DAX-Newsflash: Konkurrenz für Bayer – BMW, Mercedes und Porsche mit roten Zahlen – Telekom wertvoll wie nie
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DAX-Newsflash: Konkurrenz für Bayer – BMW, Mercedes und Porsche mit roten Zahlen – Telekom wertvoll wie nie

Bayer bekommt Konkurrenz bei Milliarden-Medikament

Formycon AG, ein deutscher Biopharmazeutika-Spezialist, erhält in der Europäischen Union die Zulassung für FYB203, ein sogenanntes Biosimilar von Bayers eigenem Augenmedikament Eylea. Biosimilare sind nahezu identische Wirkstoffe, die aber nicht unter den Patentschutz fallen.

Formycons Eylea-Biosimilar bedeutet neue Konkurrenz für Bayer, das mit Eylea 2023 weltweit über neun Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte. Die Markteinführung von FYB203 unter den Namen Ahzantive und Baiama ist für die nahe Zukunft geplant. Bayer reagiert mit strategischen Maßnahmen, darunter eine neue Dosierung zur Verlängerung des Patentschutzes.

Porsche reagiert mit Sparprogramm auf Umsatzrückgang

Porsche hat einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang im wichtigen chinesischen Markt verzeichnet. Im Jahr 2024 sanken die Verkaufszahlen in China um 28 Prozent, was zu einem globalen Absatzrückgang von drei Prozent führte.

Um diese Entwicklungen zu adressieren, hat Porsche ein umfassendes Sparprogramm gestartet, das bis 2025 Einsparungen von sechs Milliarden Euro vorsieht. Dazu gehören die Reduzierung der Händlernetzwerke in China, Kürzungen bei Forschung und Entwicklung sowie mögliche Stellenstreichungen. Das Sparprogramm soll auch dazu beitragen, die Liquidität des Unternehmens zu sichern und gleichzeitig Investitionen in neue Technologien, Produkte und die Belegschaft zu ermöglichen.

Commerzbank plant Stellenabbau gegen Unicredit-Übernahme

Die Commerzbank plant einen umfassenden Stellenabbau, um eine drohende Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit zu verhindern. Es sollen mehrere tausend Arbeitsplätze gestrichen werden, vor allem in Deutschland, während neue IT-Positionen im Ausland entstehen.

Unicredit hält derzeit zusammen mit verbündeten Banken wie Barclays, Citigroup und Jefferies 28 Prozent der Commerzbank-Anteile und könnte durch eine Erhöhung auf 29.9 Prozent eine Fusion forcieren. Ab 30 Prozent wäre Unicredit verpflichtet, ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorzulegen. Die Bundesregierung und Gewerkschaften lehnen die Übernahme der Bank ab, auf ihrem Kapitalmarkttag am 13. Februar berät die Commerzbank über ihre weitere Strategie.

Rheinmetall und Leonardo gründen Rüstungs-Allianz

Das Bundeskartellamt hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zwischen Rheinmetall und Leonardo genehmigt. Das Joint Venture, Leonardo Rheinmetall Military Vehicles (LRMV), wird seinen Hauptsitz in Rom haben und sich auf die Produktion gepanzerter Fahrzeuge für die italienische Armee konzentrieren. Die Unternehmen halten jeweils 50 Prozent der Anteile.

Das Vorhaben gilt als strategischer Schritt zur Stärkung der europäischen Rüstungsindustrie, insbesondere vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen. Zur Stärkung ihrer Truppen werden Aufträge der italienischen Armee im Wert von 23 Milliarden Euro erwartet.

Deutsche Telekom erreicht Rekord-Markenwert

Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal mit einem Markenwert von 85.3 Milliarden US-Dollar den höchsten Wert in ihrer Unternehmensgeschichte erreicht. Laut der Studie Brand Finance Global 500 entspricht dies einem Anstieg von 16.4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und dieser wurde sogar seit 2020 mit 114 Prozent mehr als verdoppelt.

Die Telekom bleibt damit die weltweit wertvollste Telekommunikationsmarke und setzt sich weiter von ihren Wettbewerbern Verizon und AT&T ab. Wesentliche Treiber des Erfolgs sind nachhaltige Investitionen in Netzqualität, digitale Innovationen und hohe Kundenzufriedenheit. In Europa ist die Telekom die wertvollste Unternehmensmarke und belegt global Platz elf.

Rote Zahlen bei BMW und Mercedes

Die BMW-Tochter MINI kämpft mit einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen und Herausforderungen durch die Einführung eines neuen Agenturmodells. Die Umstellung auf das Agenturmodell, das feste Preise und reduzierte Händlerprovisionen vorsieht, stößt auf Kritik von Kunden und Händlern. Im Jahr 2024 sanken die weltweiten Absätze um 17.1 Prozent, besonders stark betroffen war Deutschland mit einem Minus von 29.1 Prozent.

Auch bei Mercedes wächst der Druck durch sinkende Verkaufszahlen in China, da immer mehr Hersteller auf Elektromobilität setzen und die Rückgänge mit deutlichen 23 Prozent spürbar sind. Insbesondere die Konkurrenz von lokalen Hersteller wie BYD, Geely und NIO drückt die Mercedes-Verkäufe in China erheblich.

Das war’s schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Dienstag.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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