In der Woche vom 7. bis 11. April 2025 stehen wichtige Wirtschaftsdaten an. Von China bis zu den USA – entscheidende Kennzahlen zu Inflation, Handel und Verbraucherstimmung werden veröffentlicht.
Deutschland: Exporte, Importe und der Verbraucherpreisindex
Am gestrigen Montag vom Statistischen Bundesamt Deutschland die Industrieproduktion (saison- und arbeitstagbereinigt, im Jahresvergleich) veröffentlicht. Diese Zahl zeigt, wie sich die industrielle Produktion im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Ein Rückgang von vorherig -1.6 Prozent auf -4 Prozent deutet auf eine schwächelnde Wirtschaft hin. Genauer genommen zeigt der Wert das Volumen der Industrieproduktion in Deutschland. Zudem wurde die Handelsbilanz veröffentlicht, die den Unterschied zwischen den Exporten und Importen zeigt. Ein Wachstum des Überschusses von 16 Milliarden Euro auf 17.7 Milliarden Euro deutet darauf hin, dass Deutschland mehr exportiert als importiert, was grundsätzlich positiv für die Wirtschaft ist. Ein Rückgang dieser Zahl könnte jedoch auf eine schwächere internationale Nachfrage hinweisen.
Am Freitag, den 11. April, wird in Deutschland der harmonisierte Verbraucherpreisindex (harm. VPI) bekanntgegeben. Dieser Index misst die Inflation nach einem EU-weit standardisierten Verfahren und ermöglicht den Vergleich zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Ein Anstieg von 2.3 Prozent könnte die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank beeinflussen, da eine hohe Inflation zu einer Straffung der Geldpolitik führen könnte.
Eurozone: Steigt der Verbrauch im Einzelhandel?
Ebenfalls am Montag wurde in der Eurozone der Einzelhandelsumsatz bekanntgegeben, der zuletzt ein Wachstum von 1.5 Prozent verzeichnet hatte. Der neue Wert liegt bei 2.3 Prozent und damit sogar über der Prognose von 1.8 Prozent. Der Einzelhandelsumsatz zeigt, wie viel Verbraucher im Einzelhandel ausgeben. Ein Anstieg deutet auf eine positive Konsumstimmung hin, während ein Rückgang auf eine mögliche Abschwächung der Nachfrage hindeuten könnte.
China: CPI und PPI im Detail
Am Donnerstag, den 10. April, veröffentlicht China zwei wichtige Indizes, den Erzeugerpreisindex (PPI) und den Verbraucherpreisindex (CPI). Der PPI misst die Preisentwicklung aus Sicht der Produzenten und wird mit einem Rückgang von 2.2 Prozent erwartet. Ein solcher Rückgang könnte auf sinkende Produktionskosten und eine schwächere wirtschaftliche Aktivität hinweisen. Der CPI hingegen misst die Inflation aus Sicht der Verbraucher. Der aktuelle Wert von -0.7 Prozent deutet auf Deflation hin, was auf eine geringe Nachfrage und eine schwächere Wirtschaftsentwicklung in China schließen lässt.
USA: FOMC-Protokolle und Verbrauchervertrauen
In den USA wird am Mittwoch, den 9. April, das FOMC-Protokoll veröffentlicht. Dieses Dokument gibt Einblicke in die geldpolitischen Überlegungen der US-Notenbank (Fed) und kann Hinweise darauf geben, wie die Zinspolitik in der Zukunft gestaltet wird. Am Donnerstag, den 10. April, wird zudem der Verbraucherpreisindex (CPI) veröffentlicht, der als Indikator für die Inflation gilt. Ein Anstieg von 2.8 Prozent im Jahresvergleich wird erwartet, was auf eine moderate Inflation hindeutet und den Druck auf die Fed erhöhen könnte, die Zinspolitik zu straffen, um die Inflation zu kontrollieren.
Ebenfalls am Freitag werden in den USA die Ergebnisse einer regelmäßigen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und der Uni Michigan zum Verbrauchervertrauen veröffentlicht. Dieser Index misst das Vertrauen der Verbraucher in die Wirtschaft. Ein hoher Wert deutet auf eine optimistische Einschätzung der wirtschaftlichen Zukunft hin, was tendenziell zu höheren Ausgaben und einer stärkeren Wirtschaft führt. Ein niedriger Wert könnte hingegen auf eine pessimistische Stimmung und zurückhaltenden Konsum hindeuten.
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche (Rest-)Woche!




