Hochprozentiges fürs Glas und Portfolio: Willkommen, Pernod Ricard!
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Hochprozentiges fürs Glas und Portfolio: Willkommen, Pernod Ricard!

Author

Esma Sakalli

Pernod und Ricard – zwei Namen, zwei Welten, ein Imperium.

Keine andere Zusammenführung beschreibt besser, was 1975 in Frankreich geschah: Aus zwei traditionsreichen Familienbetrieben entstand der heute zweitgrößte Spirituosenkonzern der Welt.

Von Paris aus lenkt Pernod Ricard Marken wie Absolut, Jameson, Chivas Regal und Martell – Namen, die in Bars, Hotels und Duty-Free-Regalen rund um den Globus präsent sind.

Diese starke internationale Marktstellung macht das Unternehmen zum strategisch bedeutenden Vertreter Europas im weltweiten Luxus- und Genusssegment. Für Investoren im Euro-Titans-Paket zählt der Konzern deshalb zu jenen Titeln, die durch Markenwert, globale Reichweite und Widerstandsfähigkeit langfristig Orientierung bieten. Doch der Weg dorthin begann weit früher – und weit bescheidener.

Vom Absinthverbot zum Weltkonzern

Die Geschichte von Pernod Ricard reicht bis ins Jahr 1797 zurück, als Henri-Louis Pernod im schweizerischen Le Locle eine Absinthdestillerie eröffnete. Mit der späteren Verlagerung nach Pontarlier entwickelte sich Maison Pernod Fils zur wichtigsten Absinthmarke Europas – bis das Getränk verboten wurde und das Unternehmen auf Pastis umstieg.

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Parallel gründete Paul Ricard 1932 in Marseille sein eigenes Haus und machte Pastis zum französischen Nationalgetränk. Beide Firmen überstanden Verbote, Weltkriege und ökonomische Wandeljahre, bevor sie 1975 fusionierten und eine Expansionsstrategie einleiteten, die ihresgleichen sucht: Irish Distillers (1988), Yerevan Brandy (1998), Seagram Spirits (2001), Allied Domecq (2005) und schließlich Vin & Sprit samt Absolut Vodka im Jahr 2008.

Kartellrechtliche Auflagen erforderten den Verkauf einiger Marken, doch der Globalisierungskurs blieb ungebremst. Ein Paradebeispiel zeigt die Wirkung dieser Strategie: Mit der Übernahme von Lillet im Jahr 2008 lag der Absatz bei 750 000 Flaschen pro Jahr – 2021 waren es bereits zwölf Millionen weltweit. Dieses Wachstum bestätigt, wie erfolgreich Pernod Ricard Marken modernisiert, ohne ihre Identität zu verlieren.

Krisen, Kurswechsel und eine klare Handschrift: Führung im Wandel der Zeit

Auch ein globaler Marktführer bleibt nicht vor Rückschlägen verschont. 2013/14 trafen den Konzern gleich mehrere Belastungsfaktoren: Chinas Antikorruptionsmaßnahmen dämpften den Konsum teurer Spirituosen, ungünstige Wechselkurse schmälerten die Ergebnisse und der Absatz brach ein.

Die Folge war ein deutlicher Umsatz- und Ergebnisrückgang, woraufhin das Kostensenkungsprogramm Allegro weltweit 900 Stellen reduzierte. Seit 2015 führt Alexandre Ricard – Neffe des einstigen Firmenchefs Patrick Ricard – das Unternehmen und setzt auf Premiumisierung, Internationalisierung und starke Markenführung.

Parallel wuchsen mehrere Premiumsparten weiter, allen voran internationale Marken wie Absolut, Jameson und Chivas. Dass ein Konzern in einer globalen Krise zweistellige Milliardenumsätze hält und sein Portfolio weiter ausbaut, zeigt die strukturelle Stabilität eines Geschäftsmodells, das auf starken Marken und globaler Nachfrage basiert.

Warum dieser Titel heute besonders relevant ist

Für Anleger bietet Pernod Ricard etwas, das nur wenige Konzerne in dieser Form besitzen: ein globales Portfolio ikonischer Marken, eine nachweislich erfolgreiche Übernahmestrategie und die Fähigkeit, Krisen mit struktureller Anpassung zu begegnen. In einem Umfeld, in dem Genuss- und Luxusmarken zunehmend weltweit gefragt sind, bleibt der Konzern ein robuster Wachstumswert im Euro-Titans-Paket.

Wer langfristig investieren möchte, findet hier ein Unternehmen, das Tradition, Modernisierung und internationale Durchsetzungskraft verbindet – und damit auch in Zukunft einen festen Platz in der globalen Premiumwelt beanspruchen wird. Zum neuen Euro-Titans-Paket gelangen Sie hier.

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Esma Sakalli

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