Der Forex-Handel: eine Einführung in die Welt der Devisen
#Finanzbildung

Der Forex-Handel: eine Einführung in die Welt der Devisen

Author

Florian Winter

Die Finanzmärkte sind äußerst vielschichtig – und mindestens genau so vielschichtig präsentieren sich die Möglichkeiten, die den Anlegern auf den Handelsplätzen der Welt offenstehen. Im heutigen Finanzbildungsbeitrag werfen wir einen Blick auf den Devisenmarkt, auch als Forex-Markt (engl.: Foreign Exchange) bezeichnet. Auf das Wesentliche heruntergebrochen, handelt es sich hierbei um einen globalen Finanzmarkt, auf dem unterschiedliche Währungen gehandelt werden. Der Forex-Markt stellt sich als der größte und liquideste Markt der Welt dar, erreicht er doch in der Regel ein Handelsvolumen von mehreren Billionen US-Dollar pro Tag. Im Folgenden möchten wir einen Blick auf die Forex-Historie werfen, die Grundlagen des Devisenhandels aufzeigen und anhand eines einfachen Beispiels aus der Praxis den Handel in diesem Markt beleuchten.

Ein Blick in die Vergangenheit

Der Forex-Markt blickt auf eine gleichermaßen lange wie interessante Historie zurück: Seine Ursprünge lassen sich theoretisch bis zum Tauschhandel mit Währungen durch Händler im alten Mesopotamien und später im Römischen Reich zurückverfolgen. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Währungssysteme kontinuierlich weiter, ehe die Einführung des Goldstandards im 19. Jahrhundert den Startschuss für den modernen Devisenhandel gab. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die Einführung des Bretton-Woods-Abkommens zu einem festen Wechselkurssystem, das jedoch in den 1970er Jahren zusammenbrach und den Übergang zu flexiblen Wechselkursen einläutete. Dies bedeutet, dass der freie Handel die Wechselkurse bestimmt, sprich: die Wechselkurse orientieren sich an Angebot und Nachfrage. Seitdem hat der Forex-Markt ein enormes Wachstum erlebt, angetrieben durch den Fortschritt der Technologie, die Globalisierung und die Liberalisierung der Finanzmärkte.

Die Grundlagen des Forex-Handels 

Vereinfacht gesagt, ermöglicht der Forex-Markt den Austausch einer Währung gegen eine andere zu einem bestimmten Wechselkurs. Die wichtigsten Währungspaare sind hier EUR/USD (Euro/US-Dollar), GBP/USD (Britisches Pfund/US-Dollar), USD/JPY (US-Dollar/Japanischer Yen) und USD/CHF (US-Dollar/Schweizer Franken). Diese Paare repräsentieren die stärksten und entsprechend am meisten gehandelten Währungen der Welt. Der Devisenmarkt ist rund um die Uhr geöffnet, da er in den verschiedensten Zeitzonen der Welt operiert. Die Preise sind aufgrund der billionenschweren Spekulation und riskantem Hebeltrading auf dem Markt sehr volatil können sich innerhalb von Sekunden ändern.

Um Ihnen den Forex-Handel näher zu bringen, blicken wir auf einfaches Beispiel aus der Praxis: Angenommen, ein Händler spekuliert darauf, dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar zukünftig an Wert gewinnen wird. Er kauft EUR/USD, er tauscht also Euro gegen US-Dollar. In unserem Beispiel tut er dies – und zwar mit 10 000€ zu einem Wechselkurs von 1.20. Dies bedeutet, dass der Händler für jeden gekauften Euro $1.20 bezahlen muss; die 10 000€ „kosten“ ihn also $12 000 (10 000€ x 1.20 = $12 000). Wird der Euro im Vergleich zum US-Dollar nun tatsächlich stärker – angenommen der Wechselkurs steigt auf 1.25 – kann der Händler seine Euro wieder in US-Dollar umtauschen. Für die erworbenen 10 000€ erhält er nun $12 500 (10 000€ x 1.25 = $12 500) und somit $500 mehr als ursprünglich bezahlt.

Wer partizipiert am Devisenmarkt?

