Die Woche der Notenbanken: Fed-Zinsentscheid im Rampenlicht
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Die Woche der Notenbanken: Fed-Zinsentscheid im Rampenlicht

Author

Arcan Askin

Die Finanzmärkte bereiten sich auf eine der wichtigsten Wochen des Jahres vor. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Zinsentscheidungen der US-Notenbank (Fed) und der Bank of Canada (BoC). Insbesondere der Termin in den USA am Mittwochabend wird mit höchster Spannung erwartet, da er nicht nur den Leitzins betrifft, sondern auch neue wirtschaftliche Projektionen und den berühmten Dot Plot beinhaltet, der die Zinserwartungen der einzelnen Notenbankmitglieder visualisiert.

Montag: Start mit Japans Wirtschaftswachstum

Die Woche begann in der Nacht zum Montag mit der Veröffentlichung der endgültigen Zahlen zum japanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal. Nach einem bereits negativen Vorwert von -0.40 Prozent wurde die Prognose von -0.50 Prozent mit einem tatsächlichen Ergebnis von -0.60 Prozent noch unterschritten. Das BIP misst den Gesamtwert aller in einer Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen und ist der umfassendste Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit eines Landes.

Mittwoch: Super-Mittwoch der Zentralbanken

Der Mittwoch ist der unangefochtene Höhepunkt der Woche. Bereits am Morgen werden in China die neuesten Zahlen zum Verbraucherpreisindex (VPI) veröffentlicht, bei dem nach einem Vorwert von 0.20 Prozent eine deutliche Steigerung auf 0.90 Prozent prognostiziert wird. Am Nachmittag folgt die Zinsentscheidung der Bank of Canada (BoC), bei der erwartet wird, dass der Leitzins bei 2.25 Prozent bestätigt wird. Der eigentliche Fokus liegt aber auf dem Abend: Um 20:00 Uhr deutscher Zeit gibt die US-Notenbank Federal Reserve ihren Fed-Zinsentscheid bekannt. Hier wird eine Senkung von zuvor 4.00 Prozent auf 3.75 Prozent erwartet. Zeitgleich werden die FOMC Wirtschaftsprojektionen und die neuen Zinsprojektionen (Dot Plot) veröffentlicht. Die anschließende FOMC-Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell wird von den Märkten genauestens analysiert werden, um Hinweise auf den zukünftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten.

Donnerstag: Rede in UK und Erzeugerpreise aus den USA

Am Donnerstag beruhigt sich das Geschehen etwas. Am Vormittag steht eine Rede des Gouverneurs der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, auf dem Programm. Am Nachmittag folgen aus den USA die Daten zum Erzeugerpreisindex (PPI) ohne die volatilen Komponenten Energie und Nahrungsmittel, dessen Vorjahreswert bei 2.60 Prozent lag. Der PPI misst die Preisentwicklung auf Herstellerebene und gilt als Frühindikator für die Entwicklung der Verbraucherpreise.

Freitag: Deutsche Inflationsdaten zum Wochenausklang

Den Abschluss der ereignisreichen Woche bilden am Freitagmorgen die endgültigen Zahlen zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) aus Deutschland für den Monat November. Hier wird eine Bestätigung des Vorwertes von 2.60 Prozent erwartet. Als größte Volkswirtschaft des Euroraums haben die deutschen Inflationsdaten eine hohe Signalwirkung für die gesamte Eurozone und die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche!

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Arcan Askin

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