Was ein Jahr! Wir lassen 2022 zurück und blicken auf einen frischen neuen Start mit dem Beginn des Jahres 2023. In diesem letzten Bericht des Jahres 2022 lassen wir das gesamte Jahr noch einmal Revue passieren und nehmen die wichtigsten Erfahrungswerte mit in das neue Jahr.
Begonnen hat dieses Jahr mit viel Unsicherheit über den Verlauf der anhaltenden Spannungen im Westen Russlands. Im Januar weitete Russland das Truppenaufgebot an seiner Grenze zur Ukraine aus, aber die Finanzmärkte waren wohlgemerkt schon zu diesem Zeitpunkt länger in einer Korrektur, deren Ausmaß zu Beginn des Jahres noch unterschätzt wurde. Bei einigen Aktien waren wir schon im Herbst 2021 in den ersten Zügen langanhaltender korrektiver Muster – Stichwort: Meta. Im Gegenzug zu den schwächelnden Wertpapieren stiegen die Rohstoffpreise schon im Vorfeld des Ukraine-Konflikts stärker an. Mit dem Einmarsch in die Ukraine, machte sich weltweit große Unsicherheit breit. Grund dafür war das normative Bedürfnis der internationalen Staatengemeinde, Russland für diese Aggression zu bestrafen, Russland aber zu sehr in der internationalen Wirtschaft integriert ist, als dass man diesen Akteur einfach umgehen könne.
Die Unsicherheit intensivierte sich über das gesamte Jahr. Öl und Gas erreichten 2022 Höchststände und trieben einen allgemeinen inflationären Trend an, welcher aber seinen Ursprung in der Corona-Krise hat. Um die Nachfrage in Zeiten der Lockdowns hochzuhalten, hatten ja viele Staaten sehr expansive geldpolitische Strategien angewandt. Dass die negativen Effekte gerade mit dem Ukraine-Konflikt zusammentrafen, hat den Druck auf die Finanzmärkte nochmal amplifiziert, welche natürlich auch über das gesamte Jahr keine Zeichen nachhaltiger Erholungen wiedergaben. Es entstanden in vielen Wirtschaften die größten Preisanstiege seit einigen Jahrzehnten. Somit wurde das Thema Inflation immer prominenter, obwohl man dieses Übel ja schon in den letzten Jahren gänzlich vergessen hatte und nur aus dem nun stagnierenden Immobilienmarkt kannte. Dagegen ging man mit ebenso historischen Zinssteigerungen vor, die es in der Intensität und Geschwindigkeit in vielen Ländern zuvor nicht gab. Dadurch wurden aber die institutionellen Anleger belastet, die natürlich durch die hohen Beleihungskosten weniger Anreize zum Investieren hatten. Interessant – und für den ein oder anderen möglicherweise überraschend – war auch, dass der Edelmetallsektor trotz massiven Inflationsraten und maximaler Unsicherheit in der Bevölkerung die von uns erwartete Korrektur weiter vorantrieb. Sowohl das Gold als auch das Silber erreichten hierbei die von uns teils bereits vor rund zwei Jahren gesteckten Ziele.
Unter allen großen Märkten erlebte jedenfalls der chinesische Leitindex Hang Seng eine der größten Klatschen und verlor in der Spitze mehr als 40% in diesem Jahr. Damit sank der Kurs auf Ebenen, die seit der Erholung von der Weltfinanzkrise im Jahr 2009 nicht mehr gesehen wurden, und stellte damit ein neues Tief nach 13 Jahren auf. Im dritten Quartal aber wurde der Hang Seng ebenso zu einem der Top-Performern mit mehr als 36% Wertzuwachs. Aufgrund des Ausmaßes nicht weniger nennenswert war der Einbruch des Nasdaq und des gesamten Technologiesektors. Mit über 36% stand der Nasdaq dieses Jahr zwischenzeitlich im Minus. Angetrieben wurde dies aber vor allem durch die Kursstürze von Meta, Amazon, Microsoft, Google, Tesla und Apple. Als unumstößlich und vollends sicher geglaubte Werte verloren diese im mehrstelligen Prozentbereich an Wert und radierten damit Abermilliarden an Marktkapitalisierung aus.
Dasselbe gilt für den als Markt der Zukunft gekrönten Kryptomarkt. Noch in 2021 standen wir als HKCM stark in der Kritik einen so umfangreichen Einbruch des Kryptosektors zu prognostizieren. „Bitcoin unter $20 000? Niemals!“, hieß es von überall. Jedoch erfüllte der Sektor diesen Wunsch vieler Anleger nicht. Das Ergebnis waren Bitcoin-Notierungen unter $16 000. Auf den gesamten Sektor gesehen versickerten auch hier mehrere Milliarden US-Dollar – und trotzdem bleib die Inflation hoch! Gerade in einem Sektor, wie bei dem der Kryptowährungen, sind sehr viele Neu- und Junganleger unterwegs gewesen, die desillusioniert dem Thema „Investieren“ den Rücken kehrten – nicht zuletzt, weil auch Skandale der Reputation dieser Branche schadeten.
Aber das ist nicht nur ein exklusiver Umstand im Kryptosektor. Gerade die, die 2020 mit dem Investieren begannen, weil man von den Einbrüchen in der Corona-Krise profitieren wollte, dachten, sie können nun beruhigt nach vorne schauen. In vielen Fällen kamen die Kurse auch nicht mehr auf diese Ebenen zurück, aber dort wo das der Fall war, erlebten viele neue Anleger das erste Mal den psychologischen Druck einer umfassenden Korrektur. Am Ende bleibt nur zu sagen, dass ein Aufgeben gerade jetzt nicht sinnvoll ist. Die Erfahrungswerte mitnehmen und in Zukunft darauf aufbauen ist der Weg zur finanziellen Freiheit – solche Jahre gehören dazu!
Für die HKCM war es ein ebenfalls sehr ereignisreiches Jahr. Gestartet sind wir in das Jahr 2022 mit einer überholten Webseite und einem limitierten Produktportfolio. Mit einem wachsenden Team und viel Einsatz haben wir nicht nur unserer Webseite und dem Logo einen neuen Anstrich verpasst, sondern auch eine Vielzahl von Produkten auf den Weg gebracht und bestehende Produkte verbessert. Das TECH33-Paket kam dazu, wir analysieren immer mehr Altcoins, veröffentlichen mittlerweile das Erdgas-Update täglich und auch Abonnenten der drei großen Aktien-Pakete bekommen mittlerweile jeden Tag Updates zu den Einzeltiteln. Wir blicken auf ein Jahr zurück in dem wir nicht nur mehr Charts zeigten, sondern unseren Abonnenten auch tiefgreifendere Erklärungen mitgaben. Im Trading Room, der mit der neuen Webseite auch für alle öffentlich erreichbar ist, versuchen wir Sie ganzheitlich über das Thema Finanzen zu informieren.
Im kommenden Jahr werden wir weiterhin mit Vollgas daran arbeiten, Ihnen den maximalen Mehrwert zu bieten. Ihre aktive Mitwirkung durch Umfragen und direkte E-Mails mit Feedback schätzen wir sehr und beherzigen dies. Wir freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr mit vielen Neuerungen und Verbesserungen! Das Wichtigste aber ist, dass Sie gesund bleiben und ebenso energisch an Ihren finanziellen Zielen arbeiten, bei denen wir Sie tatkräftig unterstützen werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch und einen tollen Start ins neue Jahr!




