HKCM-Wochenrückblick: Elon Musk crasht Netflix, Merz gegen Verbrenner-Verbot
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HKCM-Wochenrückblick: Elon Musk crasht Netflix, Merz gegen Verbrenner-Verbot

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Carlo Schmid

Netflix-Aktie fällt nach Boykott-Aufruf von Elon Musk

Elon Musk hat seine 227 Millionen Follower auf X dazu aufgerufen, Netflix zu kündigen, mit der Begründung, der Streamingdienst sei „zu woke“ und gefährde die Gesundheit von Kindern. Auslöser war die Animationsserie Dead End: Paranormal Park, in der eine Hauptfigur transgender ist. Musk teilte mehrfach Beiträge konservativer Accounts, die Netflix eine Transgender-Agenda vorwerfen. Kurz darauf fiel die Netflix-Aktie um rund zwei bis vier Prozent, obwohl Analysten den Effekt als kurzfristig einstufen.

Die Debatte reiht sich in eine Serie politisch aufgeladener Kulturkämpfe ein, bei denen große Marken wegen Diversität oder Inklusion ins Visier geraten. Laut CNBC glauben Finanzexperten nicht, dass Musks Boykott-Aufruf Netflix nachhaltig schadet. Das Unternehmen zählt über 300 Millionen Abonnenten und hat einen Börsenwert von rund 490 Milliarden Dollar.

EU startet Milliardenplan für KI-Entwicklung

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch ein milliardenschweres Förderprogramm für Künstliche Intelligenz vorgestellt. Insgesamt sollen rund 1 Milliarde Euro in den Ausbau von KI in Schlüsselbranchen wie Gesundheit, Energie, Mobilität und Fertigung fließen. Ziel ist es, Europas Abhängigkeit von US- und China-Technologien zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen zu stärken. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, sie wolle, dass „die Zukunft der KI in Europa gemacht wird“.

Mit der Apply AI-Strategie soll der Einsatz von KI in Unternehmen und Verwaltungen erleichtert werden, etwa durch spezielle Innovationszentren, Forschungsprogramme und eine bessere Dateninfrastruktur. Parallel startet die Initiative AI in Science, die europäische Forschung mit mehr Rechenleistung und Fördergeldern ausstattet. Der Plan sei Teil des größeren Bestrebens, Europas digitale Souveränität zu sichern, also unabhängiger von außereuropäischen Technologien zu werden und eigene Standards zu setzen.

CDU-Chef Merz stellt sich gegen Verbrenner-Verbot

Friedrich Merz hat sich beim Autogipfel im Kanzleramt klar gegen das geplante EU-Verbot für neue Verbrennungsmotoren ab 2035 ausgesprochen. Der CDU-Chef und Bundeskanzler betonte, er werde „alles dafür tun“, um einen harten Schnitt zu verhindern. Merz traf sich mit Spitzenvertretern der deutschen Autoindustrie, Gewerkschaften und Ministerpräsidenten, um über die Zukunft des Standorts zu beraten. Statt eines vollständigen Ausstiegs will er mehr Zeit und Spielraum für alternative Antriebstechnologien wie synthetische Kraftstoffe und Hybride.

Merz hat betont, dass Deutschland mehr Flexibilität bei der Umsetzung des EU-Ziels zur CO₂-Reduktion brauche. Während die EU-Kommission bisher vorsieht, ab 2035 keine neuen Benzin- oder Dieselautos mehr zuzulassen, fordern mehrere deutsche Hersteller und Politiker Ausnahmen. Sie sprechen sich dafür aus, auch nach diesem Datum Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen wie E-Fuels oder Hybriden zu erlauben. Vertreter der Autoindustrie argumentieren, dass ein zu striktes Verbot die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China und den USA gefährden könnte.

Apple Vision Pro zeigt jetzt Live-Sport in 3D

Apple hat angekündigt, erstmals Live-Sport in seinem Immersive Video-Format mit der Apple Vision Pro anzubieten. Zum Start können Vision-Pro-Nutzer ausgewählte Spiele der Los Angeles Lakers direkt über die NBA-App oder den neuen Spectrum-SportsNet-Dienst in 3D erleben. Mit der neuesten Version des Betriebssystems visionOS 26 sollen Fans das Gefühl haben, direkt am Spielfeldrand zu sitzen, mit Perspektiven, die klassische TV-Übertragungen nicht bieten.

Das Projekt ist Teil von Apples größerer Strategie, seine Mixed-Reality-Brille zu einem Erlebniszentrum für Entertainment und Sport auszubauen. Schon länger experimentiert Apple mit immersiven Inhalten wie Konzerten oder Kurzfilmen. Künftig könnte die Technologie auch bei Fußballspielen zum Einsatz kommen, etwa im modernisierten Bernabéu-Stadion von Real Madrid, das laut Clubpräsident Florentino Pérez mit 360-Grad-Kameras und 8K-Übertragung ausgestattet werden soll.

Ölpreis fällt nach Waffenstillstand in Gaza

Nach dem überraschenden Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas sind die Ölpreise am Donnerstag um rund 1.5 Prozent gefallen. Laut Reuters und CNBC sank der Preis für die Nordseesorte Brent auf 65.22 Dollar pro Barrel, während US-Rohöl (WTI) auf 61.51 Dollar fiel. Das Abkommen, das von den USA vermittelt wurde, sieht die Freilassung israelischer Geiseln im Austausch gegen palästinensische Gefangene sowie einen teilweisen Rückzug Israels aus Gaza vor. Die Märkte reagierten mit Erleichterung, da die Gefahr einer weiteren Eskalation im Nahen Osten abnahm.

Der Rückgang wurde durch das Nachlassen der sogenannten Risikoprämie ausgelöst – einem Preisaufschlag, der entsteht, wenn Anleger wegen geopolitischer Spannungen höhere Risiken einkalkulieren. Analysten erklärten, dass sich der Fokus nun wieder auf das weltweite Überangebot und die geplante Produktionsausweitung der OPEC+ richte. Auch ein möglicher wirtschaftlicher Dämpfer in den USA, etwa durch einen drohenden Regierungsstillstand, könnte die Ölnachfrage weiter schwächen.

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Carlo Schmid

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