Geheimer Auto-Pakt: Fährt Mercedes künftig mit BMW-Motoren?
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Geheimer Auto-Pakt: Fährt Mercedes künftig mit BMW-Motoren?

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Esma Sakalli

Die wichtigsten Punkte

Mercedes und BMW prüfen ab 2027 eine Motoren-Kooperation: BMW könnte Vierzylindermotoren an Mercedes liefern, um die Produktion im Werk Steyr auszulasten und Mercedes von seinem heiklen Zulieferer Geely unabhängiger zu machen. Die Integration gilt technisch als machbar und würde beiden Unternehmen strategische Vorteile verschaffen, während die Branche im Wandel zu E-Mobilität steht. An der Börse zeigt BMW mit Kursen über 88.26 Euro weiteres Aufwärtspotenzial bis 115.35 Euro, bevor eine Korrektur einsetzen könnte. Mercedes hingegen bewegt sich in einer Aufwärtsphase bis 63.17 Euro, wo eine Wende wahrscheinlich ist – mit einer 31-prozentigen Möglichkeit auf einen direkten Ausbruch darüber.

Mercedes und BMW: Ein Motorenpakt mit Signalwirkung

Es klingt nach einer kleinen Sensation im konservativen Kosmos der deutschen Autobauer: Mercedes-Benz und BMW, seit Jahrzehnten erbitterte Rivalen, könnten schon bald Partner werden. Ab 2027 soll BMW Vierzylindermotoren an Mercedes liefern – ein Schritt, der nicht nur für beide Konzerne, sondern für die gesamte Branche eine Zäsur bedeuten würde. Initiiert wurde die Idee von Mercedes-Chef Ola Källenius bereits vor Monaten, doch erst jetzt nimmt sie konkrete Formen an. Offiziell bestätigt ist noch nichts, doch die Verhandlungen laufen auf Hochtouren.

Die Zustimmung der Vorstände und Aufsichtsräte steht aus – ein klassisches Machtspiel, das in den kommenden Wochen seinen Höhepunkt finden dürfte. Sollte der Deal zustande kommen, könnte BMW sein Werk im österreichischen Steyr besser auslasten, während Mercedes den Zugang zu modernen Verbrennern für seine Plug-in-Hybridflotte sichert.

Die technischen Hürden sind vergleichsweise gering. Markus Schäfer von Mercedes und Joachim Post von BMW haben bereits durchblicken lassen, dass die Integration von BMW-Motoren in Mercedes-Modelle machbar ist. Ein paar Anpassungen, mehr nicht. Strategisch jedoch steckt weit mehr dahinter: Für Mercedes wäre die Kooperation ein Ausweg aus der heiklen Abhängigkeit von Geely, dem chinesischen Zulieferer, der in den USA zunehmend unter politischem Druck steht. BMW wiederum könnte seine Produktionslinien effizienter nutzen und mit Mercedes einen verlässlichen Abnehmer gewinnen.

Beide Konzerne würden von Synergien profitieren, die man in dieser Klarheit selten zwischen direkten Wettbewerbern sieht. Zugleich zeigt der Schritt, dass die einstigen Alleingänge der Hersteller im Zuge des globalen Wandels in Frage gestellt werden. Kooperation ist plötzlich kein Zeichen von Schwäche mehr, sondern ein Mittel zum Überleben.

Kooperation statt Rivalität: Motorenpakt als Symbol des Umbruchs

Historisch ist die Annäherung brisant. Schon vor 16 Jahren gab es ähnliche Überlegungen, die jedoch schnell in den Schubladen verschwanden. Diesmal aber sprechen die Umstände eine andere Sprache. Der Übergang zur Elektromobilität schreitet voran, doch die Nachfrage nach Plug-in-Hybriden bleibt stabil – gerade in Märkten wie China und Europa. Beide Hersteller wissen, dass reine E-Strategien riskant sind, solange Ladeinfrastruktur und politische Vorgaben schwanken. Eine gemeinsame Motorenproduktion könnte deshalb nicht nur Kosten senken, sondern auch Zeit verschaffen. Beobachter spekulieren sogar über weitergehende Kooperationen, etwa bei Getrieben oder kompletten Antrieben. Sollte der Pakt Realität werden, wäre das nicht nur eine pragmatische Lösung zweier Konzerne, sondern ein Symbol für die neue Logik einer Branche im Umbruch: Rivalität bleibt bestehen, doch das gemeinsame Überleben steht über dem Alleingang.

BMW Aktie Prognose

Auch an der Börse zeigt sich, dass BMW derzeit auf einem stabilen Fundament steht. Die Aktie notiert weiterhin oberhalb von 88.26 Euro, einer Marke, die zuletzt mehrfach getestet wurde. Innerhalb der laufenden grünen Welle [B] rechnen wir primär mit weiterem Auftrieb, ehe das nächste Hoch erreicht wird. Erst im Bereich von 115.35 Euro könnte sich der Kurs wieder abschwächen. In diesem Sinne sollte eine Folgewelle [C] einsetzen, die den Kurs erneut nach unten führt und ein neues Zwischentief ausbildet, bevor eine neue Aufwärtsbewegung beginnen kann.

Der 4-Stundenchart von BMW, Datum: 25.08.2025

Mercedes Aktie Prognose 2025

Bei Mercedes deutet sich ein ähnliches Bild an, wenn auch mit anderen Marken. Die Aktie bewegt sich noch innerhalb der türkisfarbenen Welle X, die für den Moment weiteres Aufwärtspotenzial versprechen sollte. Doch im Bereich um 63.17 Euro erwarten wir primär eine Trendwende. In diesem Szenario könnte die anschließende Folgewelle Y den Kurs bis unter die Unterstützung bei 45.60 Euro drücken, bevor wieder ein neuer Anstieg einsetzt. Gleichzeitig gibt es eine zu 31 Prozent wahrscheinliche Alternative, dass Mercedes den Widerstand bei 63.17 Euro imminent überwindet.

Der 3-Stundenchart von Mercedes, Datum: 25.08.2025

Fazit

Ob in den Werkshallen oder auf den Finanzmärkten: Der mögliche Motorenpakt zwischen Mercedes und BMW markiert mehr als nur eine pragmatische Zusammenarbeit. Er zeigt, wie flexibel selbst traditionsreiche Rivalen agieren müssen, um in Zeiten des Umbruchs handlungsfähig zu bleiben. Während BMW auf der Börse stabile Aufwärtsimpulse zeigt, steht Mercedes noch vor einem Balanceakt zwischen kurzfristigen Gewinnen und drohenden Korrekturen. Zusammen aber senden beide Hersteller ein klares Signal: In einer Branche, die zwischen Elektrifizierung und politischem Druck schwankt, können Kooperationen den entscheidenden Vorteil bringen.

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Esma Sakalli

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