Montag – Trumps Zollschock löst Schwarzen Montag aus
Am vergangenen Montag stürzten weltweit die Aktienmärkte ab – getriggert durch die Ankündigung neuer US-Zölle durch US-Präsident Donald Trump. Der DAX verlor zum Handelsauftakt über zehn Prozent, der Hang Seng brach um über zwölf Prozent ein. Und auch der Nasdaq verlor über zwölf Prozent und verzeichnete somit den stärksten Tagesverlust seiner Historie.
Auch Einzelaktien wie Apple, Nvidia und Adidas verzeichnen zweistellige Kursverluste. Die EU reagiert mit Gegenmaßnahmen, und auch China kündigt höhere Zölle an. Börsianer nennen den Tag bereits den Schwarzen Montag des 21. Jahrhunderts.
Dienstag – Henkel vollzieht Verkauf von Handelsmarke
Henkel hat den Verkauf seines nordamerikanischen Handelsmarken-Geschäfts abgeschlossen – Wochen vor dem erwarteten Termin. Der Deal mit First Quality Enterprises umfasst Produkte wie Waschmittel und Weichspüler mit einem Jahresumsatz von rund 500 Millionen Euro. Die Transaktion markiert den Abschluss der seit 2022 laufenden Portfoliobereinigung. Henkel trennt sich damit vom margenschwachen Private-Label-Bereich. Insgesamt wurden in den letzten knapp drei Jahren Marken im Wert von über einer Milliarde Euro veräußert. Der Konzern will sich künftig auf margenstärkere Markenprodukte und technologiegetriebene Innovationen konzentrieren.
Mittwoch – Lagarde treibt digitalen Euro voran
Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde fordert ein eigenes europäisches Zahlungssystem, um die Abhängigkeit von Visa, Mastercard, PayPal und Alipay zu beenden. Bis Oktober 2025 sollen alle Vorbereitungen für den digitalen Euro abgeschlossen sein. Der digitale Euro soll als gesetzliches Zahlungsmittel Bargeld ergänzen und europaweit einsetzbar sein.
Die EU-Kommission plant dazu eine verbindliche Annahmepflicht für Händler. Parallel entwickelt die EZB eine zentrale Zahlungsplattform. Ziel ist es, Europas finanzielle Infrastruktur geopolitisch abzusichern und langfristig wirtschaftlich unabhängiger zu machen.
Donnerstag – XPENG startet in Polen mit drei Modellen
Der chinesische Elektrofahrzeughersteller XPENG hat gestern offiziell den Markteintritt in Polen vollzogen. In Warschau präsentierte der chinesische E-Autobauer drei Modelle: Den G9, den G6 und den P7 – alle mit bis zu 576 Kilometern Reichweite und einer 5-Sterne-Sicherheitsbewertung. Die Preise starten bei 47 000 US-Dollar. Vertriebspartner ist Inchcape, der bereits einen Showroom in Warschau eröffnet hat. XPENG plant die Eröffnung weiterer Standorte noch in diesem Monat. Höhepunkt der Veranstaltung war das Flugauto X2. Polen gilt als Schlüsselmarkt in Osteuropa. Der Markteintritt ist Teil von XPENGs Strategie, bis Ende 2025 in über 60 Ländern vertreten zu sein.
Freitag – Jazz Pharmaceuticals muss 145 Millionen bezahlen
Der Pharmakonzern Jazz Pharmaceuticals hat eine Einigung in Höhe von 145 Millionen Dollar bekanntgegeben, um Kartellklagen im Zusammenhang mit dem Narkolepsie-Medikament Xyrem beizulegen. Kläger warfen dem Unternehmen vor, mit Hikma Pharmaceuticals eine Vereinbarung getroffen zu haben, um günstigere Generika zu verzögern.
Die Klagen liefen seit 2020 vor einem Bundesgericht in North Carolina. Xyrem erzielte 2020 über 1.7 Milliarden US-Dollar Umsatz, 2024 nur noch rund 234 Millionen. Jazz bestreitet die Vorwürfe, will aber die Zahlung aus vorhandenen Barreserven leisten. Die Einigung bedarf noch der gerichtlichen Genehmigung.
Das war’s schon mit dem Wochenrückblick, der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Freitag.
Wir wünschen Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!






