„Goldenes Zeitalter der Infrastruktur“: BlackRock übernimmt Global Infrastructure Partners
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„Goldenes Zeitalter der Infrastruktur“: BlackRock übernimmt Global Infrastructure Partners

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Florian Winter

Über $10 Billionen an verwalteten Vermögenswerten, knapp $18 Milliarden Umsatz und ein Nettogewinn in Höhe von $5.5 Milliarden – der im Jahr 1988 gegründete nordamerikanische Vermögensverwalter BlackRock ist das Finanzsektor-Schwergewicht schlechthin. Nun erhielt der von Larry Fink geführte Konzern grünes Licht seitens der Behörden für die größte Übernahme der bisherigen Firmengeschichte: So wird BlackRock das Investmentunternehmen Global Infrastructure Partners (GIP) aufkaufen, welches auf den Besitz und den Betrieb von Infrastrukturprojekten spezialisiert ist. Im Rahmen einer Vereinbarung, die beide Unternehmen schon Anfang des Jahres getroffen haben, wird BlackRock $3 Milliarden in bar sowie etwa 12 Millionen BlackRock-Stammaktien auf den Tisch legen, um GIP zu übernehmen. In Summe soll sich BlackRock den Deal damit $12.5 Milliarden kosten lassen. Durch die Übernahme von GIP, das etwa $106 Milliarden an verwalteten Vermögenswerten besitzt, wird BlackRock zum zweitgrößten Verwalter privater Infrastrukturanlagen weltweit.

GIP-Chef Ogunlesi: „Das goldene Zeitalter der Infrastruktur“

Global Infrastructure Partners ist ein auf globale Infrastruktur spezialisierter Investor. Das Geschäftsmodell besteht darin, Vermögenswerte in den Bereichen Energie, Transport, Verkehr, digitale Infrastruktur sowie Wasser- und Abfallwirtschaft zu erwerben, zu betreiben und zu optimieren. GIP investiert langfristig entsprechend in reale, essenzielle Infrastrukturprojekte, die stabile und vorhersehbare Einnahmen generieren. Zu den wichtigsten Vermögenswerten gehören unter anderem Flughäfen wie jener in Sydney oder London Gatwick, der Hafen von Melbourne, das Suez-Wassernetzwerk, Beteiligungen an zahlreichen erneuerbaren Energieprojekten sowie an einer großen Schieferöl-Pipeline. Das Unternehmen erzielt seine Gewinne durch betriebliche Effizienzsteigerungen und die Wertsteigerung der gehaltenen Vermögenswerte.

BlackRock baut durch die GIP-Übernahme auch seine Führungsposition im Bereich der alternativen Anlagen weiter aus Bei alternativen Anlagen handelt es sich um Investitionen, die nicht in Kategorien wie Aktien, Anleihen, Kryptowährungen oder Bargeld fallen. Dazu gehören beispielsweise Immobilien, Infrastrukturprojekte, Rohstoffe, Private Equity (Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen) und Hedgefonds. Solche langfristigen Anlagen bieten oft höhere potenzielle Renditen, gehen aber auch mit mehr Risiko und weniger Liquidität einher. Alternative Anlagen sind beliebt bei institutionellen Investoren wie Pensionsfonds, weil sie oft unabhängig von traditionellen Märkten schwanken und zur Diversifikation des Portfolios beitragen. Bereits im Januar sagte Fink bei der Ankündigung des Deals: „Der weltweite Bedarf an Infrastruktur, kombiniert mit hohen Defiziten, die staatliche Ausgaben einschränken, schafft beispiellose Möglichkeiten für privates Kapital, in Infrastruktur zu investieren“. Der geschäftsführende Gesellschafter von GIP, Adebayo Ogunlesi,mit dem Larry Fink schon in den Achtzigerjahren bei der Credit Suisse zusammengearbeitet hat, soll mit der Übernahme in das Topmanagement bei BlackRock einziehen. Dem 70 Jahre alten nigerianischen Anwalt und Investmentbanker zufolge steht die Finanzwelt „vor einem goldenen Zeitalter der Infrastruktur“.

BlackRock rüstet sich für die Zukunft – wie hoch steigt die Aktie?

BlackRock ist der nach Zahlen größte Vermögensverwalter der Welt. Diese Vormachtstellung gepaart mit innovativen Technologien wie der Aladdin-Plattform – hierbei handelt es sich um eine Risiko-Management- und Investment-Plattform, die weltweit von großen institutionellen Investoren genutzt wird – sowie der aggressiven Expansion in wachstumsstarke Bereiche wie eben jene alternativen Anlagen und nachhaltigen Investments sollten das Unternehmen auch in den kommenden Jahrzehnten äußerst erfolgreich agieren lassen. Deshalb scheint ein Investment in die Aktie des Unternehmens fast schon ein No-Brainer zu sein. Doch spiegelt sich die fundamentale Stärke des BlackRock-Konzerns auch im Chart des Wertpapiers wider?

Wir analysieren das Wertpapier im Rahmen unseres US-Titans-Aktienpakets auf Basis des Elliott-Wellen-Konzepts. Wie Ihnen unser übergeordneter 2-Tageschart zeigt, verorten wir den Titel seit dem Allzeithoch im November 2021 (in Form des Tops der Welle (I) in Blau) in einer umfangreichen Welle-(II)-Korrektur. In deren Rahmen sollte die laufende Welle b in Beige mittelfristig für weitere (korrektive) Anstiege sorgen, welche die Aktie über die $973.16-Marke und somit auf neue Höchststände führen dürften. Das Tief der untergeordneten Welle [X] konnten wir im Herbst 2023 mit einer Zielzone abfangen und unseren Kunden somit lukrative Einstiege auf der Long-Seite bescheren; seither ging es in der Spitze bereits rund 50 Prozent gen Norden. Zudem haben wir kurzfristig eine weitere Long-Zone auf den Chart gebracht, welche alsbald angelaufen werden dürfte und abermals die Möglichkeit für das Eröffnen von Long-Trades bietet. Planmäßig werden wir zu gegebener Zeit auch eine Short-Zone auf den Chart bringen, innerhalb welcher dann die eingegangenen Long-Positionen geschlossen und frische Short-Trades eröffnet werden können. Denn im Anschluss an das markante Welle-b-Hoch sollte es zunächst einmal stark abwärts gehen, ehe mit dem Low der blauen Welle (II) der nächste langfristige Aufwärtsimpuls starten dürfte.

Der Blackrock-2-Tageschart. 

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Florian Winter

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