Der Euro hat die erste Möglichkeit, sich gegen den weiteren Wertverfall in der Konstellation mit dem US-Dollar zu retten, verpasst. Nachdem erste Anstiegssignale ausgesendet wurden, schaffte es die europäische Leitwährung nicht, diese zu verteidigen, geschweige denn auszubauen. Stattdessen setzte der Dollar nach und zog den Euro wieder unter Parität. Aktuell schweben die beiden Währungen um das 1:1-Tauschverhältnich herum, wobei der Euro Rekordtiefs gegen den Dollar erreicht, die er seit 20 Jahren nicht verzeichnete. Wir gehen im weiteren Verlauf davon aus, dass diese Rekordtiefs nochmals um einiges nach unten gedrückt werden, bevor es um den Euro wieder besser steht. Als nächstes sollte der Kurs die türkisene Zone zwischen $0.97048 - $0.93090 erreichen und dort dann sein Tief der gleichfarbigen Welle B beenden. Mit diesem Low hat der Euro dann eine Basis, die regelrecht als Absprungrampe für umfangreiche Anstiege dienen sollte. Zwar sollten auch hier immer wieder korrektive Bewegungen dazwischenfunken, aber als erstes Ziel auf der Oberseite sehen wir den Widerstand bei $1.14948. Einmal darüber angekommen, erhöht sich nochmals der Aufwärtsdruck, sodass der Euro auch noch über den zweiten Widerstand bei $1.23495 steigend in Regionen um $1.30 gelangen sollte. Wie geht es aber von dort aus langfristig weiter?
Der 1-Day-Chart zum Währungspaar EUR/USD.
Auf dem sehr langfristig orientierten Chart ist zu sehen, dass wir im Rahmen dieser gelben Welle (B) Bewegungen erwarten, die uns in die gelbe Zone zwischen $1.18739 - $1.45961 bringen. Das ist auch dieselbe Welle, die wir oben bereits im Rahmen der umfangreichen Anstiege beschrieben haben. Eine zeitliche Ausdehnung können wir hier nicht definieren, da aber diese Welle auf einer sehr hohen Zeitebene liegt, sollte für diese Bewegung schon recht viel Zeit eingeplant werden. Von dort aus erwarten wir, dass sich der Euro dann auf eine lange Abwärtsreise begibt. Das Low dieser Abverkäufe sollte zwischen $0.80190 - $0.34321 liegen, was im Vergleich zu alten Ständen gegen den US-Dollar einen massiven Werteinbruch darstellt. Wenngleich dies der Eurozone politisch gesehen gar nicht guttun dürfte, sollte es dennoch als Katalysator im Hinblick auf steigende Exportzahlen fungieren. Wir bewerten dieses Tief aber nicht als Dauerzustand. Mit Abschluss der grünen Welle [2] sollte der Euro ein Fundament für jahrelange Anstiege schaffen, die uns auf neue Allzeithochs bringen sollten.
Der 2-Week-Chart zum Währungspaar EUR/USD.
All das sind aber sehr weitläufige Entwicklungen. Für den Moment ist es wichtig, dass der Euro erstmal die imminente Korrektur in der türkisenen Zone abschließt, um dann wieder Anstiege über Parität durchzusetzen.






