- Der Börsenstart von Magnum verlief volatil und ohne die erhoffte Euphorie.
- Die Abspaltung von Unilever soll die Profitabilität beider Unternehmen steigern.
- Der wachsende Gesundheitstrend stellt eine große Herausforderung für das Geschäftsmodell dar.
Euphorie schmilzt: Ein kühler Empfang an der Börse
Der erste Handelstag der von Unilever abgespaltenen Eis-Sparte an der Euronext in Amsterdam war von Nervosität geprägt. Mit einem Eröffnungskurs von 12.20 Euro startete die Aktie fast fünf Prozent unter dem festgelegten Referenzpreis von 12.80 Euro. Zwar konnte sich das Papier im Tagesverlauf leicht erholen und schloss mit 12.97 Euro knapp im Plus, doch die anfängliche Euphorie war dahin.
Die Marktkapitalisierung des neuen Börsen-Schwergewichts, zu dem neben Magnum auch Marken wie Ben & Jerry’s und Cornetto gehören, beläuft sich auf rund 7.84 Milliarden Euro. Es handelte sich jedoch nicht um einen klassischen Börsengang zur Kapitalaufnahme, sondern um einen Spin-off, bei dem Unilever-Aktionäre für je fünf ihrer Anteile eine neue Magnum-Aktie erhielten. Zugang zu allen Zielzonen und potenziellen Szenarien erhalten Sie hier.
Die strategischen Gründe für die Trennung
Die Abspaltung ist das Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung des britischen Konsumgüterkonzerns Unilever. Das Eiscreme-Geschäft galt mit seiner starken Saisonalität, der kapitalintensiven Kühlkettenlogistik und geringen Synergien zu anderen Sparten schon länger als Belastung. Mit einer operativen Marge von nur 6.9 Prozent war es die am wenigsten profitable Sparte im Konzern. Durch die Trennung erhofft sich Unilever eine Steigerung der eigenen Profitabilität und eine klarere Fokussierung auf die wachstumsstärkeren Bereiche wie Körperpflege und Haushaltsprodukte. Magnum wiederum soll als eigenständiges Unternehmen agiler agieren und seine Investitionen gezielter steuern können.
Ein süßes Geschäft mit bitterem Beigeschmack
Für Investoren bietet die neue Magnum-Aktie eine Mischung aus Chancen und Risiken. Auf der einen Seite steht ein Weltmarktführer mit einem Portfolio ikonischer Marken und einem globalen Marktanteil von über 20 Prozent. Auf der anderen Seite sieht sich das Unternehmen mit einem tiefgreifenden Wandel der Verbrauchergewohnheiten konfrontiert.
Der globale Trend zu gesünderer Ernährung, zusätzlich befeuert durch neue Abnehmmedikamente, stellt eine ernsthafte Bedrohung für das Geschäft mit zucker- und fettreichen Produkten dar. Anleger müssen nun abwägen, ob die geplanten Effizienzprogramme und das Wachstumspotenzial in Schwellenländern ausreichen, um die schmelzende Begeisterung für das klassische Eisgeschäft in den westlichen Märkten zu kompensieren.
FAQ
Wer gehört alles zu Unilever?
Unilever ist ein globaler Konsumgüterkonzern mit einem riesigen Portfolio, das nach der Abspaltung der Eis-Sparte weiterhin bekannte Marken wie Knorr, Dove, Axe, Rexona und Persil umfasst. Der Konzern konzentriert sich auf die Bereiche Ernährung, Körperpflege und Haushaltsprodukte.
Was kostet eine Kugel Eis 2025?
Im Jahr 2025 liegt der Durchschnittspreis für eine Kugel Eis in Deutschland bei etwa 1.81 Euro, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr darstellt. In Großstädten und touristischen Zentren kann der Preis jedoch auch deutlich höher liegen und bis zu drei Euro erreichen.






