Es ist Freitag und somit lassen wir eine weitere spannende Handelswoche hinter uns. Was in der Welt der Finanzen passiert ist, betrachten wir in unserem Wochenrückblick.
Montag – Italien plant milliardenschweren SpaceX-Deal
Die italienische Regierung steht kurz vor einer wichtigen Zusammenarbeit mit SpaceX. Ziel ist ein Telekommunikationsprojekt, das die Regierungs- und Militärkommunikation über fünf Jahre hinweg sicherstellen soll. Mit einer geplanten Investition von 1.5 Milliarden Euro strebt Italien an, sichere Verschlüsselungen für Telefon- und Internetdienste sowie Notfallkommunikation durch Satelliten bereitzustellen.
Das Starlink-System von SpaceX wird auch im Mittelmeerraum für militärische Zwecke eingesetzt. Die italienischen Geheimdienste und das Verteidigungsministerium haben bereits zugestimmt. Gleichzeitig äußerten die Demokratische Partei und lokale Telekommunikationsanbieter Bedenken, da der Deal nationale Souveränität und Marktanteile beeinträchtigen könnte.
Dienstag – Formel1-Team von Mercedes trägt Adidas
Am Dienstag wurde die Partnerschaft zwischen Adidas und dem Mercedes-AMG Petronas-Formel1-Team bekanntgegeben. Ab der Saison 2025 wird Adidas das gesamte Team mit speziell entwickelter Bekleidung, Schuhen und Accessoires ausstatten. Neben Rennanzügen für Fahrer wie George Russell wird es auch eine Lifestyle-Kollektion für Fans geben.
Die Zusammenarbeit markiert den ersten Einstieg von Adidas in die Formel 1, wobei die erste Kollektion im Februar 2025 vorgestellt wird. "Unsere Partnerschaft mit Adidas ist ein klares Bekenntnis unseres Teams, mit dem wir beginnen, unser nächstes Kapitel zu schreiben. Adidas ist eine Markenikone, die nicht nur unser Engagement für Spitzenleistungen, sondern auch für Stil und Eleganz teilt," erklärte Toto Wolff, CEO des Rennstalls.
Mittwoch – Honeywell und NXP bauen KI-Flugtechnik
Am Mittwoch haben Honeywell und der Nasdaq-gelistete Chip-Hersteller NXP Semiconductors auf der Tech-Messe CES 2025 in Los Angeles eine Partnerschaft angekündigt, um smarte Luftfahrt-Technik zu entwickeln. Ziel ist die Integration von künstlicher Intelligenz und Hochleistungsrechnern in Honeywells Cockpitsystem Anthem. Dadurch sollen Flugplanung und -management effizienter und sicherer werden.
Schon jetzt gilt Honeywell als einer der führenden Hersteller von Flugschreibern in den Vereinigten Staaten. Zudem arbeiten beide Unternehmen an hochauflösenden Cockpit-Displays und Technologien für autonomes Fliegen. Erste Anwendungen sind bei Vertical Aerospace geplant, einem Luft- und Raumfahrtkonzern für elektrischer Luftfahrzeuge aus England.
Donnerstag – Stada bereitet Milliarden-IPO in Frankfurt vor
Der hessische Arzneimittelhersteller Stada, unter anderem bekannt für das Grippe-Medikament Grippostad, plant um Ostern 2025 einen Börsengang an der Frankfurter Börse. Das Einnahme-Ziel des Börsengangs liegt bei zwei Milliarden Euro. Andreas Fibig, Vorstandsmitglied beim Abnehmspritzen-Hersteller Novo Nordisk, wird unabhängiger Vorsitzender des Verwaltungsrats.
Die Einnahmen aus dem IPO sollen genutzt werden, um die Schuldenlast von 5.5 Milliarden Euro zu reduzieren. Bis 2017 war Stada schon einmal börsengelistet, bevor Bain Capital und Cinven (Investmentfirmen aus den USA und England) die Firma für 5.3 Milliarden Euro privatisierten und den Umsatz durch strategische Expansion seitdem auf 3.7 Milliarden Euro skalierten.
Freitag – Tilray liefert Cannabis nach Luxemburg
Tilray Medical hat eine Ausschreibung zur Belieferung Luxemburgs mit medizinischem Cannabis gewonnen. Die Tochtergesellschaft Tilray Deutschland GmbH wird hochwertige Cannabis-Präparate liefern, die in Deutschland gemäß der Cannabis-Gesetzgebung lizensiert sind. Seit 2018 sind die Verschreibung, die Ausgabe und der Besitz von medizinischem Cannabis für medizinische Zwecke im Großherzogtum Luxemburg gesetzlich erlaubt.
Die Liefer-Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt für Tilray, das bereits in über 20 Ländern aktiv ist und eine GMP-Zertifizierung (Good Manufacturing Practice) der EU besitzt, die Unternehmen für hohe Sicherheit und Qualität in der Produktion auszeichnet und im europäischen Markt begünstigt. Tilrays Umsatzprognose für 2025 liegt bei bis zu einer Milliarde US-Dollar, die Nachfrage in Europa wächst.
Das war’s schon mit dem Rückblick. Wir hoffen, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!






