Die wichtigsten Punkte
Am 17. September 2025 tagt die US-Notenbank Fed über eine Zinssenkung. Erwartet wird, dass der Leitzins von bisher 4.25–4.50 Prozent auf 4.00–4.25 Prozent gesenkt wird. Kurz vor der Sitzung bestätigte der Senat Stephen Miran als neuen Gouverneur. Er gilt als freundlich gegenüber Kryptowährungen und nimmt damit heute schon an der wichtigen Sitzung teil. Präsident Trumps Versuch, Gouverneurin Lisa Cook abzusetzen, wurde vorerst von einem Gericht gestoppt. Damit entscheidet sie weiterhin mit, auch heute.
Wer ist Stephen Miran?
Stephen Miran ist Wirtschaftsberater im Weißen Haus und hat sich nun eine Auszeit genommen, um bei der Fed einzusteigen. Er wurde am Dienstagmorgen vereidigt, kurz bevor die Sitzung der Notenbank begann. Miran gilt als jemand, der offen für neue Finanztechnologien ist, darunter auch Kryptowährungen. Er könnte bei künftigen Debatten über digitale Währungen oder einen möglichen digitalen Dollar eine wichtigere Rolle spielen.
Warum ist Lisa Cook wichtig?
Trump wollte die Gouverneurin Lisa Cook aus der Fed entfernen. Ein Gericht entschied aber, dass sie im Amt bleibt, bis die Rechtslage endgültig geklärt ist. Das bedeutet: Sie darf weiter über Zinsen und Geldpolitik mitbestimmen, auch heute, bei der so wichtigen Sitzung, wo es um eine mögliche Zinssenkung geht. Das Weiße Haus kündigte an, den Fall vor den Obersten Gerichtshof zu bringen. Für die Fed ist das wichtig, weil so ihre Unabhängigkeit gestärkt wird.
Was passiert mit den Zinsen?
Die Fed steuert den Leitzins, also den Zinssatz, zu dem sich Banken kurzfristig Geld leihen. Damit beeinflusst sie auch Kreditzinsen für Verbraucher und Unternehmen. Momentan liegt dieser Leitzins in einer Spanne von 4.25 bis 4.50 Prozent. Erwartet wird, dass er leicht gesenkt wird, um 0.25 Prozentpunkte. Dann läge die Spanne bei 4.00 bis 4.25 Prozent. Ziel der Fed ist es, die Wirtschaft zu stützen, ohne dabei die Inflation wieder anzuheizen.
Trump macht Druck
Donald Trump fordert schon länger, dass die Zinsen stärker gesenkt werden. Er will, dass Kredite billiger werden und dadurch mehr Wachstum entsteht. Experten warnen aber: Zu schnelle oder zu starke Zinssenkungen könnten die Inflation wieder ankurbeln. Trump hatte die Fed und ihren Chef Jerome Powell deshalb öffentlich stark kritisiert und verbal angegriffen. Mit Miran im Team könnte Trump hoffen, mehr Einfluss auf die Entscheidungen zu bekommen.
Warum die Fed unabhängig bleiben will
Die Fed betont immer wieder, dass sie unabhängig von der Regierung arbeitet. Das soll sicherstellen, dass Entscheidungen über Geld und Zinsen im Interesse der Wirtschaft und nicht für kurzfristige Politik gemacht werden. Kritiker sehen es daher kritisch, dass Miran gleichzeitig Regierungsberater und nun Fed-Gouverneur ist – auch wenn er für die Zeit seiner Tätigkeit beurlaubt ist.
Blick nach vorn
Die heutige Sitzung der Fed wird mit besonderer Spannung erwartet. Fed-Chef Powell muss entscheiden, wie stark er die Zinsen senkt, ohne die Inflation neu anzufachen. Gleichzeitig könnte Miran mit seinen Krypto-Ideen frischen Wind in die Debatten bringen. Und der Fall Cook zeigt, wie sehr Politik und vor allem Donald Trump versuchen, Einfluss auf die Notenbank zu nehmen.




