HKCM-Wochenrückblick: SpaceX-Rakete explodiert, VW schneller als Tesla, GTA VI bremst Gaming
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HKCM-Wochenrückblick: SpaceX-Rakete explodiert, VW schneller als Tesla, GTA VI bremst Gaming

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Carlo Schmid

Montag: GTA VI-Delay drückt Gaming-Sektor

Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass sich die Veröffentlichung des Blockbusters GTA VI von Rockstar Games auf den 26. Mai 2026 verzögert. Die Verspätung des mit Spannung erwarteten Spiels dürfte nicht nur die Mutterfirma Take2, sondern das gesamte globale Wachstum der Videospielbranche ausbremsen. Laut einer neuen Analyse des Marktforschers Newzoo soll die Branche 2025 nur um 3.4 Prozent auf 188.9 Milliarden US-Dollar wachsen, das wäre nur minimal mehr als 2024. Neben der Verzögerung des Rockstar-Titels seien auch Preissteigerungen bei Konsolen wie Xbox und Playstation für das langsamere Wachstum verantwortlich.

Im Hintergrund kämpft die Videospielbranche mit mehreren Herausforderungen: Neue Hardwarezyklen, steigende Produktionskosten durch Zölle und ein insgesamt unsicheres Konsumklima dämpfen die Erwartungen. Die für 2026 geplante Veröffentlichung von GTA VI  – auch auf dem PC – könnte das Wachstum später ankurbeln. Analysten erwarten zudem Impulse durch andere Top-Titel wie Capcoms Resident Evil Requiem und Nintendos rekordverdächtigen Switch-2-Start.

Dienstag: VW schlägt Tesla mit Robotaxi

Volkswagen hat am Dienstag in Hamburg sein erstes serienreifes Robotaxi vorgestellt, den ID Buzz AD. Das fahrerlose E-Fahrzeug auf Level 4 soll ab 2026 in Hamburg und Los Angeles starten. Damit ist VW dem Rivalen Tesla zuvorgekommen, dessen Robotaxi-Pläne bisher auf kleine Testflotten in Texas begrenzt sind. Der Konzern will künftig europaweit führender Anbieter autonomer Fahrdienste werden und hat bereits eine Kooperation mit Uber geschlossen.

Das autonome Fahren auf Level 4 bedeutet, dass das Fahrzeug komplett selbstständig fährt, ohne Fahrerin oder Fahrer. In Deutschland gibt es dafür bislang keine reguläre Zulassung, doch VW rechnet mit einer Freigabe bis Ende 2026. Zielgruppe sind Flottenbetreiber und Verkehrsverbünde, nicht Privatkunden. Trotz hoher Einstiegskosten gilt der Markt als lukrativ und heiß umkämpft, mit starker Konkurrenz aus China und von Tech-Riesen aus den USA wie Google, Amazon und eben Tesla.

Mittwoch: Adobe bringt Foto-KI für Smartphones

Adobe hat am Dienstag seine KI-Bildgenerierungs-App Firefly erstmals für Mobilgeräte veröffentlicht. Die App ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, mit einfachen Texteingaben realistische Bilder zu erstellen. Parallel dazu hat Adobe neue Partnerschaften mit OpenAI und TikTok angekündigt. Die App steht zunächst für iPhones zur Verfügung und soll später auch für Android erscheinen.

Mit Firefly setzt Adobe auf generative KI, also Künstliche Intelligenz, die eigenständig Inhalte erschafft. Anders als bei klassischen Bildbearbeitungs-Tools genügt hier eine Beschreibung in Textform, um ein komplett neues Bild zu erzeugen. Die Technologie richtet sich nicht nur an Kreativprofis, sondern auch an Unternehmen, etwa für Werbezwecke oder Produktvisualisierungen. Adobe will sich damit im Rennen gegen Wettbewerber wie Midjourney, Canva oder OpenAI behaupten.

Donnerstag: Airbus zieht Milliardenaufträge an Land

Airbus hat auf der Luftfahrtmesse in Farnborough zwei große Bestellungen erhalten: Die saudi-arabische Leasinggesellschaft AviLease bestellt 30 Mittelstreckenjets vom Typ A320neo und zehn Flugzeuge des Typs A350 mit einem geschätzten Listenwert von rund 3.5 Milliarden US-Dollar. Zudem ordert die polnische Fluggesellschaft LOT insgesamt 40 Maschinen vom Typ A220 und sichert sich Optionen auf 44 weitere. Die Auslieferungen sollen ab 2026 (AviLease) bzw. ab Sommer 2027 (LOT) beginnen.

Beide Aufträge betreffen Flugzeugtypen, die für ihren sparsamen Treibstoffverbrauch bekannt sind. Die A220-Jets sind speziell für Kurz- und Mittelstrecken ausgelegt und sollen bei LOT ältere Maschinen ersetzen. Die A350-Frachter ergänzen das Langstreckenangebot von AviLease. Für Airbus bedeuten die Aufträge einen weiteren Schub im Wettbewerb mit Boeing und anderen Herstellern.

Freitag Elon Musk SpaceX-Rakete explodiert erneut

Die Starship-36-Rakete von SpaceX ist am Mittwochabend bei einem Routinetest im texanischen Starbase-Gelände explodiert. Die Rakete sollte eigentlich für ihren zehnten Testflug vorbereitet werden, doch dann kam es laut SpaceX zu einer „katastrophalen Fehlfunktion“, während sie noch auf dem Teststand befestigt war. Verletzt wurde bei der Explosion niemand.

Starship ist mit 123 Metern die größte und leistungsstärkste Rakete der Welt und zentral für Tesla-Gründer Elon Musks Plan, Menschen zum Mars zu bringen. Beim sogenannten Static Fire Test wird die Rakete am Boden gezündet, ohne abzuheben. Und genau dabei kam es nun zur Explosion. Bereits die vorherigen beiden Tests endeten mit Fehlfunktionen. SpaceX verfolgt dabei laut Musk eine fail fast, learn fast-Strategie: Durch häufige Tests sollen Probleme früh erkannt und schnell behoben werden.

Das war's schon mit dem Wochenrückblick. Wir wünschen ein angenehmes Wochenende!

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Carlo Schmid

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