In dieser Woche stehen wichtige Wirtschaftsdaten in den USA, der Eurozone und in Deutschland an. Wir werfen einen Blick auf die relevanten Termine.
Deutschland: Einkaufsmanagerindizes und ifo-Daten
Am heutigen 24. März wurden in Deutschland gleich mehrere wichtige Indikatoren veröffentlicht. Der S&P Global/BME Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe wurde bei 46.50 erwartet, was auf eine weiterhin schwache Entwicklung im Industriesektor hinweist. Der PMI ist ein Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität eines Sektors, wobei Werte unter 50 auf eine Schrumpfung hinweisen.
Im Dienstleistungsbereich wurde ein PMI von 51.10 prognostiziert, was auf eine moderate Expansion des Sektors hinweist, denn Werte über 50 deuten auf Wachstum hin. Der Gesamtindex für den Sektor wurde heute mit 50.90 veröffentlicht und stieg damit im Vergleich zum Vormonat von 50.40 leicht an. Parallel dazu werden die ifo-Daten veröffentlicht: Der Geschäftsklimaindex, ein Maß für die Geschäftserwartungen und die aktuelle wirtschaftliche Lage in Deutschland, wird auf 85.20 geschätzt. Ein Wert über 100 deutet auf optimistische Erwartungen hin, während ein Wert unter 100 auf eine negative Stimmung hinweist. Die Unternehmensstimmung in Deutschland bleibt gedämpft.
Der ifo-Geschäftsklimaindex verharrte auch im Februar unverändert bei 85.2 Punkten. Während die Einschätzung der aktuellen Lage etwas negativer ausfiel, verbesserten sich die Erwartungen leicht. Insgesamt verbleibt die deutsche Wirtschaft in einer abwartenden Haltung.
Eurozone: PMI-Daten und Geldmengenwachstum
Gleichermaßen wurden in der Eurozone die S&P Global Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 48.70 (Vormonat: 47.60, Prognose: 48.00) und deutet damit auf eine leichte Verbesserung der Industrieaktivität hin. (Werte um 50 signalisieren eine ausgeglichene Wirtschaft).
Der Dienstleistungs-PMI lag bei 50.40 (Vormonat: 50.60, Prognose: 51.00), was auf eine insgesamt stagnierende Entwicklung im Sektor hindeutet. Der Gesamtindex der Eurozone erreichte 50.40 und bestätigte damit das Bild einer stabilisierten, jedoch fragilen wirtschaftlichen Lage.
Zusätzlich werden die Daten zur M3-Geldmenge und den Privatkrediten am Donnerstag veröffentlicht. Die M3-Geldmenge gibt Aufschluss über das Gesamtvolumen des Geldes in der Wirtschaft und kann Hinweise auf Inflation oder Deflation sowie die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) liefern.
USA: PMI-Daten und Verbraucherindikatoren
Auch in den USA wurden heute, am 24. März, wichtige Daten veröffentlicht. Der S&P Global PMI für den Dienstleistungssektor sprang auf 54.30 (Vormonat: 51.00, Prognose: 51.20) und signalisiert damit eine robuste Expansion. Der Gesamtindex lag mit 53.50 ebenfalls über den Erwartungen. Die Industrie hingegen zeigte sich schwächer: Der PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel auf 49.80 (Vormonat: 52.70, Prognose: 51.90) und rutschte damit wieder in den kontraktiven Bereich.
Besonders spannend ist der nationale Aktivitätsindex der Federal Reserve in Chicago, da dieser einen breiten Überblick über die wirtschaftliche Aktivität der USA bietet. Der Index liegt aktuell bei -0.03, was eine schwache Entwicklung zeigt. Der aktuelle Chicago Fed National Activity Index für Februar kam heute überraschend bei 0.18 und übertraf den vorherigen Wert. Dieser Index mit dem Kürzel CFNAI, ist ein monatlicher Index der US-Wirtschaftstätigkeit, der die Schwankungen von 85 Datenreihen zusammenfasst, die in vier Gruppen eingeteilt sind: Produktion und Einkommen; Beschäftigung, Arbeitslosigkeit und Arbeitsstunden; persönlicher Verbrauch und Wohnungsbau; und Verkäufe, Aufträge und Lagerbestände.
Am Dienstag, dem 25. März, wird der Verbrauchervertrauensindex des Conference Board erwartet, der die allgemeine Stimmung der Verbraucher widerspiegelt. Auch die Reden von FOMC-Mitgliedern werden verfolgt, um Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.
Weitere wichtige Daten: BIP und PCE-Inflation
Am kommenden Donnerstag, den 27. März, werden die BIP-Daten der USA veröffentlicht, die voraussichtlich ein Wachstum von 2.30 Prozent zeigen werden. Diese Zahl könnte die Markterwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Gesamtwert aller in einem Land produzierten Waren und Dienstleistungen und ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit eines Landes. Auch der PCE Deflator, der die Inflation misst, wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Ein stabiler oder sinkender Wert würde die Fed in ihrer Entscheidung zur Zinspolitik unterstützen.
Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!




