DAX-Update: Deutsche Arbeitsmotivation sinkt – SUV-Boom bei Volkswagen – Airbus verfehlt Lieferziel
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DAX-Update: Deutsche Arbeitsmotivation sinkt – SUV-Boom bei Volkswagen – Airbus verfehlt Lieferziel

Am Arbeitsplatz sind Deutsche unmotiviert, deshalb will die Allianz bei Krankmeldungen durchgreifen. Bei Hannover Rück und der Deutschen Börse rücken die Stühle im Vorstand.

Deutsche sind am Arbeitsplatz unmotiviert

Nur 48 Prozent der deutschen Arbeitnehmer geben laut einer aktuellen EY-Studie ihr Bestes bei der Arbeit – deutlich unter dem globalen Durchschnitt von 54 Prozent. Die Umfrage, an der weltweit über 17 000 Personen teilnahmen, zeigt zudem erhebliche Unterschiede zwischen Generationen und Ländern.


Während Baby-Boomer mit 63 Prozent deutlich motivierter sind, erreichen jüngere Mitarbeiter der Generation Z nur 43 Prozent. Gründe für die geringe Motivation reichen von fehlender Anerkennung bis zu unzureichender Flexibilität. Experten fordern bessere Führungskulturen und flexiblere Arbeitsmodelle, um die Produktivität nachhaltig zu steigern.

Allianz-Chef will ersten Krankheitstag nicht mehr bezahlen

Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, schlägt vor, die Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag in Deutschland abzuschaffen. Dieses Konzept, bekannt als Karenztag, soll Arbeitgeber von den hohen Kosten entlasten und den steigenden Krankheitszahlen entgegenwirken.

Deutschland verzeichnet 2023 mit rund 15 Krankheitstagen pro Arbeitnehmer einen Rekordwert, während der EU-Durchschnitt bei acht Tagen liegt. Gewerkschaften warnen vor Gesundheitsrisiken durch erzwungene Anwesenheit wegen verringerter Lohnfortzahlung. Unterstützer argumentieren, dass Karenztage in Ländern wie Schweden und Spanien funktionieren.

Volkswagen: SUV-Boom treibt US-Verkäufe 2024

Volkswagen hat seine Verkaufszahlen in den USA 2024 um rund 15 Prozent auf 379 178 Fahrzeuge gesteigert. Besonders erfolgreich war das vierte Quartal mit über 103 000 verkauften Fahrzeugen, ein Plus von sieben Prozent. Modelle wie der Atlas und Tiguan trugen maßgeblich zu diesem Erfolg bei.


Auch der vollelektrische ID.4 SUV stärkte VWs Position im wachsenden E-Automarkt der Vereinigten Staaten. Mit Elektrifizierungsplänen und einer neuen Partnerschaft mit Wells Fargo, die im April 2025 in Kraft tritt, will VW seine Marktanteile in den USA weiter ausbauen – auch wegen des wachsenden Konkurrenzdrucks im chinesischen Markt.

 

Deutsche Börse holt Ex-CEO der Deutschen Bank

Stephan Leithner hat zum Jahreswechsel 2024/2025 die alleinige Leitung der Deutschen Börse übernommen. Der gebürtige Österreicher folgt auf Theodor Weimer, der nach sieben Jahren zurücktrat. Leithner, zuvor Co-CEO, bringt umfangreiche Erfahrung mit, darunter Stationen bei der Deutschen Bank.

Unter seiner Führung will die Deutsche Börse den Fokus auf Digitalisierung und nachhaltige Investments stärken. Die Übernahme des Softwareanbieters Simcorp unterstreicht diese Ausrichtung. Stühlerücken gab es jüngst auch bei Hannover Rück, wo Clemens Jungsthöfel ab April 2025 die Nachfolge von Jean-Jacques Henchoz als Vorstandsvorsitzender antritt.

Airbus liefert weniger als geplant – aber mehr als Boeing

Airbus SE lieferte im Jahr 2024 insgesamt rund 760 Flugzeuge aus und verfehlte damit sein Jahresziel von 770 Maschinen. Der Flugzeugbauer kämpfte mit anhaltenden Lieferkettenproblemen, insbesondere bei Triebwerken, und musste bereits im Juli sein ursprüngliches Ziel von 800 Einheiten nach unten korrigieren.


Trotzdem übertraf Airbus seinen amerikanischen Hauptkonkurrenten Boeing der 318 Flugzeuge verkaufte, erneut deutlich. Für 2025 erwartet Airbus eine Produktionssteigerung auf 869 Flugzeuge und plant langfristig, die Produktionsrate der A320-Familie auf 75 Maschinen pro Monat zu erhöhen. Offizielle Zahlen werden am 9. Januar 2025 veröffentlicht.

Deutsche Telekom startet 550-Millionen-Aktienrückkauf

Die Deutsche Telekom hat am 3. Januar 2025 ein Aktienrückkaufprogramm gestartet, das bis zum 4. April 2025 abgeschlossen sein soll. Geplant ist der Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu 550 Millionen Euro, was fast 19 Millionen Aktien entspricht.

Dieses Programm ist Teil einer umfassenderen Strategie, bis Ende 2025 Aktien im Wert von insgesamt zwei Milliarden Euro zurückzukaufen. Ziel ist es, den Unternehmenswert zu steigern und einen Teil der Aktien für Mitarbeiterprogramme bereitzustellen. Analysten werten den Schritt als starkes Signal für finanzielle Stabilität und Wachstum.

Das war’s schon mit dem DAX-Update. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Rest-Woche!

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