Montag – T-Mobile und Starlink starten satellitengestützte Mobilfunkverbindung
T-Mobile und SpaceX machen Ernst: Ab Juli 2025 startet ihr satellitengestützter Mobilfunkdienst nach monatelanger Beta-Phase. Nutzer erhalten für 15 US-Dollar pro Monat eine direkte Verbindung über Starlink-Satelliten – ohne zusätzliche Hardware. Der Dienst soll Funklöcher schließen, insbesondere in ländlichen Gebieten der USA. Erste Tests zeigen jedoch noch Verbindungsprobleme und Verzögerungen.
Die Technologie nutzt die zweite Generation der Starlink-Satelliten und ermöglicht Übertragungsraten von 2 bis 4 Mbit/s pro Satelliten-Zelle. Zudem wird der Dienst zunächst exklusiv für T-Mobile-Kunden verfügbar sein, bevor eine mögliche Ausweitung folgt.
Dienstag – Google und SoftBank investieren in Quantencomputer ohne Kühlung
Das Quantencomputing-Startup QuEra sichert sich 230 Millionen US-Dollar in einer Finanzierungsrunde mit Google und der SoftBank. Diese Investitionsrunde soll die Skalierung und Fehlerkorrektur der Systeme vorantreiben. Mit dem Geld plant QuEra bis 2026 einen 10 000-Qubit-Computer zu entwickeln. Zum Vergleich: Google hat aktuell einen 72-Qubit-Computer und IBM einen mit 1221 Qubits.
Das 2018 aus dem Massachusetts Institute of Technology gegründete Unternehmen setzt auf neutrale Atom-Qubits, die im Gegensatz zu anderen Technologien von Google keine extreme Kühlung bis zum absoluten Nullpunkt von – 273 Grad benötigen, sondern bei Raumtemperatur arbeiten können. Das Unternehmen erzielte bereits Umsätze in Millionenhöhe und laut Google könnten kommerzielle Anwendungen für Quantencomputer in weniger als fünf Jahren Realität werden.
Mittwoch – Barrick Gold nimmt Betrieb in Mali wieder auf
Barrick Gold, ein führendes globales Bergbauunternehmen, kündigt an, die Produktion in der Loulo-Gounkoto-Mine in Mali wieder aufzunehmen, sobald die blockierten Goldlieferungen freigegeben werden. Die Mine trägt bis zu zehn Prozent zum malischen Bruttoinlandsprodukt bei und beschäftigt rund 8 000 Menschen.
Die Regierung hatte im Januar 2025 Gold im Wert von 245 Millionen US-Dollar beschlagnahmt und forderte rückwirkende Steuerzahlungen in Höhe von 512 Millionen US-Dollar. Barrick bot hingegen 370 Millionen US-Dollar zur Einigung an, doch die Verhandlungen stocken.
Donnerstag – Porsche streicht 1.900 Stellen
Porsche plant bis 2029 rund 1 900 Arbeitsplätze in Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach abzubauen. Grund sind sinkende Verkaufszahlen bei Elektroautos und ein Strategiewechsel hin zu Hybrid- und Verbrennerfahrzeugen. Besonders der chinesische Markt bereitet dem Autobauer aus Stuttgart Probleme: Bereits 2024 brachen die Verkaufszahlen dort um 28 Prozent ein.
Trotz des Stellenabbaus seien betriebsbedingte Kündigungen bis 2030 ausgeschlossen. Porsche setzt daher zuerst auf Altersteilzeit und freiwillige Abfindungen. Zudem wird das Entwicklungsbudget umverteilt, um bis 2025 bis zu 800 Millionen Euro in neue Verbrennermodelle zu investieren.
Freitag – Canopy Growth und Tilray erweitern Cannabis-Produktlinien
Canopy Growth, eine kanadische Firma im Bereich medizinisches Cannabis, bringt zwei neue THC-Getränke auf den kanadischen Markt: Rocket Root Beer und Charged Cream Soda enthalten jeweils 10 mg THC und 10 mg CBG pro Dose. Die Erweiterung stärkt Canopys Position als Marktführer für Cannabis-Getränke in Kanada, wo das Unternehmen bereits einen Marktanteil von 74 Prozent in diesem Segment hält.
Parallel dazu setzt Tilray auf den deutschen Cannabis-Medizinmarkt und führt zwei neue Cannabis-Extrakte ein, die zum einen für den Hochdosisbedarf mit Krankenkassengenehmigung erhältlich sind und zum anderen Probiergrößen zum einfachen Dosiseinstieg für Therapieneulinge. Für 2025 wird bei Tilray ein Umsatzwachstum von 40 Prozent erwartet, was den Cannabisproduzenten auf einen Umsatz von satten 1.35 Milliarden US-Dollar katapultieren würde.
Das war’s schon mit dem Wochenrückblick, der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Freitag.
Wir wünschen Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!






