Das Wichtigste in Kürze:
- Der Mercedes-Benz Nettogewinn bricht 2025 um fast 50 Prozent auf 5.3 Milliarden Euro ein.
- Die Dividende wird von 4.30 Euro auf 3.50 Euro pro Aktie gekürzt.
- Ein schwaches China-Geschäft und US-Zölle belasten das Ergebnis erheblich.
Ein schwieriges Jahr für den Stern: Die Gründe für den Gewinneinbruch
Der Stuttgarter Premium-Autobauer Mercedes-Benz hat ein turbulentes Geschäftsjahr 2025 hinter sich. Der Nettogewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte auf 5.3 Milliarden Euro ein. Auch der Konzernumsatz ging um neun Prozent auf 132.2 Milliarden Euro zurück. Diese Entwicklung zwang den Vorstand zu einer unpopulären, aber notwendigen Maßnahme: Die Dividende für die Aktionäre wird von 4.30 Euro auf 3.50 Euro pro Aktie gesenkt. Die Gründe für diesen deutlichen Ergebnisrückgang sind vielschichtig und spiegeln die globalen Herausforderungen wider, mit denen die gesamte Automobilindustrie konfrontiert ist.
Die Hauptlast für das Ergebnis kam aus dem wichtigsten Einzelmarkt: China. Ein Rückgang des Pkw-Absatzes um rund 20 Prozent im Reich der Mitte, gepaart mit einem intensiven Wettbewerb und einem erbitterten Preiskampf, hinterließ tiefe Spuren in der Bilanz. Hinzu kamen erhebliche Belastungen durch neue US-Importzölle, die den Gewinn mit rund einer Milliarde Euro schmälerten. Negative Wechselkurseffekte durch den starken Euro taten ihr Übriges und belasteten das Pkw-Geschäft mit weiteren 1.5 Milliarden Euro. Interne Einmalkosten für den Stellenabbau in Höhe von 1.6 Milliarden Euro komplettieren das Bild eines Jahres, das von externem und internem Druck geprägt war.
Operative Performance und der Blick nach vorn
Trotz der massiven Belastungen konnte Mercedes-Benz in der Kernsparte Cars durch Effizienzmaßnahmen rund 3.5 Milliarden Euro einsparen und so einen Teil des Gegenwinds kompensieren. Die bereinigte Umsatzrendite in diesem Segment sank zwar auf fünf Prozent, lag damit aber noch innerhalb der nach unten korrigierten Prognosespanne. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrzeug ging leicht auf 68 100 Euro zurück. Die Van-Sparte erwies sich mit einer bereinigten Umsatzrendite von 10.2 Prozent weiterhin als robuster Ertragspfeiler, auch wenn hier ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen war.
Für das laufende Jahr 2026 gibt sich das Management vorsichtig optimistisch. Der Umsatz soll auf dem Niveau von 2025 stabilisiert werden, während der operative Gewinn wieder deutlich steigen soll. Eine massive Produktoffensive mit über 40 neuen Modellen bis 2027, darunter die bereits erfolgreich gestarteten neuen Generationen von CLA und GLC, soll den Absatz ankurbeln. Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Position in China durch lokale Partnerschaften und maßgeschneiderte Produkte. Gleichzeitig läuft ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro weiter, was das Vertrauen des Managements in die langfristige Entwicklung des Unternehmens unterstreicht.
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FAQ
Welche Marken gehören Mercedes?
Zur Mercedes-Benz Group AG gehören die Kernmarke Mercedes-Benz für Pkw, die Performance-Marke Mercedes-AMG, die Luxusmarke Mercedes-Maybach sowie die Sparte Mercedes-Benz Vans für Nutzfahrzeuge. Über die Tochtergesellschaft Mercedes-Benz Mobility werden zudem Finanzdienstleistungen wie Leasing und Versicherungen angeboten. Historisch gehörte auch die Marke Smart zum Konzern, wurde aber in ein Joint Venture mit Geely überführt.
Was kostet der billigste Mercedes neu?
Das Einstiegsmodell in die Welt von Mercedes-Benz ist in der Regel die A-Klasse als Kompaktwagen. Der Neupreis für das Basismodell der A-Klasse beginnt in Deutschland bei etwa 37.000 Euro. Die Preise können je nach Ausstattung, Motorisierung und aktuellen Aktionen variieren. Der ebenfalls als Einstiegsmodell positionierte CLA, eine viertürige Coupé-Limousine, startet in einer ähnlichen Preisregion.





