DAX-Newsflash: Mercedes setzt auf Verbrenner, BMW vor KTM-Übernahme, Telekom expandiert 5G
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DAX-Newsflash: Mercedes setzt auf Verbrenner, BMW vor KTM-Übernahme, Telekom expandiert 5G

Mercedes-Benz setzt auf V8 und V12-Verbrenner

Mercedes-Benz verabschiedet sich nicht vom Verbrennungsmotor. Während viele Hersteller wie Tesla ausschließlich auf Elektro setzen, investiert der Konzern weiter in leistungsstarke V8- und V12-Aggregate. Die Entscheidung folgt einem klaren Kalkül: starke Nachfrage im Luxussegment und hohe Margen. Parallel wird die Elektrostrategie angepasst – der ursprünglich geplante vollständige Umstieg bis 2030 wird revidiert.

14 Milliarden Euro flossen 2024 in Forschung und Entwicklung, ein großer Teil davon in neue Hybrid-Verbrenner. Bis 2027 sollen die Produktionskosten um zehn Prozent sinken, unter anderem durch den Ausbau der Fertigung in Ungarn. Gleichzeitig bringt die neue Euro-7-Norm Nachrüstkosten von 800 Millionen Euro mit sich, und strengere CO₂-Grenzwerte könnten ab 2030 zusätzliche zwei Milliarden Euro für Emissionsausgleiche erfordern.

BMW mit Milliarden-Investition in E-Auto-Entwicklung

BMW startet mit der Neuen Klasse die umfassendste Technologiewende seiner Geschichte. Der bayrische Autobauer setzt auf eine 800-Volt-Architektur, zylindrische Hochenergiezellen und eine optimierte Softwarestruktur. In fünf globalen Werken investiert BMW über zwei Milliarden Euro, um die Produktionskosten für E-Antriebe um 50 Prozent zu senken. 

Parallel verdichten sich Gerüchte über eine KTM-Übernahme: Der österreichische Motorradhersteller steht vor der Insolvenz, während BMW Interesse an dessen Offroad-Segment und Leichtbautechnologie zeigt. Eine Übernahme könnte zur Verlagerung der Produktion nach Indien und dem Abbau von 4500 Arbeitsplätzen in Österreich führen.

Siemens reduziert Healthineers-Beteiligung

Siemens hat überraschend 26.5 Millionen Aktien seiner Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers verkauft und damit mehr als die ursprünglich geplanten 22 Millionen. Die Platzierung brachte 1.45 Milliarden Euro ein und senkte die Siemens-Beteiligung von 75.4 auf 73 Prozent.

Der Verkauf dient der Finanzierung der 10-Milliarden-US-Dollar-Übernahme des Datenanalyse-Spezialisten Altair Engineering aus den USA, mit der Siemens seine Software- und IoT-Sparte stärken will. Trotz reduzierter Anteile behält Siemens durch eine 90-tägige Lock-up-Klausel und Stimmrechtsmehrheit weiterhin Kontrolle. Der Streubesitz von Siemens Healthineers steigt durch den Verkauf auf 25.4 Prozent.

Continental streicht 3 000 Stellen zur Kostensenkung

Continental setzt den Stellenabbau in seiner Automobilsparte fort und plant, bis Ende 2026 weltweit weitere 3000 Arbeitsplätze im Bereich Forschung und Entwicklung zu streichen. Damit steigt die Gesamtzahl der gestrichenen Stellen im aktuellen Restrukturierungsprogramm auf über 10 000. Ziel ist es, die Ausgabenquote für Forschung und Entwicklung bis 2027 unter 10 Prozent der Umsätze zu senken. 

Besonders betroffen sind die deutschen Standorte Babenhausen und Frankfurt. Gleichzeitig wird die Software-Tochter Elektrobit um 330 Stellen reduziert, was Continentals Strategie einer schlankeren Entwicklungsstruktur weiter vorantreibt.

Deutsche Telekom beschleunigt 5G-Ausbau

Die Deutsche Telekom hat ihr Mobilfunknetz in den vergangenen vier Wochen an 536 Standorten erweitert. 96 neue Standorte wurden errichtet, während 440 bestehende Masten mit neuer 4G- und 5G-Technik ausgerüstet wurden. Insgesamt gingen 14 380 5G-Antennen in Betrieb, wodurch die Haushaltsabdeckung für 5G auf 98 Prozent stieg.

Die Investitionen für diesen Ausbau belaufen sich auf rund 23.5 Millionen Euro. Zudem wurde in Vechta ein 40-Meter-Mast errichtet, um bisher unversorgte Gebiete mit Mobilfunk abzudecken.

Infineon arbeitet mit Mastercard an Nachhaltigkeit

Der Halbleiterentwickler Infineon ist der Greener Payments Partnership (GPP) von Mastercard beigetreten und bringt seine SECORA-Pay-Green-Technologie in die Initiative ein. Ziel ist es, den Plastikverbrauch und CO₂-Ausstoß von Zahlungskarten zu reduzieren. Infineons Lösung integriert Antenne und Chip in einem separierbaren Modul, wodurch Recycling vereinfacht und Kupferverbrauch um bis zu 80 Prozent gesenkt wird. 

Die Partnerschaft adressiert einen wachsenden Markt, in dem bis 2028 über 1.2 Milliarden Karten aus recyceltem PVC erwartet werden. Zusätzlich ermöglicht die Technologie eine Reduktion der CO₂-Emissionen pro 1000 Karten um fast 70 Prozent.

Das war's schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Dienstag.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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