HKCM-Wochenrückblick: Honda-Nissan-Fusion, Rekord-Minus bei BTC-ETFs, Commerzbank-Übernahme
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HKCM-Wochenrückblick: Honda-Nissan-Fusion, Rekord-Minus bei BTC-ETFs, Commerzbank-Übernahme

Es ist Freitag und wir lassen eine spannende Handelswoche hinter uns. Was in der Welt der Finanzen passiert ist, schauen wir uns im HKCM-Wochenrückblick an.

 

Montag – Honda und Nissan werden drittgrößter Autokonzern der Welt

Die japanischen Autohersteller Honda und Nissan haben Verhandlungen über eine Fusion aufgenommen, um den Wettbewerbsdruck auf Tesla und BYD weiter zu verstärken. Die Fusion soll bis August 2026 abgeschlossen sein, zusammen werden Honda und Nissan zum drittgrößten Autohersteller der Welt hinter VW und Toyota.

Angestrebt wird dabei eine Produktion von über acht Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Ziele sind vor allem Ressourcenbündelung und Synergien wie gemeinsame Fahrzeugplattformen und geteilte Forschungskosten. Aktuell kämpfen Honda und Nissan mit Verkaufseinbrüchen in China und den USA. Hinzu kommt, dass Nissan 9 000 Stellen abbauen und die Produktionskapazität um 20 Prozent senken möchte.

Dienstag - Negativ-Rekorde bei Bitcoin-ETFs

Am 24. Dezember 2024 hat Blackrocks IBIT-ETF mit 188.7 Millionen US-Dollar Abflüssen den schwächsten Handelstag seit dem Börsenstart im Januar verzeichnet. Bereits sechs Tage vorher, am 19. Dezember, hatten alle Bitcoin-ETFs kombiniert einen Negativ-Rekord aufgestellt: Gesamtabflüsse von gut 670 Millionen Dollar bedeuteten den kumuliert schwächsten Handelstag seit Genehmigung der Spot-ETFs. Die stärksten Abflüsse verzeichneten am 19.12. Fidelitys FBTC mit 208.5 Millionen Dollar und der Grayscales GBTC mit 188.6 Millionen Dollar.

Diese starken Abverkäufe beendeten eine 15-tägige Serie von starken Zuflüssen in der ersten Dezember-Hälfte. Bedingt wurden die ETF-Verkäufe wohl auch durch makroökonomische Faktoren wie die zurückhaltende Zinsprognose der US-Notenbank Federal Reserve, in deren Folge Bitcoin und Altcoins Mitte vergangener Woche deutlich korrigierten.

 

Mittwoch - Weltbank hebt Chinas Wachstumsprognose für 2024

Die Weltbank hat ihre Wachstumsprognose für die chinesische Wirtschaft für das laufende Jahr 2024 von 4.1 auf 4.9 Prozent angehoben, nachdem das BIP 2023 bereits um 5.2 Prozent zugelegt hatte. Mit 400 000 Hightech-Unternehmen trägt China inzwischen 30 Prozent zum weltweiten Wirtschaftswachstum bei, was Premierminister Li Qiang bereits Anfang des Jahres trotz deutlich reduzierter Wachstumsraten als Hoffnungsschimmer wertete: „Chinas Markt zu wählen, ist kein Risiko, sondern eine Chance.“

Rekordausgaben für Staatsanleihen und Subventionspakete im Wert von 140 Milliarden Dollar sollen seit Monaten den Binnenkonsum stärken, positive Folgen treten bei derartigen Maßnahmen in der Regel erst zeitlich versetzt ein. Weiterhin belasten Probleme wie die staatliche Immobilienkrise die langfristigen Perspektiven.

Donnerstag – Historische Streiks bei Amazon und Starbucks

Am 20. Dezember 2024 starteten Massenstreiks bei Starbucks und Amazon, die sich auf 300 Starbucks-Filialen in 43 Bundesstaaten und sieben Amazon-Standorte ausweiteten. Über 5 000 Beschäftigte fordern bei Starbucks eine sofortige Lohnerhöhung von 64 Prozent und verbesserte Arbeitsbedingungen, auch die Amazon-Mitarbeiter fordern beim größten Streik in der Unternehmensgeschichte höhere Gehälter.

Die Proteste halten an, da beide Unternehmen Gewerkschaften als Verhandlungspartner ablehnen und die Löhne laut beiden Geschäftsführungen bereits angemessen seien. Die aktuellen Streiks zählen zu den größten Arbeitskonflikten in der US-Geschichte und werden von nationalen Gewerkschaften unterstützt. In deutschen Amazon-Filialen rief die Gewerkschaft ver.di ebenfalls zu Protesten auf.

Freitag - UniCredit erhöht Druck: Commerzbank-Coup kurz bevor?

Die Mailänder Großbank UniCredit verstärkt ihre Bemühungen um eine Übernahme der Commerzbank und kontrolliert mittlerweile 28 Prozent der Anteile. Während die italienische Bank ihre Beteiligung weiter ausbauen will, stößt der Plan in Deutschland auf massiven Widerstand.

Der scheidende Commerzbank-Betriebsratschef Uwe Tschäge warnt vor dem Abbau von bis zu 15 000 Arbeitsplätzen, die Bundesregierung bezeichnet die Initiative als "feindliche Attacke". Trotz dieser Spannungen pocht UniCredit-Chef Andrea Orcel auf die Vorteile einer Fusion, darunter eine bessere Marktstellung und die Förderung des heimischen Bankensektors. “Diese Übernahme ist unsere Chance, einen europäischen Banken-Champion zu schaffen, der den deutschen Mittelstand global wettbewerbsfähiger macht”, erklärte Orcel in einem Statement.

Das war’s schon mit dem Rückblick. Wir hoffen, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!

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