionen Dollar, etwa 645 Millionen Euro.
Marktauswirkungen: 210 Milliarden Dollar Verlust in 24 Stunden
Ein heftiger Absturz des Bitcoins hat eine Schockwelle durch die gesamte Kryptowelt gesendet. Im Zuge dessen erlebte auch Ethereum einen Wertverfall und stürzte auf 2850 Dollar ab. Die Turbulenzen führten zur Liquidierung von Ether-Positionen im Wert von rund 140 Millionen Dollar.
Insgesamt lösten sich innerhalb von nur 24 Stunden 210 Milliarden Dollar aus dem Kryptowährungsmarkt in Luft auf. Die negative Stimmung griff auch auf die traditionellen asiatischen Märkte über, wo beispielsweise der Nikkei 225 einen Verlust von 1.3 Prozent verzeichnete.
Ausblick: Dezember-Sitzung der BOJ entscheidend
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember liegt bei etwa 50 Prozent. Die BOJ-Sitzung findet am 18. und 19. Dezember statt - die aktuelle Rate liegt bei 0.5 Prozent. Experten erwarten bis zu drei Erhöhungen und sehen diese Woche als äußerst entscheidend.
FAQ
Was hat Japan mit dem Bitcoin-Crash zu tun?
Die Bank of Japan signalisierte eine Zinserhöhung. Japanische Anleger finanzieren Kryptoinvestitionen durch billige Yen-Kredite. Wenn Zinsen steigen, wird Yen teurer. Anleger verkaufen daher Bitcoin, um ihre Schulden zu bezahlen. Dies führt wiederum zu massiven Verkäufen.
Wie hoch ist die Volatilität von Bitcoin in diesem Jahr?
Bitcoin verzeichnete im November einen Monatsverlust von 17.67 Prozent, den schlechtesten seit 2018. Tägliche Schwankungen von drei bis fünf Prozent sind normal. Intraday-Swings von fünf bis zehn Prozent sind möglich. Seit Ende 2024 fiel Bitcoin jedoch um acht Prozent.





