DAX-Newsflash: Führungswechsel bei Porsche, Rheinmetall bekommt Bundeswehr-Auftrag, BASF baut Windparks
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DAX-Newsflash: Führungswechsel bei Porsche, Rheinmetall bekommt Bundeswehr-Auftrag, BASF baut Windparks

Bayer setzt auf Automatisierung in der Pharmaproduktion

Bayer bringt mit der hochautomatisierten Produktionsanlage Solida-1 im Chempark Leverkusen eine der modernsten Pharmafabriken Europas an den Start. Die mit künstlicher Intelligenz gesteuerte lernende Fabrik optimiert Produktionsprozesse in Echtzeit, reduziert Ausschuss und senkt CO₂-Emissionen um 70 Prozent.

Dank modularer Architektur lässt sich die Anlage flexibel erweitern, um auf neue Marktanforderungen zu reagieren. Die Anlage wurde 2024 geplant, Mitte 2025 soll der Routinebetrieb aufgenommen werden und ab 2026 in Marktversorgung laufen. Mit einer Investition von 275 Millionen Euro in das insgesamt über eine Milliarde Euro schwere Investmentprogramm stellt Bayer in der Anlage Krebs- und Herz-Kreislauf-Medikamente her.

Führungswechsel bei Porsche: Vorstände gehen

Porsche trennt sich von seinen langjährigen Vorständen im Bereich Finanzen und Vertrieb. Finanzvorstand Lutz Meschke und Vertriebschef Detlev von Platen verlassen das Unternehmen nach 16 respektive zehn Jahren. Der Abschied erfolgt inmitten sinkender Absatzzahlen, wachsenden Margendrucks und interner Machtkämpfe.

Besonders Meschkes öffentliche Kritik an der VW-Strategie, bezogen auf die E-Mobilität und seinen eigenen Ambitionen (er galt jahrelang als möglicher Nachfolger von CEO Oliver Blume) sorgten für Spannungen im Vorstand. Mit dem Führungswechsel will das Unternehmen Klarheit schaffen und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen.

Continental streicht 580 Stellen und schließt fünf Werke

Continental setzt den Rotstift an: Fünf deutsche Werke der Kunststofftechniksparte ContiTech werden geschlossen, 580 Arbeitsplätze fallen weg. Betroffen sind Standorte in Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Der Zulieferer begründet den Schritt mit sinkender Nachfrage in der Autoindustrie und einem Rückgang des Nettoergebnisses von zwölf Prozent im vierten Quartal 2024.

Gewerkschaften kritisieren den Stellenabbau als kurzsichtig, denn während ContiTech schrumpft, plant der Gesamtkonzern neue Wachstumsstrategien – darunter die Abspaltung der Automotive-Sparte und weitere neue Großaufträge für Display- und Sensortechnik.

Rheinmetall erhält Milliardenauftrag von der Bundeswehr

Rheinmetall modernisiert die digitale Infrastruktur der Bundeswehr. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern hat einen Zehn-Jahres-Vertrag über 5.5 Milliarden Euro erhalten, um das taktische Kommunikationsnetzwerk TaWAN LBO (Tactical Wide Area Network for Land Based Operations) aufzubauen. Die erste Bestellung im Wert von 1.9 Milliarden Euro soll bis 2029 einsatzbereit sein. Ziel ist, eine störresistente und satellitenunabhängige Vernetzung von Heeresdivisionen und NATO-Partnern bereitstellen zu können. 

Durch den Auftrag steigt Rheinmetalls Anteil am Bundeswehr-Digitalisierungsbudget erheblich an. Zuletzt wurde es auf sechs Milliarden Euro angehoben. Parallel dazu baut das Unternehmen mit der Übernahme von Blackned, einem Hightech-Software-Hersteller für missionskritische Kommunikationssysteme und die Digitalisierung von Streitkräften, seine Softwarekompetenz aus.

VW prüft Verkauf deutscher Werke an chinesische Konkurrenten

Volkswagen verhandelt über die Zukunft seiner Werke in Osnabrück und Dresden. Beide Standorte stehen wegen sinkender Auslastung zur Debatte, chinesische Hersteller wie SAIC und BYD zeigen Interesse. Ein Verkauf könnte den chinesischen Herstellern helfen, EU-Strafzölle zu umgehen und direkte Produktionskapazitäten in Deutschland aufzubauen.

VW kalkuliert Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe, sollte ein Käufer gefunden werden. Die Gespräche mit chinesischen Interessenten laufen bereits auf Vorstandsebene, während parallele Optionen mit europäischen Partnern geprüft werden. Besonders Osnabrück könnte für den Bau günstiger E-Autos umgerüstet werden, während Dresden als High-Tech-Standort mit neuer Nutzung infrage kommt.

BASF vergibt Milliardenaufträge für Offshore-Windparks

Vattenfall, eines der größten europäischen Energieunternehmenund der Chemie-Riese BASF haben vier Großaufträge für die Offshore-Windparks Nordlicht 1 und 2 in der deutschen Nordsee vergeben. EEW SPC, ein deutscher Hersteller von Fundamenten für Offshore-Windparks, liefert 141 000 Tonnen Stahl für Monopile-Fundamente, CS WIND Offshore stellt die Verbindungselemente her, während die beiden Konstruktionsfirmen DEME und Jan De Nul die Installation des Parks übernehmen. 

Die Windparks mit einer Gesamtleistung von 1.6 Gigawatt sollen ab 2028 rund sechs Terawattstunden Strom pro Jahr erzeugen und damit über 1.6 Millionen deutsche Haushalte versorgen. Fast die Hälfte geht direkt an BASF, um die Chemieproduktion in Ludwigshafen nachhaltiger zu machen. Der Produktionsstart der Komponenten beginnt Ende 2025.

Das war’s schon mit dem DAX-Newsflash. Der nächste erscheint wie gewohnt am kommenden Dienstag.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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