FOMC-Protokoll und EMI-Flut: Die wichtigsten Termine der Woche
#Global Markets

FOMC-Protokoll und EMI-Flut: Die wichtigsten Termine der Woche

Author

Arcan Askin

Die Finanzmärkte erwarten eine Woche, die stark von Einblicken in die Geldpolitik der Zentralbanken und von wichtigen Stimmungsindikatoren aus der Wirtschaft geprägt sein wird. Im Zentrum des Interesses stehen das Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung sowie eine Vielzahl von Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA, die Aufschluss über die wirtschaftliche Dynamik in den jeweiligen Sektoren geben.

Montag: BIP aus Japan und Inflation aus Kanada

Die Woche startet mit der Veröffentlichung des japanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das abgelaufene Quartal. Das BIP misst den Gesamtwert aller in einer Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen und ist der wichtigste Indikator für deren wirtschaftliche Gesundheit.

Am Nachmittag folgen entscheidende Inflationsdaten aus Kanada. Veröffentlicht werden der Verbraucherpreisindex (VPI) sowie der BoC Kern-Verbraucherpreisindex. Während der VPI die allgemeine Preisentwicklung misst, klammert die Kernrate die oft volatilen Preise für Energie und Lebensmittel aus und gibt so einen besseren Einblick in den zugrundeliegenden Inflationstrend, der für die Bank of Canada (BoC) von besonderer Bedeutung ist.

Mittwoch: Einblick in die Gedanken der US-Notenbank

Zur Wochenmitte steht die Veröffentlichung des FOMC-Protokolls an. Dieses Dokument ist die detaillierte Mitschrift der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (Fed). Es gewährt den Märkten einen tieferen Einblick in die Diskussionen und die Denkweise der Notenbanker bezüglich der Wirtschafts- und Inflationslage. Analysten werden das Protokoll genau auf Hinweise für den zukünftigen Zinspfad der Fed analysieren.

Freitag: Der große Tag der Einkaufsmanagerindizes

Der Freitag wird von einer wahren Flut an Einkaufsmanagerindizes (EMI oder PMI) aus Europa und den USA dominiert. Den Anfang macht Deutschland mit dem HCOB EMI für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe. Diese Indizes sind wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität in Europas größter Volkswirtschaft.

Kurz darauf folgen die Pendants für die gesamte Eurozone. Reden von EZB-Präsidentin Christine Lagarde und dem SNB-Vorsitzenden Martin Schlegel könnten für zusätzliche Impulse sorgen. Am Nachmittag runden die S&P Global EMI-Daten für den Dienstleistungs- und Industriesektor der USA den ereignisreichen Tag ab. Ein Wert über 50 signalisiert bei all diesen Indizes Wachstum, ein Wert darunter eine Kontraktion.

Samstag: Weitere Reden aus der Eurozone

Ungewöhnlicherweise stehen auch am Samstag zwei weitere Reden von EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Kalender. Auch wenn die Märkte geschlossen sind, werden ihre Äußerungen genau verfolgt, da sie die Stimmung zum Handelsstart in der neuen Woche beeinflussen könnten.

Author

Arcan Askin

Schlagzeilen

Es wurde noch keine Einwilligung erteilt.

Du musst zuerst zustimmen, um Inhalte von TradingView zu sehen.