Das Wichtigste in Kürze:
- Neue US-Zolldrohungen erhöhen die Nachfrage nach sicheren Häfen.
- Nahost-Risiken befeuern Gold und Silber zusätzlich.
- Analysten sehen weiteres Potenzial bei anhaltender Unsicherheit.
Gold und Silber profitieren von geopolitischer Unsicherheit
Gold und Silber rücken erneut in den Fokus institutioneller und privater Investoren. Politische Risiken und handelspolitische Spannungen stärken die Rolle der Edelmetalle als Absicherungsinstrument. Grund für die Verunsicherung an den Börsen sind neue Zolldrohungen aus den USA, die Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt hat.
Der Supreme Courtt hatte am 20. Februar zentrale Elemente der von Trumps angekündigten Zölle vorläufig gestoppt und damit teils für neue Unsicherheit an den Märkten gesorgt. Die Zölle hatte Trump im Jahr 2025 auf Basis des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) gegen China, Kanada, Mexiko und die EU verhängt hatte. Das Gericht entschied, dass diese Befugnis beim Kongress liege.
Doch die handelspolitische Grundsatzfrage und damit die Nervosität der Investoren bleibt trotz des Entscheids bestehen. Der im Sommer 2025 ausgehandelte Zoll-Kompromiss zwischen der EU und den USA, der einen Handelskrieg abwenden sollte, liegt aufgrund neuer Drohungen auf Eis. Das EU-Parlament hat die Zustimmung pausiert. Marktteilnehmer fürchten eine erneute Eskalation im internationalen Handel, was zu einem Kaufdruck führen könnte. Trump hat nämlich seine üblichen Droh-Methoden jenseits von Regeln oder Gesetzen.
Iran-Konflikt: Boost für Gold und Silber?
Parallel dazu sorgt die angespannte Lage im Nahen Osten womöglich für zusätzliche Risikoprämien. Eine Intervention der USA im Iran könnte die Unsicherheit an den Kapitalmärkten weiter erhöhen. In diesem Umfeld steigen vielleicht sowohl der Goldpreis als auch in dessen Sog der Silberpreis an. Aktuell ist die Feinunze Gold rund 4400 Euro wert. Die Unze Silber liegt bei fast 76 Euro.
Einige Analysten halten im Zuge einer möglichen Eskalation im Nahen Osten eine erneute Goldpreis-Rally für möglich, sofern die USA im Iran eingreifen. „Ich bevorzuge es, dieses Problem durch Diplomatie zu lösen. Aber eines ist sicher: Ich werde niemals zulassen, dass der weltweit größte Förderer des Terrors, der sie bei weitem sind, eine Atomwaffe besitzt“, sagte Trump in dieser Woche bei seiner Rede zur Lage der Nation (State of the Union).
Gold und Silber: Reaktion auf Trumps Zolldrohungen
Die Diskussion um neue US-Zölle wirkt außerdem wie ein Katalysator für Gold und Silber. Investoren reagieren oftmals sensibel auf protektionistische Signale, weil diese globale Lieferketten belasten und Inflationsrisiken erhöhen können. Steigende Zölle könnten zudem Preisdruck bei Unternehmen erzeugen, was die Attraktivität von Gold gegenüber Aktien stärkt.
Gleichzeitig führten politische Unsicherheiten in der Vergangenheit zumindest kurzfristig häufig zu Umschichtungen aus Aktien in defensive Anlageklassen. Für Silber kommt hinzu, dass es sowohl als Spekulations-Asset als auch industriell stark nachgefragt wird, wodurch Preisbewegungen dynamischer ausfallen könnten.
Gold und Silber: Szenarien und Potenzial für Investoren
Aktuell bleibt vor allem bei Gold das Chancen-Risiko-Verhältnis eng an die politische Entwicklung gekoppelt. Für Investoren bedeutet das: Gold und Silber eignen sich in diesem Umfeld weiterhin primär als strategische Beimischung zur Risikodiversifikation. Investoren sollten ihren Anteil jedoch prüfen. Trader könnten zudem von erhöhter Volatilität profitieren. Entscheidend dafür bleibt, wie sich die Handelspolitik rund um Trumps Zölle und die geopolitische Lage weiterentwickeln.
Gewappnet mit unseren technischen Analysen zu Gold und Silber können Sie eventuell in eine goldige Zukunft blicken. Disclaimer: Unsere Analysen sind keine Anlageberatung.
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FAQ
Wie viel Gold darf man privat besitzen?
In Deutschland gibt es keine gesetzliche Obergrenze, wie viel Gold eine Privatperson besitzen darf, sodass Anleger unbegrenzt Goldbarren, Münzen oder Schmuck halten können. Für den anonymen Kauf gelten jedoch keine Begrenzungen des Gesamtbesitzes, sondern lediglich praktische Vorgaben beim Erwerb vor Ort.
Was passiert, wenn ich für mehr als 2000 Euro an Gold kaufe?
Beim Kauf von physischem Gold in Deutschland müssen Händler ab einem Kaufbetrag von 2000 Euro deine Identität feststellen, indem sie etwa einen Personalausweis prüfen. Diese Ausweispflicht dient der Geldwäscheprävention, führt aber nicht automatisch zu einer Meldung




