HKCM-Newsflash: Mega-Goldfund in China, Stablecoin-Rekorde und Apple-Krise in Asien
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HKCM-Newsflash: Mega-Goldfund in China, Stablecoin-Rekorde und Apple-Krise in Asien

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Murat Örs
Riesiges Goldvorkommen in China könnte Weltmarkt destabilisieren

China hat in der zentralen Provinz Hunan ein massives Gold-Vorkommen entdeckt, dessen Förderung den Weltmarkt destabilisieren könnte. Der Wert wird auf etwa $83 Milliarden geschätzt. Laut Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua identifizierte die Hunan Academy of Geology mehr als 40 Goldadern in einer Tiefe von über 2000 Metern. Im Kernexplorationsgebiet wurden rund 300 Tonnen Goldressourcen entdeckt, wobei der höchste Goldgehalt bei 138 Gramm pro Tonne liegt.

Experten prognostizieren sogar, dass es weitere 1000 Tonnen Goldreserven in Tiefen von über 3000 Metern geben könnte. China ist bereits der weltweit größte Goldproduzent und macht etwa zehn Prozent der globalen Produktion aus. China ist jedoch auch einer der größten Verbraucher und muss regelmäßig auf Goldimporte zurückgreifen.

Die Goldpreise haben in diesem Jahr aufgrund steigender geopolitischer Spannungen und vermeintlicher Zentralbankzukäufe weltweit stark angezogen. Die neu entdeckten Goldadern in China könnten für ein temporäres Überangebot oder einen Rückgang der großen chinesischen Nachfrage auf den globalen Edelmetall-Märkten sorgen.

Krypto-Bullrun loading? Stablecoin-Markt auf Rekordkurs

Der Markt für Stablecoins hat zum ersten Mal seit dem Terra-Luna-Crash 2022 neue Höchststände erreicht. Laut der Analyseplattform DeFiLlama, die auf Daten aus dem Bereich der dezentralen Finanzmärkte (DeFi) spezialisiert ist, stieg die Gesamtmarktkapitalisierung von Stablecoins in diesem Jahr um 46 Prozent und erreichte am Sonntag etwa $190 Milliarden.

Stablecoins sind spezielle Kryptowährungen, deren Wert an stabile Vermögenswerte wie den US-Dollar oder Gold gekoppelt ist. Sie werden von Investoren genutzt, um in unsicheren Marktphasen Gelder sicher aufzubewahren oder um schnell zwischen verschiedenen Kryptowährungen zu handeln.

Der Zusammenbruch von TerraUSD, einem der damals größten Stablecoins, der mit der Terra-Blockchain von Do Kwon verbunden war, führte 2022 zu einem Verlust von $19 Milliarden auf dem Stablecoin-Markt. Dieser Einbruch hat den Markt lange belastet. Erst nach über zweieinhalb Jahren konnte sich der Markt nun vollständig erholen.

Trump nominiert Handelsminister - und droht mit Strafzöllen

Donald Trump hat Jamieson Greer als seinen neuen Handelsbeauftragten nominiert, um seine aggressive Handelspolitik fortzusetzen. Greer, ein erfahrener Handelsjurist und enger Vertrauter von Trump, war bereits in Trumps erster Amtszeit als Stabschef des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer aktiv und spielte eine Schlüsselrolle im Handelskrieg mit China.

Trump kündigte an, Zölle von 25 Prozent auf Importe aus Mexiko und Kanada sowie 10 bis 20 Prozent auf alle anderen Importe und sogar 60 Prozent auf chinesische Produkte einzuführen. Greer unterstützt diesen Kurs und sieht ihn als notwendig, um das US-Handelsdefizit zu reduzieren und amerikanische Arbeitsplätze zu schützen.

Besonders in Bezug auf China fordert Greer stärkere Maßnahmen, um dessen technologische und wirtschaftliche Dominanz zu brechen. Während diese Politik Chancen für US-Hersteller bieten könnte, sind Experten besorgt über mögliche Vergeltungsmaßnahmen anderer Handelsmächte und die Belastung globaler Lieferketten.

Fed könnte Zinssenkung im Dezember pausieren

Die nordamerikanische Notenbank Federal Reserve (kurz: Fed) will bei ihrer Strategie der schrittweisen Zinssenkungen bleiben. Sie bleibt angesichts hartnäckiger Inflation aber noch zögerlich. Laut den veröffentlichten Protokollen der Sitzung am 7. November diskutierten einige Fed-Mitglieder die Möglichkeit, geldpolitische Lockerungen im Dezember auszusetzen, falls die Inflation weiterhin hoch bleibe.

Fed-Chef Jerome Powell betonte hierbei immer wieder, dass man sich in der Entscheidung auf Wirtschaftsdaten stütze und Zinssenkungen vorgenommen würden, solange die wirtschaftliche Entwicklung den Erwartungen entspreche. Das heißt: Sollte sich die Inflation nachhaltig dem Zielwert von zwei Prozent annähern und die Wirtschaft stabil bleiben, dürften die Zinsen weiter gesenkt werden.

Innerhalb der Fed gibt es derzeit keinen eindeutigen Konsens über das Tempo der Zinssenkungen. Einige Mitglieder plädieren für ein beschleunigtes Vorgehen, Fed-Chef Powell jedoch sieht keine Notwendigkeit für rasche Zinssenkungen. Die nächste Notenbanksitzung findet am 18. Dezember statt.

Apples China-Krise verschärft sich

Der Absatz ausländischer Smartphones ist in China im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um fast 45 Prozent eingebrochen. Nach Angaben des chinesischen Forschungsinstituts China Academy of Information and Communications Technology (CAICT) wurden lediglich gut sechs Millionen Geräte verkauft, deutlich weniger als die mehr als elf Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Und das, obwohl die Gesamtverkäufe von Smartphones in China im selben Zeitraum leicht um rund zwei Prozent auf 30 Millionen Geräte gestiegen sind.

Apples Rolle ist dabei besonders bedeutend, da das Unternehmen als führender ausländischer Hersteller auf dem chinesischen Markt gilt. Im September brachte Apple die neuen iPhone-16-Modelle heraus, jedoch ohne unmittelbaren Erfolg in China. Die dort besonders beachteten KI-Funktionen sollen erst 2024 verfügbar sein, und ein lokaler KI-Partner, der für den Markt wichtig wäre, wurde bislang nicht vorgestellt.

OPEC hält an Förder-Beschränkungen für Rohöl fest

Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) wird kurzfristig wohl keine Produktionssteigerung vornehmen, so die Einschätzung führender Manager von globalen Rohstoff-Handelsunternehmen wie Vitol, Trafigura und Gunvor. Laut Trafiguras Ben Luckock könnte OPEC die geplante Produktionssteigerung, die für Januar vorgesehen war, erneut verschieben, da die Organisation mit den aktuellen Preisen unzufrieden ist.

Gunvors CEO Torbjorn Tornqvist sieht keinen Spielraum für eine Erhöhung der Produktion, da steigende Fördermengen und neue Entdeckungen die Rohöl-Preise bei rund $70 pro Barrel halten. Vitols CEO Russell Hardy erwartet, dass die OPEC die Marktlage in den kommenden zwei bis drei Monaten weiterhin beobachten wird, um auf geopolitische Entwicklungen zu reagieren. Generell wird der faire Wert für Öl derzeit bei etwa $70 pro Barrel gesehen, wobei geopolitische Ereignisse die Volatilität und damit die Preise beeinflussen könnten.

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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Murat Örs

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