HKCM-Wochenvorschau: Zentrale Wirtschaftsdaten aus Deutschland, Eurozone und Übersee im Fokus
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HKCM-Wochenvorschau: Zentrale Wirtschaftsdaten aus Deutschland, Eurozone und Übersee im Fokus

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Arcan Askin

In der laufenden Woche vom 20. bis 27. Oktober 2025 stehen zentrale Wachstums-, Inflations- und Konjunkturdaten aus den wichtigsten Volkswirtschaften im Fokus. Nachdem am gestrigen Montag bereits wichtige chinesische BIP-Zahlen veröffentlicht wurden, folgen in den kommenden Tagen kanadische Verbraucherpreise, deutsche Einkaufsmanagerindizes und US-Inflationsdaten.

Montag: Chinesische Wachstums- und Konjunkturdaten

Gestern Montag, 20. Oktober, wurden um 04:00 Uhr deutscher Zeit die wichtigsten chinesischen Wirtschaftsdaten veröffentlicht mit folgenden Ergebnissen:

• Retail Sales (Einzelhandel Jahr): Erwartung 2.9 Prozent → Ergebnis 3.0 Prozent (leicht über Erwartung)

• Gross Domestic Product (BIP Jahr): Erwartung 4.8 Prozent → Ergebnis 4.6% (unter Erwartung) Prozent

• Gross Domestic Product (BIP Quartal): Erwartung 0.8 Prozent → Ergebnis 1.1 Prozent (über Erwartung)

• Industrial Production (Industrieproduktion Jahr): Erwartung 5.0 Prozent → Ergebnis 6.5 Prozent (deutlich über Erwartung)

Bewertung der gestrigen Ergebnisse: Die chinesischen Daten vom Montag zeigten ein gespaltenes Bild der zweitgrößten Volkswirtschaft. Während das jährliche BIP-Wachstum mit 4.6 Prozent enttäuschte und das offizielle Wachstumsziel von 5 Prozent verfehlte, überraschte die Industrieproduktion mit starken 6.5 Prozent positiv. Der Einzelhandel mit 3.0 Prozent lag leicht über den Erwartungen, während das Quartalswachstum von 1.1 Prozent die Prognosen deutlich übertraf. Diese Daten verdeutlichen die anhaltenden strukturellen Herausforderungen Chinas zwischen schwächelndem Konsum und robuster Industrieproduktion.

Dienstag: Kanadische Inflationsdaten 

Der heutige Dienstag konzentrierte sich auf wichtige kanadische Inflationsdaten. Um 14:30 Uhr deutscher Zeit wurden veröffentlicht:

• BoC Kern-Verbraucherpreisindex (Jahr): Vorherig 2.6 Prozent → Erwartung 2.3 Prozent → Ergebnis 2.8 Prozent

• Verbraucherpreisindex (Jahr): Vorherig 1.9 Prozent → Erwartung 2.3 Prozent → Ergebnis 2.4 Prozent

Die kanadischen Inflationsdaten haben besondere Bedeutung, da sie wichtige Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Bank of Canada geben. Der Kern-VPI mit einem Wert von 2.8 Prozent liegt über dem Zielbereich der Bank of Canada von 2.0 Prozent, während der Gesamt-VPI mit 2.4 Prozent über den Erwartungen liegt.

Der Kern-Verbraucherpreisindex schließt volatile Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel aus und gilt als besserer Indikator für den zugrunde liegenden Inflationstrend. Ein Wert von 2.8 Prozent deutet auf anhaltenden Inflationsdruck und könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, ihre geldpolitische Haltung zu überdenken.

Der Gesamt-VPI von 2.4 Prozent zeigt, dass die Gesamtinflation gestiegen ist. Die Divergenz zwischen Kern- und Gesamtinflation wird ein wichtiger Diskussionspunkt für die künftige BoC-Politik sein.

Mittwoch: Japanische Handelsdaten

Der Mittwoch bringt wichtige japanische Außenhandelsdaten. Um 01:50 Uhr deutscher Zeit werden veröffentlicht:

• Importe (Jahr): -5.2 Prozent (vorherig)

• Saisonbereinigte Handelsbilanz: -150.1 Milliarden Yen (vorherig)

• Exporte (Jahr): -0.1 Prozent (vorherig)

• Güter-Handelsbilanz Gesamt: -242.5 Milliarden Yen (vorherig)

Die japanischen Handelsdaten werden wichtige Hinweise auf die externe Nachfrage und die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Wirtschaft geben. Der Rückgang der Importe um 5.2 Prozent im Jahresvergleich (vorherig) deutet auf schwächelnde Binnennachfrage hin, während die nahezu stabilen Exporte (-0.1 Prozent) die Widerstandsfähigkeit der japanischen Exportindustrie zeigen. Die negative Handelsbilanz von 242.5 Milliarden Yen spiegelt die anhaltenden Herausforderungen Japans bei der Energieimportabhängigkeit wider.