Am Forex-Markt sind ganz unterschiedliche „Parteien“ aktiv, darunter Banken, Investmentbanken, Hedgefonds, Unternehmen sowie individuelle Händler. Die wohl „wichtigsten Akteure“ im Forex-Markt sind aber die Zentralbanken, die Devisenhandel betreiben, um Währungsreserven zu verwalten und Währungskurse zu beeinflussen. Commercial Banks spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle; sie betreiben Devisenhandel vorwiegend für ihre Kunden. Investmentbanken agieren als Intermediäre und bieten Devisenhandelsdienstleistungen für große Unternehmen, institutionelle Anleger und Hedgefonds an. Diese nutzen den Forex-Markt oft als Teil ihrer Anlagestrategien, um von Kursschwankungen zu profitieren.

Risikomanagement? Am Devisenmarkt unabdinglich! 

Immer wieder wird die Undurchsichtigkeit des Devisenmarktes kritisiert. So wird dieser von vielen Faktoren beeinflusst, beispielsweise von politischen Ereignissen oder Zentralbankinterventionen, die oftmals schwer vorhersehbar sind. Hieraus resultiert eine asymmetrische Informationsstruktur, da institutionelle Akteure in der Regel schnelleren und umfangreicheren Zugang zu notwendigen Informationen haben als kleinere oder private Händler. Auch deshalb – und natürlich auch aufgrund der massiven Volatilität am Devisenmarkt – ist es unabdinglich, dass Händler angemessene Risikomanagementstrategien verfolgen. Dies umfasst beispielsweise die Festlegung von Stopp-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen sowie die Diversifizierung des Portfolios, um das Risiko zu streuen. Zudem ist es ratsam, (technische) Analysen zur Orientierung beim Handel heranzuziehen.

Kostenlose Analysen zum Forex-Markt 

Wenngleich wir derzeit kein Forex-Analysepaket in unserem Produktportfolio führen, können Sie beim Handel am Devisenmarkt dennoch von unseren Analysen auf Basis der Elliott-Wellen-Methodik profitieren. Und das ist ganz einfach: Sie melden sich HIER bei unserem kostenlosen Newsletter an, der jeden Montag erscheint. Dort stellen wir Ihnen unsere aktuellen Analysen zum Währungspaar EUR/USD sowie zum USD-Währungsindex DXY zur Verfügung. Zweiterer misst den Wert des US-Dollars im Vergleich zu einem Korb zahlreicher ausländischer Währungen – hierzu zählen unter anderem der japanische Yen, das britische Pfund, der kanadische Dollar, die schwedische Krone und der Schweizer Franken.

Um Ihnen nun die volle Ladung Mehrwert zu übermitteln, blicken wir noch kurz auf ebenjene Forex-Analysen, die unsere Newsletter-Abonnenten jeden Montag zum Nulltarif erhalten.

Wie Sie dem EUR/USD-2-Wochenchart entnehmen können, sehen wir den Euro gegenüber dem US-Dollar im Verlauf der kommenden Monate respektive Jahre deutlich an Wert gewinnen, sollte der Kurs doch über den Widerstand bei $1.25557 hinwegmarschieren. Oberhalb dieser wichtigen Markierung haben wir auch bereits eine grüne Zielzone (Koordinaten: $1.55223 – $1.82170) skizziert, in welcher die korrektiven Anstiege in Form der farbgleichen Welle [B] ihren Abschluss finden dürften. Von dort aus sollte es dann zu einem umfangreichen [C]-Wellen-Abverkauf kommen, welcher erst in der ebenfalls grünen Zielzone im Süden (Koordinaten: $0.80190 – $0.34321) mit dem Low der großen Welle II in Hellgrau beendet werden dürfte. In der Folge rechnen wir hier mit einer massiven Aufwärtsrallye. Selbstverständlich versorgen wir unsere Newsletter-Abonnenten auch mit eher kurzfristigen Ausblicken und Handelsmöglichkeiten zu diesem Währungspaar. 

Der 2-Wochenchart des Währungspaars EUR/USD.

Wie Ihnen derweil der Tageschart des US-Dollar-Währungsindex DXY zeigt, erwarten wir primär, dass der US-Dollar zukünftig deutlich an Wert gegenüber den anderen Währungen verlieren sollte. In einem nächsten wichtigen Schritt dürfte der Kurs hierbei die Unterstützung bei 100.82 Punkten unterschreiten, was wiederum die Abwärtsdynamik nochmals deutlich verschärfen sollte. 

Der Tageschart des US-Dollar-Währungsindex DXY.

Abschließend möchten wir an dieser Stelle darauf verweisen, dass wir in naher Zukunft weitere Artikel zum Forex-Markt in unserer Finanzbildungssparte publizieren. Diese werden auf den Inhalten dieses Einsteiger-Artikels aufbauen.

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Florian Winter

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