Montag – Starbucks verzeichnet Umsatzrückgang und will Neustart
Starbucks hat für das vierte Quartal 2024 einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf 9.1 Milliarden US-Dollar gemeldet. Die globalen Filialumsätze sanken um sieben Prozent, in China sogar um 14 Prozent. Die operative Marge verringerte sich auf 14.4 Prozent.
Als Reaktion auf die schwache Kundenfrequenz setzt CEO Brian Niccol auf den Back to Starbucks-Plan: „Diese Strategie zielt darauf ab, grundlegende Änderungen vorzunehmen, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen“ – mit schnelleren Bestellprozessen, einer optimierten Preisstrategie und verbesserten Filialkonzepten. Eine Prognose für 2025 wurde bisher ausgesetzt, um strategische Anpassungen zu prüfen.
Dienstag – SAP mit Wachstum und optimistischer Prognose
SAP verzeichnete 2024 ein starkes Umsatzwachstum, vorwiegend im Cloud-Geschäft. Der Gesamtumsatz ist im abgelaufenen vierten Quartal um zehn Prozent auf 34.2 Milliarden Euro gestiegen, während die Clouderlöse um 25 Prozent auf 17.14 Milliarden Euro wuchsen.
Das operative Ergebnis verbessert sich um 25 Prozent auf 8.15 Milliarden Euro. Für 2025 hebt SAP die Prognose an: Der operative Gewinn soll auf bis zu 10.6 Milliarden Euro steigen, das Cloud-Geschäft um bis zu 28 Prozent zulegen. Treiber sind der Umstieg auf Cloud-Lösungen, KI-Integration und Effizienzsteigerungen. Analysten bewerten die Entwicklung positiv, trotz kurzfristiger Marktvolatilität.
Mittwoch – US-Navy verbietet DeepSeek
Die US-Navy hat die Nutzung der chinesischen KI-Plattform DeepSeek offiziell untersagt. Seit dem 24. Januar 2025 ist die Software für militärisches und privates Personal verboten. Als Grund nennt die Navy potenzielle Sicherheitslücken und ethische Risiken. DeepSeek sorgte mit seinem hocheffizienten Modell DeepSeek V3 für Aufsehen, das binnen zwei Monaten für weniger als sechs Millionen Dollar entwickelt wurde.
Die Technologie überholte ChatGPT kurzzeitig in allen App-Store-Rankings. Das Verbot reiht sich in bestehende US-Maßnahmen gegen chinesische Technologieunternehmen ein und heizt den Wettlauf um die beste KI weiter an.
Donnerstag – Grayscale beantragt XRP-ETF
Der Krypto-Vermögensverwalter Grayscale hat am Donnerstag einen Antrag bei der SEC eingereicht, um seinen bestehenden XRP-Trust in einen börsengehandelten Fonds (Spot-ETF) umzuwandeln. Der ETF soll an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet werden und den XRP-Kurs abbilden.
Aktuell verwaltet der Trust rund 16.1 Millionen Dollar in XRP. Die Verwahrung übernimmt im Falle einer Zulassung die Kryptobörse Coinbase, während BNY Mellon als federführender Finanzdienstleister fungiert. Der Antrag folgt auf eine Reihe neuer Krypto-ETF-Einreichungen und könnte den institutionellen Zugang zu XRP erheblich erleichtern. Eine Entscheidung der US-Börsenaufsicht steht aus.
Freitag – Lagarde lehnt Bitcoin als EU-Reserve ab
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat Bitcoin als mögliche Reservewährung für europäische Zentralbanken kategorisch ausgeschlossen. Während einer Pressekonferenz erklärte sie, dass Bitcoin weder die erforderliche Liquidität noch Sicherheit oder Stabilität bieten würde. Ihre Aussage erfolgte als Reaktion auf Überlegungen der tschechischen Nationalbank, Bitcoin als Reserve-Asset zu prüfen.
Trotz Lagardes Absage an eine gesamteuropäische Bitcoin-Adaption hat die tschechische Nationalbank bereits am Donnerstag per Abstimmung im Vorstand beschlossen, die Option einer BTC-Reserve zu analysieren. Der tschechische Zentralbankchef Aleš Michl hatte Mitte der Woche öffentlich erklärt: “Für die Diversifizierung unserer Vermögenswerte scheint Bitcoin gut zu sein”
Das war’s schon mit dem Wochenrückblick, der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Freitag.
Wir wünschen Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!






