HKCM-Newsflash: Deutschland wird zum G7-Schlusslicht, Rekord-Deal im Kryptosektor
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HKCM-Newsflash: Deutschland wird zum G7-Schlusslicht, Rekord-Deal im Kryptosektor

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Murat Örs
IWF senkt Prognose: Deutschland wird zum G7-Schlusslicht

Der IWF hat die Prognose für die deutsche Wirtschaft gesenkt. Damit wird Deutschland vorausichtlich zum Schlusslicht der G7-Staaten. Im Sommer ging der IWF noch davon aus, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 bei 1.3 Prozent liegen würde. Nun rechnet die Organisation nur noch mit einem Anstieg von 0.8 Prozent, während die Bundesregierung 1.1 Prozent veranschlagt. Die trüben Aussichten haben vielfältige Gründe: Zum einen lasten der Rückgang der Immobilienpreise und die anhaltend hohen Energiekosten auf der Wirtschaft. Zudem drücken der fortwährende Fachkräftemangel und die stockende Industrieproduktion, besonders in der Automobilbranche, auf die Stimmung. Gleichzeitig wächst die internationale Konkurrenz, insbesondere aus China. International sorgt das strikte Festhalten an der Schuldenbremse für Kopfschütteln, da unklar ist, wie die deutsche Wirtschaft mit "angezogener Handbremse" in Gang kommen soll. Für das Jahr 2024 erwartet der IWF eine stagnierende Wirtschaft, während die Bundesregierung sogar von einem Schrumpfen der Wirtschaft um 1.2 Prozent ausgeht.

Rekord-Deal im Kryptosektor: Stripe kauft Stablecoin-Anbieter Bridge

Der Zahlungsdienstleister Stripe übernimmt die Stablecoin-Plattform Bridge für $1.1 Milliarden, wie Kryptomedien unter Berufung auf einen Tweet von Michael Arrington, dem Gründer der Nachrichtenseite TechCrunch, berichten. Bridge unterstützt Unternehmen bei der Akzeptanz von Stablecoins – digitalen Währungen, die an stabile Vermögenswerte wie den US-Dollar oder Gold gekoppelt sind, um Preisschwankungen zu minimieren und als verlässliche Zahlungsmittel zu dienen. Im vergangenen Quartal verarbeiteten Stablecoins ein Transaktionsvolumen von $8.1 Billionen – doppelt so viel wie Visa und fast achtmal so viel wie PayPal. Stripe gehört zu den weltweit größten Anbietern von Online-Zahlungen und wird von Tausenden E-Commerce-Unternehmen genutzt. Das Unternehmen, das mit $70 Milliarden bewertet wird, gehörte bereits 2014 zu den ersten, die Bitcoin-Zahlungen anboten, stellte diesen Service jedoch 2018 aufgrund der Volatilität der Kryptowährung ein.

Neue Finanzregeln in den USA: Banken müssen Kundendaten offenlegen

Die nordamerikanische Verbraucherschutzbehörde Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) hat neue Open Banking-Regeln verabschiedet, die den Wettbewerb im Finanzsektor fördern und Verbrauchern den Zugang zu ihren Bankdaten erleichtern sollen. Diese Daten sollen sie einfacher mit Drittanbietern teilen können. Banken müssen künftig kostenlosen Zugang zu Kundendaten wie Transaktionshistorien und Kontoständen gewähren. CFPB-Direktor Rohit Chopra betonte, dass diese Maßnahmen den Verbrauchern "mehr Macht geben" und helfen sollen, bessere Konditionen bei Finanzprodukten zu erhalten. Die neuen Regeln sollen bis 2026 für große Banken und Fintechs wie JP Morgan und bis 2030 für kleinere Institute umgesetzt werden. Die Bankenlobby kündigte jedoch rechtliche Schritte an und warnte vor Datenschutzrisiken, die durch den erweiterten Zugriff von Technologieunternehmen auf sensible Informationen entstehen könnten. Mit diesen Regelungen nähern sich die USA den Open-Banking-Standards in Großbritannien und Europa an, was positive Auswirkungen auf den Wettbewerb im US-Bankensektor erwarten lässt.

Schwacher September: Europäischer Automarkt schrumpft weiter

Auch der September entpuppt sich als schwacher Monat und lässt den europäischen Automarkt weiter schrumpfen. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in der EU ging um 6.1 Prozent zurück. In Deutschland sanken die Neuzulassungen um 7 Prozent, in Italien um 10.7 Prozent und in Frankreich sogar um 11.1 Prozent. Einzig Spanien verzeichnete einen Zuwachs von 6.3 Prozent. Der Verkauf von Hybridmodellen stieg hingegen, während Benziner, Diesel und rein batterieelektrische Fahrzeuge einen deutlichen Rückgang erlitten. Volkswagen konnte seinen Marktanteil jedoch auf 27 Prozent erhöhen und bleibt somit Marktführer. Auch Tesla konnte seinen Anteil an den Neuzulassungen auf vier Prozent steigern. Der Stellantis-Konzern (Peugeot, Opel, Citroën und Fiat) verlor vier Prozent und kam nur noch auf 15 Prozent Marktanteil. Renault erreichte rund elf Prozent, BMW acht Prozent und Mercedes sechs Prozent.

Chinesische Ökonomen fordern $280 Milliarden Aktien-Subvention

Das Institute of Finance & Banking, eine Denkfabrik der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS), hat vorgeschlagen, dass Peking spezielle Staatsanleihen im Wert von 2 Billionen Yuan (ca. $280 Milliarden) ausgeben sollte. Ziel ist die Schaffung eines Fonds zur Stabilisierung des Aktienmarktes. Dies berichtete die chinesische Zeitung 21st Century Business Herald am Mittwoch. Ein solcher Fonds könnte den Markt durch den An- und Verkauf von Blue-Chip-Aktien stabilisieren. Blue-Chip-Aktien sind Anteile an großen, etablierten Unternehmen mit einer stabilen finanziellen Basis und einer langen Erfolgsbilanz, die in der Regel regelmäßige Dividenden ausschütten. Zusätzlich könnte der Fonds auch börsengehandelte Fonds (ETFs) nutzen, um die Marktstabilität zu fördern. Der Zentralbankchef Chinas, Pan Gongsheng, erklärte im vergangenen Monat, dass der Vorschlag derzeit geprüft wird. Chinas jüngste politische Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft haben zwar zu einer rasanten Aktienrallye geführt, jedoch hat sich die anfängliche Euphorie in den letzten Wochen in Vorsicht verwandelt.

Freeport-McMoRan übertrifft Erwartungen dank hoher Kupferpreise

Der Bergbaukonzern Freeport-McMoRan hat am Dienstag mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das Unternehmen profitierte von höheren Kupferpreisen und einer starken operativen Leistung. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei $0.38 und übertraf damit die durchschnittliche Analystenschätzung von $0.35. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16.6 Prozent auf $6.79 Milliarden. Die Kupferproduktion erreichte 1.1 Milliarden Pfund, während die Goldproduktion bei 456 000 Unzen lag. Beide Werte übertrafen die Prognosen des Unternehmens vom Juli. Freeport-McMoRan hob die günstigen Marktbedingungen hervor und zeigte sich optimistisch hinsichtlich der wachsenden Nachfrage nach Kupfer, insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge und erneuerbaren Energien. Der Aktienkurs des Unternehmens reagierte positiv auf die Ergebnisse und stieg im vorbörslichen Handel um 3 Prozent.

 

Das war’s schon mit dem HKCM-Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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Murat Örs

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