E-Autos: Das geht sauberer!
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E-Autos: Das geht sauberer!

Author

Emre Şentürk

…das beweisen niederländische Studenten der Eindhoven University of Technology. Sie haben nämlich ein Elektroauto entworfen, welches während seiner Fahrt CO² aus der Luft filtert und im Auto lagert, bis man diesen Filter entsorgt. Auf etwa 32000 Kilometer soll das Gefährt 2 Kilo des Treibhausgases einfangen. Aber warum das Ganze?

Kinderarbeit und sklavereiähnliche Arbeitsbedingungen 

Die Debatte um Elektroautos bleibt vor allem wegen der umweltschädlichen Produktion dieser Fahrzeuge weiterhin hitzig. Nicht nur ist die Herstellung der Autobatterien für die Motoren sehr komplex und verbraucht entsprechend energetische Ressourcen, auch die Beschaffung der Rohstoffe, wie zum Beispiel Cobalt und Lithium, geht mit sozialen Problemen einher. So wird die Förderung der zumeist in Südamerika und Afrika abgebauten Rohstoffe oftmals keinerlei Aufsicht unterzogen. Das Ergebnis sind Kinderarbeit, geringe Arbeitssicherheit und fast schon sklavereiähnliche Arbeitsverhältnisse.

Audi e-Tron: Erst ab knapp 100000 Kilometer "grün"

Als ob das alles nicht schon genug wäre, müssen die Elektroautos erstmal ordentlich Kilometer machen bis CO²-Parität erreicht ist – also bis das in der Herstellung des Fahrzeugs produzierte Gas mit dem durch den Nicht-Gebrauch von Verbrennungsmotoren eingesparten Gas gleichauf ist. Beim Tesla Model 3, zum Beispiel, muss man, laut Reuters, erstmal fast 22000km fahren, bevor man „grün“ ist. Nach den Berechnungen des Professors Damien Ernst von der belgischen University of Liege muss ein Auto mit einer 80 kWh-Batterie, je nach Modell, zwischen 67226 und 151259 Kilometer fahren, um CO²-neutral im Vergleich zum Verbrenner zu werden. Beeinflusst wird dies durch die Produktionsumstände des Autos, des Gewichts und der Effizienz. Bei einem Audi e-Tron muss man erstmal 98343km durch die Gegend gurken, bis man eine bessere Klimabilanz als ein Verbrenner hat.

Damit ist es aber nicht getan. Nicht berechnet werden beispielsweise etwaige Reparaturkosten oder die Batterieentsorgung. Auch die Langlebigkeit von E-Autos ist höchst umstritten. Kommen die Autos überhaupt problemlos über die 100000 Kilometer? Und ja, wie lange können sie problemlos fahren, um den CO²-Vorteil gegenüber Verbrennern zu halten? Natürlich entwickelt sich die Technik in diesem Bereich weiter, ebenso aber auch bei den klassischen Motoren. Die niederländischen Studenten jedenfalls möchten mit ihrer CO²-Auffang-Technologie nach Investoren in den USA suchen. Sicherlich kann die Effizienz des Systems nochmal verbessert werden, wenn man die richtigen Forschungsmittel hat. Gerade in Ländern mit großer Luftverschmutzung durch Verkehr könnte dies eine tolle Lösung sein.

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Emre Şentürk

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