Donnerstag: US-Arbeitsmarktdaten

Der Donnerstag konzentriert sich auf wichtige US-Arbeitsmarktvorlaufdaten. Um 14:30 Uhr deutscher Zeit werden veröffentlicht:

• Initial Jobless Claims: 218.0 Tausend (vorherig) → 227.0 Tausend erwartet

Die erwartete Verschlechterung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe von 218.0 auf 227.0 Tausend würde auf eine leichte Abschwächung des US-Arbeitsmarktes hindeuten. Die Initial Jobless Claims gelten als wichtiger Frühindikator für die Arbeitsmarktentwicklung und werden wöchentlich veröffentlicht. Ein Anstieg deutet auf zunehmende Entlassungen hin und könnte ein Vorlaufindikator für eine Verschlechterung der allgemeinen Beschäftigungslage sein.

Freitag: Deutsche, europäische und US-amerikanische Konjunktur- und Inflationsdaten

Der Freitag wird zum Höhepunkt der Woche mit wichtigen PMI-Daten aus Deutschland und der Eurozone sowie US-Inflationsdaten.

Deutschland startet um 09:30 Uhr mit PMI-Daten:

• HCOB EMI Gesamtindex: 52.0 Punkte (vorherig)

• HCOB EMI des verarbeitenden Gewerbes: 49.5 Punkte (vorherig)

• HCOB EMI Dienstleistungen: 51.5 Punkte (vorherig)

Die deutschen PMI-Daten zeigen ein gemischtes Bild der deutschen Konjunktur. Der Gesamtindex von 52.0 Punkten (vorherig) deutet auf eine moderate Expansion hin, wobei Werte über 50 auf Wachstum hindeuten. Das verarbeitende Gewerbe mit 49.5 Punkten bleibt in der Kontraktion, während die Dienstleistungen mit 51.5 Punkten im Expansionsbereich liegen. Dieses Muster spiegelt die bekannte Zweiteilung der deutschen Wirtschaft wider.

Um 10:00 Uhr folgen Eurozone-PMI-Daten:

• HCOB EMI für Dienstleistungen: 51.3 Punkte (vorherig)

• HCOB Composite EMI: 51.2 Punkte (vorherig)

• HCOB EMI des verarbeitenden Gewerbes: 49.8 Punkte (vorherig)

Die Eurozone-Daten zeigen ein ähnliches Muster wie Deutschland mit stabilen Dienstleistungen (51.3 Punkte) und schwächelndem verarbeitendem Gewerbe (49.8 Punkte). Der Composite EMI von 51.2 Punkten deutet auf eine moderate Gesamtexpansion hin.

USA bringen um 14:30 Uhr wichtige Inflationsdaten:

• Verbraucherpreisindex (Monat): 0.4 Prozent (vorherig) → 0.3 Prozent erwartet

• Verbraucherpreisindex ohne Lebensmittel und Energie (Monat): 0.3 Prozent (vorherig) → 0.3 Prozent erwartet

• Verbraucherpreisindex (Jahr): 2.9 Prozent (vorherig)

• Verbraucherpreisindex ohne Lebensmittel und Energie (Jahr): 3.1 Prozent (vorherig)

Die erwartete Verlangsamung der monatlichen Inflation von 0.4 auf 0.3 Prozent würde auf eine Entspannung des Preisdrucks hindeuten. Die Kerninflation soll bei 0.3 Prozent monatlich stabil bleiben. Die Jahreswerte von 2.9 Prozent (Gesamt) und 3.1 Prozent (Kern) zeigen, dass die US-Inflation weiterhin über dem Fed-Ziel von 2.0 Prozent liegt.

Um 15:45 Uhr schließen US-PMI-Daten die Woche ab:

• S&P Global EMI Dienstleistungen: 54.2 Punkte (vorherig)

• S&P Global EMI des verarbeitenden Gewerbes: 52.0 Punkte (vorherig)

Die US-PMI-Daten zeigen eine robuste Wirtschaft mit starken Dienstleistungen (54.2 Punkte) und solidem verarbeitendem Gewerbe (52.0 Punkte), beide deutlich im Expansionsbereich.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche!

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Arcan Askin

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